Sowas kann man sich nicht ausdenken

Als Autor hat man vor allem ein Problem: Die Leser sind skeptisch. Wenn der Protagonist etwas tut, das ihnen unlogisch erscheint (vielleicht, weil sie selbst in seiner Situation anders gehandelt hätten), dann steigen sie aus der Geschichte aus. Andererseits sind sie bereit, zumindest vorübergehend an Drachen und Zauberer zu glauben, solange die sich artgerecht und plausibel verhalten. "Abandonment of disbelief" lautet der englische Fachbegriff dafür, die deutsche Übersetzung "Aufgabe des Unglaubens" klingt leider ziemlich holprig. Die Leser dazu zu bringen, diesen Unglaubern aufzugeben, ist nicht immer leicht.

 

Das gilt natürlich erst recht für unwahrscheinliche Ereignisse. Wenn ich zum Beispiel einen Roman über ein Fußballteam schreiben würde, das als Favorit in die WM startet, im ersten Spiel gegen einen mittelmäßigen Gegner verliert, durch einen groben Patzer gegen einen anderen mittelmäßigen Gegner in Rückstand gerät, dann eine Viertelstunde vor Schluss auch noch einen der wichtigsten Spieler verliert und schließlich in Unterzahl doch noch gewinnt, weil derselbe Spieler, der zuvor gepatzt hat, 15 Sekunden(!) vor Ende der Nachspielzeit einen Freistoß unhaltbar im rechten oberen Eck versenkt, würden alle sagen: so ein Unsinn! Total unglaubwürdig! Billiger Kitsch!

 

Also, liebe Fußballfreunde: Ab jetzt glaubt ihr mir alles, was ich schreibe, okay?

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Neuer Alexa-Skill: Monsterlabyrinth

Dass mir die Entwicklung von Alexa-Skills großen Spaß macht, kann man daran sehen, dass nur eine Woche nach "Der gestiefelte Frosch" bereits mein nächster Skill veröffentlicht wird.

 

In diesem einfachen, aber deshalb noch lange nicht leichten Spiel muss man seine Freundin aus einem finsteren Labyrinth retten, ohne von den dort hausenden Monstern gefressen zu werden. Das Besondere daran ist, dass man sich nur anhand der Geräusche orientieren kann. Je näher man einem Monster kommt, umso lauter hört man es. Kommt man ihm aber zu nah, wird man gefressen, und das Spiel ist vorbei. Gelegentliche Hindernisse zwingen einen zu Umwegen, was die Sache nicht leichter macht. Die Spielmechanik wurde von dem Windows-Klassiker "Minesweeper" inspiriert, den ich schon vor zwanzig Jahren gespielt habe und trotz - oder wegen - seines simplen Spielprinzips immer noch gerne spiele. 

 

Auch bei der Entwicklung des "Monsterlabyrinths" habe ich wieder einiges gelernt. Ursprünglich sollte das Spiel völlig ohne Sprache auskommen, mit Ausnahme einer kurzen Anleitung am Anfang. Doch die Amazon-Richtlinien sehen vor, dass ein Skill immer eine Frage stellen oder eine Aufforderung zur Eingabe machen muss, wenn Alexa eine Antwort vom Nutzer erwartet. Das ergibt durchaus Sinn, denn so weiß der User, auch wenn er nicht hinsieht, immer, ob Alexa noch zuhört. Doch für mein Spielkonzept war das eher hinderlich - wer will schon nach jedem Schritt in einem Labyrinth hören: "Und was jetzt?"

 

Zum Glück hatte ich zuvor schon herausgefunden, dass man Alexa mit einem technischen Trick dazu bringen kann, zu flüstern. So nerven ihre dauernden Fragen hoffentlich nicht mehr ganz so sehr, sondern geben dem Spiel vielleicht sogar zusätzlich Atmosphäre.

 

"Monsterlabyrinth" ist ein kurzes Spiel für zwischendurch, je nach Schwierigkeitsgrad dauern die Partien nur ein paar Minuten. Am meisten Spaß macht es, wenn man es im Dunkeln spielt. Hier geht es zur Skill-Seite im Amazon-Store.

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Der gestiefelte Frosch

Als du mitten in der Nacht mit dem Auto im Wald liegen bleibst und in einer einsamen Hütte Schutz suchst, ahnst du nicht, worauf du dich einlässt. Denn unvermittelt findest du dich in einer Märchenwelt wieder, in der nichts so ist, wie es sein sollte. Wirst du es schaffen, dem gestiefelten Frosch zu helfen und den Weg zurück in die Wirklichkeit zu finden?

 

Mein neuer Alexa-Skill "Der gestiefelte Frosch" ist live! Es handelt sich um ein Abenteuerspiel, bei dem der Spieler mit Anweisungen wie "untersuche das Auto", "gehe nach Süden" oder "frage den Frosch nach der Kugel" versucht, Aufgaben zu erfüllen und Rätsel zu lösen. Wie man schon am Titel unschwer erkennen kann, wird hier so manches Werk der Gebrüder Grimm ein wenig durch den Kakao gezogen.

 

Bei dem Spiel kamen mir meine (etwas angerosteten) Erfahrungen mit der Entwicklung von Text Adventures zugute, die ich schon in den Achtzigerjahren sammelte. Damals war die Grafikauflösung noch schlecht und der Hauptspeicher klein, so dass man gezwungen war, mit dem Benutzer nur durch Texteingaben zu kommunizieren, wenn man ein komplexes Spielerlebnis schaffen wollte. Diese Beschränkung zwang dazu, besonders kreativ und fantasievoll zu sein, und so enstanden kleine Meisterwerke wie die damals von der amerikanischen Spielefirma Infocom entwickelten Spiele "Zork" und "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy", die für mich immer noch zu den besten Spielen aller Zeiten gehören.

 

"Der gestiefelte Frosch" knüpft an diese Tradition an, ohne den Anspruch zu haben, dieselbe Spieltiefe zu erreichen. Nichtsdestotrotz geht das Spiel an die Grenzen der Komplexität, die man mit Skills für Smart Speaker heute erreichen kann. Dreißig Orte, achtzig Objekte, über dreihundert sinnvolle Interaktionen und mehrere hundert Spielzüge bis zur Lösung dürften für einige Stunden Spielspaß sorgen. Das hoffe ich jedenfalls! Über Feedback an karlolsberg@gmail.com und Bewertungen des Skills bei Amazon würde ich mich sehr freuen!

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Alles neu macht der Mai

Willkommen auf meiner neu gestalteten Website! Ich habe sie ein wenig aufgeräumt und erweitert und versucht, ihr einen moderneren, professionelleren Anstrich zu geben. Außerdem möchte ich zeigen, dass ich unter der Marke "Karl Olsberg" längst nicht mehr "nur" Bücher schreibe.

 

Deshalb gibt es nun die neue Rubrik "Interactive", in der ich über meine Projekte im Bereich "nichtlineares Storytelling" berichte, insbesondere über die neuen Alexa Skills. Ebenfalls neu ist der Bereich "Live", wo ich Lesungen, Auftritte auf Veranstaltungen etc. ankündige. Schreibtipps und das Kontaktformular finden sich nun im Bereich "Karl Olsberg".

 

Auch die Überschrift zur Website ist neu: "Worte für den Wandel". Das ist sozusagen die Quintessenz meiner Arbeit oder auch neudeutsch meine "Mission": Ich möchte damit einerseits ausdrücken, dass ich in meinen Büchern versuche, den technischen Wandel mit seinen positiven und negativen Aspekten zu beschreiben. Andererseits versuche ich aber auch, durch meine Worte diesen Wandel mitzugestalten und die neuen technischen Möglichkeiten kreativ zu nutzen. Das Titelbild basiert auf einem Foto von mir, das der Loewe Verlag gemacht hat, verfremdet durch die kreative künstliche Intelligenz von Google Deep Dream. Es drückt glaube ich recht gut aus, worum es mir geht.

 

Ich freue mich über Feedback und Anregungen!

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Jawohl, Hoheit!

"Smart Speaker" wie Amazons Echo, besser bekannt unter dem Rufnamen Alexa, erobern die Haushalte. Allein in Deutschland wurden im letzten Jahr dem Vernehmen nach anderthalb Millionen Geräte verkauft. Damit zeichnet sich nun deutlich ab, was ich bereits vor zwanzig Jahren vermutet habe: Die Sprachkommunikation mit technischen Geräten wird zur Norm.

 

Was es für die Zukunft des Lesens bedeutet, wenn man gar nicht mehr lesen können muss, um in einer immer stärker automatisierten Welt klarzukommen, will ich mir gar nicht ausmalen. Aber auch, wenn ich in meinen Büchern gern die Schattenseiten moderner Technik skizziere, bleibe ich doch fasziniert von den neuen Möglichkeiten, probiere sie aus und teste ihre Grenzen, wann immer ich kann. Besonders angetan hat es mir dabei "unsere" Alexa, die inzwischen quasi zum Familienmitglied geworden ist und sich auf mittlerweile fünf Echo-Geräten im ganzen Haus ausgebreitet hat.

 

Alexa ist nicht nur praktisch, sie kann auch Spaß machen (und erzählt sogar noch schlechtere Witze als ich, was sie mir umso sympathischer macht). So bietet sie zum Beispiel einige einfache Spielmöglichkeiten an. Von Anfang an fand ich daran die Tatsache spannend, dass sie kein Grafikdisplay besitzt und die Spiele allein auf Texten basieren. Denn gerade diese Beschränkung eröffnet neue kreative Möglichkeiten.

 

Als ich Anfang der Achtzigerjahre meinen ersten Computer (einen TI-99/4a mit stolzen 16 Kilobyte Hauptspeicher und einem Kassettenrekorder als einzigem Speichermedium) kaufte, hatte er zwar schon ein recht primitives Grafikdisplay mit immerhin 16 Farben. Aber die coolsten Spiele (fand ich jedenfalls) waren allein textbasiert, wie etwa das legendäre Abenteuer "Zork". Ich war so begeistert von diesen frühen Vorläufern virtueller Welten, dass ich beschloss, selber programmieren zu lernen, und auch solche Textadventures zu schreiben. So sammelte ich erste Erfahrungen mit der Interpretation natürlicher Sprache, die später zu meiner Promotion über künstliche Intelligenz und der Gründung einer Softwarefirma in diesem Bereich führten.

 

Textbasierte Spiele sind mittlerweile längst in Vergessenheit geraten - bis jetzt! Denn die Beschränkungen der Smart Speaker führen dazu, dass heute die Techniken, die ich vor mehr als dreißig Jahren lernte, wieder aktuell werden. Also habe ich meine angestaubten Programmierkenntnisse hervorgekramt und versucht, selber einen so genannten "Skill" für Alexa zu entwickeln. Das war nicht ganz einfach (immerhin sind dreißig Jahre ins Land gegangen, und man programmiert heute nicht mehr in BASIC oder Pascal), aber ich habe es geschafft und präsentiere heute stolz meinen ersten veröffentlichten Alexa-Skill namens "Jawohl, Hoheit!"

 

In diesem recht einfachen (aber hoffentlich unterhaltsamen) Spiel bestimmt man das Schicksal eines Herzogtums, indem man Alexas Fragen mit "Ja" oder "Nein" beantwortet. Aber Achtung, jede Entscheidung hat Konsequenzen, und nur allzu leicht kann es passieren, dass man pleite geht, die eigenen Untertanen rebellieren oder die fiesen Mogelheimer aus dem Nachbar-Fürstentum das Land überfallen. Wie alle Alexa-Skills ist natürlich auch dieser kostenlos. Falls einer meiner Leser eine Alexa besitzt, würde ich mich freuen, wenn er das Spiel testet und mir Feedback gibt!

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Interaktiver Teaser für Boy in a White Room

Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne mit interaktiven Technologien experimentiere. So erschien bereits 2011 "Glanz" als erster Roman zeitgleich als interaktives und reguläres E-Book. Letztes Jahr kam der interaktive Minecraft-Roman "Nanos Abenteuer" auf den Markt. Nun habe ich für "Boy in a White Room" einen kleinen interaktiven "Teaser" (eine Art Appetithappen) erstellt, der ab sofort kostenlos ausprobiert werden kann. Viel Spaß!

 

Weitere Experimente können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

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Warum das Facebook-Cambridge Analytica-Desaster gut für die Demokratie sein könnte

In meinem Roman "Mirror" beschreibe ich, wie Menschen von ihren intelligenten, vernetzten Smartphone-ähnlichen Geräten manipuliert werden. Das ist nicht viel mehr als eine Projektion der Entwicklung, die 2015 - zum Zeitpunkt, als ich das Buch schrieb - bereits deutlich erkennbar war. Allerdings ahnte ich damals nicht, wie nah wir dem im Buch beschriebenen Szenario bereits sind.

 

Dass Firmen wie Facebook, Google und Amazon unsere Daten aus rein kommerziellen Motiven sammeln und sie an Leute weiterverkaufen, die sie nutzen, um uns zu manipulieren, ist seit Langem klar. Wie Jon Callas in einem Zeit-Artikel bereits 2011 treffend schrieb, sind wir Nutzer aus Sicht von Facebook & Co das, was für den Bauern Salatköpfe sind, "und bei der Ernte versteht der Bauer keinen Spaß."

 

Für einen Thrillerautor wie mich ist es nur allzu leicht vorstellbar, dass diese Entwicklung mit fortschreitender künstlicher Intelligenz außer Kontrolle geraten und üble Folgen haben könnte. Manchmal wird man dann aber doch von der Realität überholt und muss feststellen, dass die eigene Fantasie nicht ausreichte, um sich vorzustellen, was tatsächlich passiert. Dass ein offensichtlich für das Amt völlig ungeeigneter, narzisstischer Lügner wie Donald Trump mit Hilfe solcher mehr oder weniger subtiler Manipulationen auf Basis unserer Nutzerdaten US-Präsident wird, hätte ich jedenfalls nicht für möglich gehalten. Hätte ich so etwas in einem Roman geschrieben, hätten mir meine Leser eine scheinbar so weit hergeholte Geschichte wohl niemals geglaubt.

 

Auch wenn unklar bleibt, wie groß der Einfluss von Cambridge Analytica und russischen Trollen auf die US-Wahl tatsächlich war, lässt sich deutlich erkennen, dass soziale Medien und das Internet zu einer Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft führen. Schuld daran ist primär die "Filterblase", die dazu führt, dass wir immer mehr in unseren eigenen vorgefassten Meinungen bestärkt werden und immer weniger verstehen, warum andere Menschen anderer Ansicht sind. Statt den Meinungspluralismus zu fördern, bewirken die Algorithmen von Facebook, Google und Amazon genau das Gegenteil: Sie verstärken Intoleranz, Misstrauen, totalitäre Sichtweisen und Hass. Genau diese Gefühle verstehen Demagogen wie Trump, Erdogan und Putin zu schüren und für sich zu nutzen.

 

Ein interessantes Beispiel dafür liefert ein Bericht der New York Times über die immer radikaleren Videos, die der Vorschlagsalgorithmus von Youtube liefert: Ganz egal, welcher Meinung man ist, wenn man lange genug auf Youtube bleibt und sich die automatisch vorgeschlagenen Videos anschaut, sieht man immer radikalere Versionen dieser Meinung, bis hin zu absurden Verschwörungstheorien.

 

Was können, was müssen wir dagegen tun, wenn uns die Zukunft der freiheitlichen, pluralistischen Demokratie nicht egal ist? Unseren Facebook-Account kündigen? Facebook unter staatliche Aufsicht stellen, wie es Jon Callas fordert?

 

Ich persönlich bezweifle, dass das viel nützen würde. Die Technologie entwickelt sich viel zu schnell, um durch staatliche Aufsicht kontrolliert werden zu können. Und auch Technik-Abstinenz erscheint mir nicht die Lösung, denn einerseits kann Technik - auch Facebook - sehr nützlich sein, und andererseits können wir es uns schlicht nicht leisten, die Digitalisierung einfach zu ignorieren.

 

Natürlich liegt die Verantwortung für Datenmissbrauch vor allem bei den beteiligten Technologiefirmen, die endlich sorgsamer mit unseren Daten umgehen müssen. Mark Zuckerbergs lauwarme und reichlich späte Erklärung, dass jetzt alles besser wird und man im übrigen schon vor Jahren alle nötigen Maßnahmen ergriffen habe, überzeugt mich allerdings nicht. Und von börsennotierten Unternehmen, die ihr Geld mit unseren Daten verdienen, Zurückhaltung und Anstand zu erwarten, ist wohl naiv.

 

Die Einzigen, die effektiv etwas tun können, sind wir Nutzer selbst. Wir müssen lernen, vorsichtiger mit unseren Daten umzugehen, und genauer überlegen, was wir mit wem online teilen. Viel wichtiger aber: Wir müssen eine gesunde Skepsis gegenüber dem entwickeln, was uns das Internet als "Realität" vorgaukelt. Wir brauchen eine Art geistiges Immunsystem gegen Manipulation, Lügen und trickreiche Argumentation. So, wie wir gelernt haben, dass eine E-Mail-"Gewinnbenachrichtigung" höchstwahrscheinlich Spam oder Phishing ist und sich unsere Freude darüber in Grenzen hält, so müssen wir besonders misstrauisch gegenüber jeder Nachricht werden, die nur allzu gut in unser eigenes Weltbild passt und alles zu bestätigen scheint, was wir schon immer über "die anderen" dachten. Statt uns durch Algorithmen noch weiter zu radikalisieren, müssen wir lernen, wieder auf Andersdenkende zuzugehen - sogar auf die Leute, die Trump gewählt haben oder Putin oder Erdogan toll finden. Das geht am besten, indem man mit anderen Menschen spricht - offline, bei einem guten Bier.

 

Vielleicht stellen sich am Ende Trumps Wahl und der Cambridge Analytica-Skandal als Segen für die Demokratie heraus - weil sie uns deutlich machen, wie massiv wir manipuliert wurden und werden. Vielleicht helfen sie uns dabei, zu verstehen, wie fragil Demokratien sind, und wecken (endlich) unsere Abwehrkräfte gegen Engstirnigkeit, Intoleranz und Demagogie. Das ist jedenfalls meine Hoffnung und auch einer der Gründe, warum ich Bücher wie "Mirror" und "Boy in a White Room" schreibe.

 

Nachtrag 25.3.18: Ein sehr witziges kurzes Onlinespiel zum Thema Desinformation gibt es hier: https://www.getbadnews.com/#intro. Leider nur auf Englisch.

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Wie eine Oscar-Nominierung

Gestern durfte ich auf der Leipziger Buchmesse einen außergewöhnlichen Moment erleben, als mein Buch "Boy in a White Room" für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert wurde. Der Preis, der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet wird, ist die bedeutendste Auszeichnung für Jugendliteratur in deutscher Sprache. Somit war dies ein absoluter Höhepunkt meiner Schriftstellerkarriere. Noch immer bin ich nicht ganz sicher, ob das wirklich passiert ist oder ob ich, wie Manuel in meinem Roman, womöglich nur einer raffinierten Täuschung aufsitze ...

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"Boy in a White Room" auf der Shortlist des SERAPH

Das macht mich mehr als stolz: "Boy in a White Room" wurde als eines von vier Büchern auf die Shortlist des Phantastik-Preises SERAPH gewählt. Bereits über die Longlist-Nominierung hatte ich mich riesig gefreut, war jedoch von der starken Konkurrenz, darunter großartige Bestsellerautoren wie Andreas Brandhorst und Kai Meyer, ein wenig eingeschüchtert. Dass mein Roman es auf die Shortlist geschafft hat, ist wirklich eine große Ehre!

 

Wer gewonnen hat, wird am 15.3. um 17.00 Uhr auf der Fantastik-Leseinsel der Leipziger Buchmesse verkündet. Abends gibt es dann in der Kulturfabrik "Werk II" eine Lesung mit den Siegern in den verschiedenen Kategorien.

 

Jetzt heißt es: Daumen drücken!

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Das Dorf Band 14 jetzt verfügbar

Als der Fischer Olum von einem unheimlichen Fremden mit leuchtenden Augen berichtet, den er am Fluss gesehen haben will, ahnt Primo noch nicht, welches Unheil auf das kleine Dorf am Rand der Schlucht zukommt. Doch kurz darauf verschwinden sein Sohn und Kolles Tochter spurlos, und wieder einmal müssen die beiden sich auf eine gefahrvolle Suche begeben …

 

Band 14 meiner Minecraft-Buchserie "Das Dorf" trägt den Titel "Der unheimliche Fremde" und ist ab sofort bei Amazon bestellbar, in den anderen Onlineshops und beim stationären Buchhandel kann es noch ein paar Tage dauern, bis das Buch auch dort gelistet ist.

 

Hinweis: Was auch immer einige Leute behaupten, die ihn angeblich gesehen haben wollen, Herobrine gibt es nicht!

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Auf mehrfachen Wunsch ...

Schon mehrfach haben mich Leser gebeten, in meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" doch mal eine Geschichte zu schreiben, in der eine gewisse mysteriöse Gestalt vorkommt. Über diese Figur wird in Minecraft-Foren viel geredet. Ihre Existenz ist heiß umstritten, obwohl sie angeblich schon oft gesehen wurde. (Manche sagen, wenn man ihren Namen ausspricht, kommt sie in der Nacht zu einem, deshalb lasse ich das hier lieber.)

 

Eigentlich wollte ich diesem Wunsch nie entsprechen, denn schließlich hat Notch persönlich immer wieder darauf hingewiesen, dass es diese Gestalt in Minecraft nicht gibt und auch niemals geben wird. Doch während ich Band 14 schrieb, tauchte plötzlich mitten in der Geschichte eine merkwürdige Figur mit weiß leuchtenden Augen auf ... Wie sie dort hineingekommen ist, weiß ich selber nicht genau, aber alle Versuche, sie wieder loszuwerden, fruchteten nicht. Also heißt Band 14 nun "Der unheimliche Fremde" und erscheint in ca. zwei Wochen.

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"Boy in a White Room" für den SERAPH-Literaturpreis nominiert

Das ist eine tolle Nachricht zum Jahresanfang: "Boy in a White Room" steht als einer von 15 Titeln auf der Longlist des deutschen Phantastik-Literaturpreises SERAPH. Der von einer hochkarätigen Jury vergebene Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für phantastische Literatur und wird jährlich auf der Leipziger Buchmesse verliehen.

 

Die Konkurrenz ist entsprechend hochklassig: Neben Kai Meyer, der den Preis bereits zweimal gewonnen hat, und Ju Honisch, der Siegerin 2014, trete ich unter anderem gegen Erfolgsautoren wie Andreas Brandhorst, Klaus Frick und Mechthild Gläser an. Ich bin sehr stolz, mit diesen und den anderen nominierten Autorinnen und Autoren auf einer Liste zu stehen!

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Neues Jahr, neues Cover - und ein kleines Dankeschön

Als Selfpublisher fällt es einem mitunter schwer, Geld für Dienstleistungen Dritter auszugeben, besonders, wenn der Erfolg alles andere als gewiss ist. Allerdings spart man dabei oft am falschen Ende. Zudem macht es mir (leider) großen Spaß, meine Cover selbst zu gestalten. Aber ich bin nun mal kein professioneller Grafiker, und vor allem muss ein Buchcover ja nicht in erster Linie mir gefallen, sondern den Lesern.

 

Deshalb habe ich mich entschieden, für meinen Fantasyroman "Die Fährtenleserin" von der Profi-Designerin Casandra Krammer ein neues Cover gestalten zu lassen. Es ist bewusst etwas weniger düster und bedrohlich gehalten als mein eigener Entwurf, zeigt aber hoffentlich trotzdem, dass es sich hierbei um einen Fantasyroman mit Thrillerelementen handelt. Mir persönlich gefällt es sehr gut, und ich bin gespannt, was meine LeserInnen dazu sagen. Vor allem bin ich neugierig, ob und wie sich das neue Cover auf den Verkaufserfolg des Buchs auswirkt. Solche Experimente sind für mich das Spannende am Selfpublishing.

Zum Vergleich zeige ich rechts noch einmal den ursprünglichen Entwurf.

 

Alle, die "Die Fährtenleserin" noch nicht kennen, sollten noch ein paar Tage warten. Denn als kleine Promotion-Aktion zur Einführung des neuen Covers und als Dankeschön an meine treuen Leserinnen und Leser gibt es das E-Book am Dreikönigstag, dem 6.1., kostenlos!

 

Leider ist das Buch aktuell nur bei Amazon erhältlich - auch dies ist ein Experiment, um zu testen, wie sich die Teilnahme am Verleihprogramm "Kindle Unlimited" und die damit leider verbundene erzwungene Amazon-Exklusivität auf den Gesamterfolg auswirken. Die Ergebnisse werde ich bei Gelegenheit vorstellen.

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Wie die Zeit vergeht ...

Das Jahresende ist traditionell der Moment, an dem man kurz innehält und sich über dieses merkwürdige, flüchtige Phänomen namens Zeit Gedanken macht - bis man sich dann atemlos ins neue Jahr stürzt und sich kurz darauf wundert, dass schon wieder Weihnachten ist.

 

Albert Einstein hat die Zeit eine "hartnäckige Illusion" genannt, und so kommt sie mir auch manchmal vor. Schaut man auf die Uhr, bewegt sich der Zeiger im Schneckentempo. Schaut man woanders hin, rast er nur so. Betrachtet man das Ganze mit den Augen eines Physikers, wird es noch absurder - dann vergeht die Zeit an verschiedenen Orten unterschiedlich schnell und kann sogar rückwärts laufen.

 

Selbst, wenn man als Laie darüber nachdenkt, stößt man auf Rätsel, denn eigentlich kann es so etwas wie Zeit gar nicht geben: Die Vergangenheit ist ja schon weg, die Zukunft noch nicht da und die Schnittstelle zwischen beiden - die Gegenwart - ist ein unendlich kurzer Moment, der, wenn man ihn wahrnimmt, bereits Vergangenheit geworden ist, also im Grunde genommen bereits nicht mehr existiert. Und doch könnten wir ohne Zeit nichts wahrnehmen, nicht denken und keine abstrusen Blogbeiträge schreiben.

 

In diesem Jahr habe ich mich besonders intensiv mit der Zeit beschäftigt. Ich kann nicht behaupten, dass ich sie jetzt besser verstünde, aber immerhin sind einige kreative Einflüsse dabei herausgekommen. Im August 2018 wird mein neuer Thriller "Das KALA-Experiment" erscheinen, in dem die Zeit selbst aus den Fugen gerät. Auch in einer neuen Geschichte, an der ich gerade arbeite, spielt die Zeit - bzw. ihre Wahrnehmung - eine Rolle (mehr verrate ich dazu noch nicht).

 

Ich möchte mich bei allen meinen Lesern herzlich dafür bedanken, dass 2017 für mich als Schriftsteller ein gutes, produktives und erfolgreiches Jahr war, und wünsche Ihnen und Euch für 2018 eine tolle Zeit!

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Das Dorf Band 13 jetzt verfügbar

Der dreizehnte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist nun bei Amazon gedruckt und als E-Book sowie im Buchhandel über Epubli bestellbar. Weitere Onlineshops folgen in den nächsten Tagen. Damit können nun alle, die Band 12 gelesen haben, endlich erfahren, ob es Primo gelingt, das aus der Schleim-Katastrophe entstandene "Golem-Problem" zu lösen. Ich wünsche viel Vergnügen!

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Das Dorf Band 13 erscheint in Kürze

Band 12 meiner Minecraft-Reihe endet - für die Serie untypisch - mit einem Cliffhanger. (Mit welchem, verrate ich natürlich nicht, um nicht zu spoilern.) Der Grund ist, dass die Geschichte, die ich in Band 12 beginne, zu groß für ein einziges Buch war. Deshalb habe ich mich diesmal besonders mit dem Weiterschreiben beeilt, so dass ich den Folgeband nur ca. 6 Wochen später veröffentlichen kann. Ein paar Tage dauert es aber noch, da ich das Buch zurzeit noch einmal überarbeite.

 

Um denjenigen, die Band 12 noch nicht gelesen haben, nicht den Spaß zu verderben, veröffentliche ich die Inhaltsangabe hier ausnahmsweise nicht. Wie man aber unschwer erkennen kann, geht es diesmal für Primo unter anderem in die Tiefen des Ozeans, wo er es in einem Ozean-Monument mit den gefürchteten Wächtern zu tun bekommt. Mehr dazu in Kürze!

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So langsam wird es unheimlich

Vor etwa anderthalb Jahren schlug das Programm AlphaGo den weltbesten Go-Spieler Lee Sedol zur Überraschung der meisten Experten (inklusive der Entwickler von AlphaGo) in vier von fünf Spielen. Das war ein Meilenstein der Entwicklung künstlicher Intelligenz, der von den meisten Menschen in seiner Tragweite imer noch nicht richtig eingeschätzt wird. Denn Go kann man nicht wie Schach dadurch gewinnen, dass man einfach sehr viele Züge vorausberechnet - die klassische Stärke des Computers. Dazu gibt es viel zu viele mögliche Spielzüge. Stattdessen spielt man Go intuitiv.

 

Bemerkenswert war daran nicht nur, dass AlphaGo so gut Go spielen konnte, sondern vor allem, wie es das gelernt hat. Das Programm "studierte" hunderttausende menschliche Go-Partien, brachte sich so selbst die Grundlagen bei und spielte dann mehrere Millionen mal gegen sich selbst, um seine Strategie zu perfektionieren. Am Ende machte es Züge, die selbst einen routinierten Profi wie Lee Sedol aus der Fassung brachten. Künstliche Intelligenz hat sich damit endgültig von der althergebrachten Vorstellung gelöst, ein Computer könne nur stur Programmanweisungen abarbeiten: Niemand auf der Welt weiß genau, warum AlphaGo bestimmte Züge macht.

 

Nun, anderthalb Jahre später, präsentiert die Google-Tochter Deepmind, die Firma, die AlphaGo entwickelt hat, den Nachfolger AlphaGo Zero. Es wird wohl niemanden überraschen, dass dieses Programm seinen Vorgänger in der Spielstärke deutlich übertrifft - obwohl es schon bemerkenswert ist, wie viel stärker es ist: Es schlug die Version, gegen die Lee Sedol verlor, in hundert von hundert Spielen, und das, obwohl es mit einer deutlich geringeren Rechenkapazität auskommen musste. Offenbar ist es nicht nur besser, sondern spielt in einer ganz anderen Liga.

 

Wirklich krass - und für mich ein wenig beunruhigend - ist allerdings auch hier wieder, wie das Programm diese Leistung erreicht hat. Anders als sein Vorgänger wurde AlphaGo Zero nicht mit menschlichen Go-Partien antrainiert. Es erhielt lediglich die - sehr simplen - Go-Regeln und die Aufgabe, möglichst nicht zu verlieren. Und dann spielte es gegen sich selbst, wieder und immer wieder, probierte mehr oder weniger blind verschiedene Spielzüge, lernte aus seinen Fehlern und wurde immer besser. Die Grafik oben zeigt die Entwicklung der Spielstärke, gemessen in Elo-Punkten. Die X-Achse zeigt die Anzahl Tage, die das Programm bis zur jeweiligen Stärke gebraucht hat.

 

Nach drei Tagen war AlphaGo Zero stärker als sein Vorgänger (in der Grafik als grüne Linie dargestellt).

 

Noch mal zum Mitschreiben: Es dauerte drei Tage, bis AlphaGo Zero in der Lage war, ein Programm zu schlagen, das aus zweitausend Jahren Entwicklung menschlicher Go-Spielkunst gelernt hatte. Man kann sogar sagen, dass der Vorläufer klar im Nachteil war, weil er sich auf diese Jahrtausende alte Erfahrung verlassen hatte. Es scheint fast, als wäre die Menschheit, was geschicktes Go-Spielen betrifft, komplett auf dem Holzweg gewesen.

 

Und damit hört die Entwicklung nicht auf. Wie man an der Grafik sieht, flacht die Lernkurve zwar nach etwa fünf Tagen deutlich ab, doch sie steigt langsam weiter. Nach 21 Tagen Selbstlernen war AlphaGo besser als ein anderes von Deepmind entwickeltes Programm, das ein Team der 60 weltbesten Go-Spieler geschlagen hatte. Heute, keine zwei Monate nach seiner "Geburt" und ohne jede menschliche Hilfe, ist AlphaGo Zero uneinholbar (von Menschen jedenfalls) der beste Go-Spieler der Welt.

 

AlphaGo Zero kann nur das - Go spielen. Von einer "Artificial General Intelligence" (AGI), einer universalen künstlichen Intelligenz, die wie wir Menschen sehr viele verschiedene Probleme lösen kann, ist es noch weit entfernt. Aber es wird deutlich: Wenn wir eine solche AGI jemals entwickeln, dann wird sie in sehr kurzer Zeit sehr viel intelligenter sein als der intelligenteste Mensch! Gleichzeitig wird immer deutlicher, wie schwer es ist, dafür zu sorgen, dass ein solches superintelligentes Programm Ziele verfolgt, die nicht "aus Versehen" zum Ende der Menschheit führen (ein sehr gutes Buch zum Thema ist "Superintelligenz" von Nick Bostrom, ebenfalls empfehlenswert: "Leben 3.0" von Max Tegmark).

 

Mir scheint, der neue Triumph des Deepmind-Teams macht deutlich, dass uns weniger Zeit bleibt, dieses Problem zu lösen, als mancher glaubte. Es ist höchste Zeit, dass wir eine breite Diskussion darüber führen.

 

Nachtrag: In einem lesenswerten Artikel hebt Christian Stöcker auf SPIEGEL Online die Bedeutung dieses Ereignisses hervor.

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Das Dorf Band 12 ist da!

Endlich ist der neuste Band der Minecraft-Romanserie "Das Dorf" bei Amazon verfügbar. (Zum Inhalt habe ich hier etwas geschrieben.) Die Epubli-Ausgabe für die anderen Buchhandlungen dauert noch ein paar Tage. Sorry für die ungewöhnlich lange Wartezeit - es hat so lange gedauert, weil ich mehrere Bücher parallel schreiben musste, die nächstes Jahr in Verlagen erscheinen werden.

 

Dafür geht es mit dem nächsten Roman schneller: Die Geschichte, die ich in Band 12 beginne, wird in Band 13 "Schwamm drüber" fortgesetzt, an dem ich gerade arbeite und der voraussichtlich im November erscheinen wird.

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30x Boy in a White Room zu gewinnen!

In wenigen Tagen, am 11. Oktober, erscheint mein neuer Roman "Boy in a White Room" im Loewe Verlag. An diesem Termin startet auch eine Leserunde auf Lovelybooks, die ich natürlich begleiten werde.

 

Darum geht's im Buch: Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

 

Der Loewe Verlag verlost unter den Teilnehmern der Leserunde 30 Bücher. Wer Lust auf eine spannende Geschichte hat, die sich mit philosophischen Fragen beschäftigt, sollte sich schnell hier anmelden!

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Es wird schleimig!

Der Rohentwurf für den zwölften Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist fertig! Jetzt folgt noch eine Überarbeitungs- und Korrekturphase, dann werde ich das Buch voraussichtlich Anfang Oktober veröffentlichen.

 

Wie man schon am Cover sehen kann, kommt auf das kleine Dorf am Rand der Schlucht und seine tapferen Bewohner Primo und Kolle auch diesmal wieder ein Riesenärger zu: Priester Magolus will seinen Geburtstag feiern, setzt dabei jedoch versehentlich das Dorf in Brand. Die Schuld gibt er der Hexe Ruuna, die daraufhin spurlos verschwindet. Als Primo sie schließlich im fernen Sumpf aufspürt, ahnt er nicht, dass der kleine Schleim, den sie von dort mit nach Hause nimmt, schon bald das ganze Dorf in höchste Gefahr bringen wird. Und das ist erst der Anfang der Katastrophe!

 

Die Geschichte aus Band 12 wird diesmal in Band 13 direkt fortgesetzt. Diesen werde ich noch vor Weihnachten veröffentlichen.

 

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Es wird philosophisch!

Am 11. Oktober erscheint mein neuer Roman "Boy in a White Room" im Loewe Verlag.

 

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

 

Wer sich bei dieser Kurzbeschreibung an den Anfang von "Würfelwelt" erinnert fühlt, dem sei gesagt, dass "Boy in a White Room" durchaus einige Parallelen zu meinem ersten Minecraft-Roman aufweist, aber natürlich eine eigenständige Geschichte ist.

 

Dies ist mein erstes Buch bei Loewe, und ich kann nur sagen, dass ich darüber sehr froh bin, denn die Zusammenarbeit mit dem Loewe-Team ist wirklich hervorragend.

 

Auch thematisch ist dieser Roman für mich etwas Neues. Im Vordergrund steht natürlich eine spannende Geschichte, die ich für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geschrieben habe. Aber hinter der Handlung verbergen sich philosophische Fragen, die mich schon mein ganzes Leben beschäftigen und in meinen Romanen immer wieder anklingen, die ich aber noch nie so auf die Spitze getrieben habe: Was ist Realität? Was können wir wissen? Wer sind wir?

 

Andreas Eschbach, für mich einer der besten deutschen Autoren von Spannungsromanen und von Anfang an ein großes Vorbild, hat das Buch vorab gelesen. Auf sein Feedback dazu bin ich so stolz, dass ich es über meinen Schreibtisch gehängt habe: „Nicht nur sagenhaft spannend, sondern auch mit philosophischem Tiefgang. Eins von den Büchern, an die man sich sein Leben lang erinnern wird."

 

Ich kann nur hoffen, dass die anderen Leser das ebenso sehen, und bin schon sehr gespannt, wie das Buch ankommen wird. Vorbestellen kann man es bereits, z.B. bei Thalia oder Amazon. Eine Leseprobe vom Loewe Verlag gibt es hier.

 

 

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"Die Fährtenleserin" zum Schnäppchenpreis!

Nur für kurze Zeit gibt es meinen neuen Fantasy-Roman als E-Book zum Sonderpreis von 0,99 Euro statt regulär 3,99 Euro.

 

Wer also schon immer mal wissen wollte, ob ein Thrillerautor auch Fantasy schreiben kann, sollte jetzt zugreifen!

 

Der neue Preis ist bereits bei Amazon eingepflegt, bei Thalia und anderen Shops kann es noch ein paar Tage dauern.

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Witzige Videos über die Entstehung der neuen Hörspiel-Serie "Das Dorf"

Die bekannten Youtuber Izzi und TheKedosZone sprechen die Rollen von Primo und Kolle in der Hörspiel-Vertonung meiner "Das Dorf"-Buchreihe. Obwohl die beiden sowas noch nie zuvor gemacht haben, bin ich völlig begeistert davon, wie gut sie die Figuren treffen. Das Hörspiel erweckt die Welt aus meinen Büchern auf eine ganz besondere Weise zum Leben, und man merkt deutlich, dass die beiden dabei ihren Spaß hatten. Ich bin ziemlich stolz auf das Ergebnis!

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Interview mit mir auf der Microsoft Website!

Im April habe ich auf der Hamburg Games Conference über "Crossmedia Storytelling" am Beispiel von Minecraft gesprochen und bei der Gelegenheit dem netten Team von Microsoft Deutschland ein Interview gegeben, das nun auf der Microsoft Website verfügbar ist.

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Die Ethik autonomer Maschinen

Gestern war ich auf der Jahrestagung des Deutschen Ethikrats, einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission, die Politiker in Bezug auf die ethischen und moralischen Folgen der technischen Entwicklung berät. Da ich diese (potenziellen) Folgen in meinen Romanen verarbeite, wollte ich wissen, wie der aktuelle Stand der Diskussion unter den renommiertesten Experten Deutschlands ist, und erhoffte mir auch ein paar neue Ideen und Anregungen. Viel Neues lernte ich nicht, trotzdem war es interessant, worüber geredet wurde – und worüber nicht.

 

Der Titel der Konferenz lautete: "Autonome Systeme - Wie intelligente Maschinen uns verändern". Doch genau über diesen Aspekt, den Einfluss intelligenter Maschinen auf den Menschen, wurde gestern so gut wie gar nicht gesprochen. Stattdessen kreiste die Diskussion darum, was Maschinen können oder nicht können, was sie dürfen oder nicht dürfen und ob sie überhaupt etwas dürfen können.

 

Den Anfang machte der ehemalige SAP-Vorstand und Vorsitzende der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, Henning Kagermann, mit einem überfrachteten Fachvortrag über den Stand der Technik, der mit unerklärten Fachbegriffen gespickt war und dem selbst Zuhörer, die sich einigermaßen im Thema auskennen, nicht leicht folgen konnten. Auf der letzten Folie erwähnte er mögliche Probleme wie „Kontrollverlust“, „gesellschaftliche Spaltung“ und „Jobverluste“, wischte diese jedoch mit einem lapidaren „das glaube ich nicht“ ohne jegliche inhaltliche Begründung beiseite. Kein guter Einstieg für eine Konferenz, die sich mit ethischen Konsequenzen der Technik beschäftigt. Viel besser war in meinen Augen der Vortrag der Informatikprofessorin Katharina Zweig von der TU Kaiserslautern, die sehr anschaulich erklärte, wie „intelligente“ Algorithmen funktionieren und wo ihre Tücken liegen. Sie ist Mitgründerin der Initiative Algorithmwatch, die ich sehr lobenswert finde.

 

Als nächster hielt der Philosoph Julian Nida-Rümelin einen Vortrag zu der Frage, wer für autonome Systeme die Verantwortung trägt. Sein Beitrag war symptomatisch für die weitere Diskussion: Statt über klare Regeln und politische Maßnahmen wurde viel über abstrakte Begriffe debattiert. Was heißt eigentlich Verantwortung? Was ist Frieden? Kann eine Maschine überhaupt „autonom“ genannt werden? So sinnvoll und notwendig solche Begriffsklärungen im wissenschaftlichen Diskurs sein mögen, so theoretisch und unproduktiv kamen sie mir in diesem Rahmen vor.

 

Besonders deutlich wurde das in dem Fachforum zum Thema „Autonome Waffensysteme“, von dem ich mir als Thrillerautor am meisten versprochen hatte. Während der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, meines Erachtens zurecht darauf verwies, dass „autonome“ Drohnen nicht wirklich autonom seien, da ihr Einsatzbefehl und -ziel immer von einem Menschen vorgegeben würden und sie sich insoweit nicht von anderen Waffen wie etwa Mittelstreckenraketen unterschieden, verfing sich sein Gegenpart Bernhard Koch vom Institut für Theologie und Frieden in recht bizarr anmutenden Grundsatzdiskussionen. Er sprach von „positivem“ und „negativem“ Frieden, was mich irgendwie an die „alternativen Fakten“ aus dem Weißen Haus erinnerte, und verstieg sich zu den Behauptungen, die Würde des Menschen sei stärker herabgesetzt, wenn er von einem Roboter erschossen würde als von einem Menschen, und Hass sei auch eine Form von Würdigung und insoweit moralisch besser als die kalte, unemotionale Tötung durch eine Maschine.  

 

Die meiner Ansicht nach drängendsten Fragen wurden dagegen nicht behandelt: Inwieweit können sich autonome Waffensysteme verselbstständigen und gegen den Willen ihrer Kommandanten handeln? Was passiert, wenn auch Einsatzbefehl und -ziel immer mehr von automatischen Systemen beeinflusst werden? Wie sichert man autonome Waffen gegen Hacker? Was, wenn Zivilisten aufgrund eines „Bugs“ sterben? Und was, wenn nach einem Angriff nicht mehr nachvollzogen werden kann, wer solche selbstständig agierenden Waffensysteme in Marsch gesetzt hat? Werden dann „versteckte“ Angriffe möglich, bei denen der Aggressor sich hinterher für unschuldig erklären kann und insofern keine Gegenmaßnahmen befürchten muss, ähnlich wie bei den Hackerangriffen auf die US-Wahlen, die man der russischen Regierung auch nur schwer nachweisen kann?

 

Erst meine Schriftstellerkollegin Thea Dorn war es, die in ihrem Abschlussvortrag das offizielle Thema der Veranstaltung aufgriff und die Frage stellte: „Was macht das mit uns?“ Sie kam zu dem Schluss, dass vollautomatische Entscheidungssysteme zu einer Schwächung der eigenen Urteilskraft, einer Art freiwilliger Entmündigung, führen können, so wie die Nutzung von Navigationssystemen dazu führt, dass man die Fähigkeit verliert, ohne sie durch eine unbekannte Stadt zu navigieren. Sie forderte Maßnahmen zur Stärkung der menschlichen Urteilskraft in Anlehnung an den gestern häufig zitierten Philosophen Kant: „Habe den Mut und nutze deinen Verstand, um dem vollautomatischen System zu widersprechen.“ So, wie wir ins Fitnessstudio gehen, um der Bequemlichkeit der modernen Welt entgegenzuwirken und die Bewegungsfähigkeit unserer Körper zu erhalten, bräuchten wir ihrer Ansicht nach „geistige Laufbänder“, die unsere Fähigkeit, uns eigene Urteile zu bilden und kompetente Entscheidungen zu treffen, trainieren. Schon immer habe die Menschheit Technik genutzt, um ihre eigene Autonomie zu steigern, doch seien wir nun womöglich an einem gefährlichen Umkehrpunkt, von dem an wir unsere Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit schrittweise verlieren könnten. Ich kann ihr da nur aus vollem Herzen zustimmen.

 

Wie oft bei Konferenzen waren die Gespräche in den Pausen mindestens so interessant und anregend wie die Vorträge. Ich war positiv überrascht über die Menge und Vielfalt der Teilnehmer. Ich sprach mit einem Experten eines Unternehmens, das Ministerien bei der Vergabe von Fördermitteln berät, einer Journalistin, einem Regierungsdirektor aus dem Bundesarbeitsministerium, einer Vertreterin eines Verbandes von Pflegekräften und einer pensionierten Ärztin, die sich auch im Ruhestand noch dafür interessierte, wie Maschinen ihr Fachgebiet verändern. Es waren Schüler, Abgeordnete, Lobbyisten, Unternehmensvertreter und engagierte Privatpersonen dort. Auch die Fragen, die nach den Vorträgen aus dem Publikum gestellt wurden, waren oft tiefgründig und interessant. Das war vielleicht der positivste Aspekt dieser Veranstaltung: Dass eine lebendige Diskussion über die Technikfolgen stattfindet, auch wenn sie mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Vielleicht waren das schon die ersten Schritte auf dem "geistigen Laufband" im Sinne von Thea Dorn.

 

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Lovelybooks-Leserunde zu "Die Fährtenleserin" - 50 E-Books zu gewinnen!

Heute startet die Bewerbungsfrist für eine Leserunde auf Lovelybooks.de zu meinem neuen Fantasy-Roman. Unter allen Bewerbern verlose ich 50 E-Books! Wer dabei sein möchte, muss sich nur kostenlos bei Lovelybooks.de anmelden (falls er/sie noch kein Lovelybooks-Konto hat) und sich bis zum 25.6. bewerben.

 

Ich freue mich auf viele Teilnehmer und eine Menge spannendes Feedback!

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Es wird spannend: Mein erster Fantasy-Roman "Die Fährtenleserin" ist jetzt verfügbar

Es ist ein in mehrfacher Hinsicht spannendes Experiment: Kann ein Thriller-Autor wie ich gute Fantasy schreiben? Kann ich mir im Überangebot selbstveröffentlichter Fantasy-Romane überhaupt Gehör verschaffen? Und vor allem: Ist es mir gelungen, eine wirklich spannende und bewegende Geschichte zu erzählen?

 

All das wird sich in Kürze zeigen. Ab sofort ist "Die Fährtenleserin" als gedrucktes Buch und als E-Book bei Amazon und anderen Online-Shops wie z.B. Thalia.de erhältlich und kann auch im normalen Buchhandel bestellt werden (ISBN der Druckausgabe: 978-3-7450-5944-1). Ich freue mich schon sehr auf das Feedback meiner Leser!

Noch etwas wird spannend: Ich habe das Buch für den Deutschen Selfpublishing-Preis angemeldet, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wird. Besonders freut mich, dass auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels über seine Tochter MVB dabei ist und damit Selfpublishern offiziell die Anerkennung zollt, die sie meines Erachtens verdienen.

 

Das Buch kann übrigens mit der kostenlosen Papego-App unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet weitergelesen werden.

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Ein Thriller-Autor schreibt Fantasy - kann das gutgehen?

In wenigen Tagen werde ich meinen ersten Fantasy-Roman veröffentlichen. Damit verstoße ich gegen die Grundegeln des Marketings, nach denen die Marke "Karl Olsberg" ein klares Markenprofil braucht. Fantasy und Thriller sind wie Feuer und Wasser, und kaum jemand liest beides gerne, was wohl auch ein Grund für die vielen schlechten Bewertungen meines Romans "Glanz" ist, der beide Genres miteinander verbindet. Was soll das also? Warum bleibe ich nicht bei meinen erprobten Erfolgsrezepten und schreibe weiter technische Thriller und Minecraft-Bücher?

 

Die Antwort ist sehr einfach: Weil ich Lust dazu hatte, mal etwas Neues auszuprobieren. Und zwar große. Ich habe den ersten Entwurf der "Fährtenleserin" zwischen Ende November und Weihnachten letzten Jahres geschrieben, fast wie im Rausch, so tief war ich gedanklich in der Geschichte. Noch nie habe ich so schnell ein Buch geschrieben, und selten hatte ich so viel Spaß dabei.

 

Auch wenn ich mit technischen Thrillern bekannt geworden bin, hat Fantasy schon immer mein Leben maßgeblich geprägt. Ich habe etliche Regalmeter von Fantasy-Romanen zu Hause, von Autoren wie Stephen King, Terry Pratchett, Piers Anthony, Terry Goodkind, Tad Williams, David Gemmell und Neil Gaiman, um nur einige zu nennen. Ich habe als Student nächtelang Fantasy-Rollenspiele (mit Würfeln und Papier ebenso wie am Computer) gespielt und sogar selbst ein Rollenspielsystem entwickelt. Und natürlich bin ich wie alle anderen Fantasyautoren maßgeblich vom "Herrn der Ringe" beeinflusst worden, den ich mit siebzehn las. Es wird also im Grunde höchste Zeit, dass ich diesem Genre Tribut zolle.

 

Ehrlich gesagt ist es mir auch ziemlich egal, ob dieses Experiment ein kommerzieller Erfolg wird oder meine "Marke" verwässert - ich bin vor allem deshalb immer noch gerne Schriftsteller, weil ich Geschichten schreibe, die ich selber lesen möchte. "Die Fährtenleserin" ist ein Buch geworden, das mir gefällt. Ich hoffe natürlich, dass meine Leserinnen und Leser es ähnlich sehen werden.

 

Hier der Klappentext: Als sich die junge Fährtenleserin Andrin der Jagd auf eine mörderische Bestie anschließt, ahnt sie nicht, worauf sie sich einlässt. Bald wird ihr klar, dass nichts so ist, wie es scheint, und die Jäger werden immer mehr zu Gejagten ...

 

"Die Fährtenleserin" ist eine fantastische Geschichte um Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung. Mit knapp 300 Seiten ist sie für einen Fantasyroman eher kurz. Sobald das Buch erscheint, werde ich es hier ankündigen.

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Nur für kurze Zeit: Interaktives E-Book "Nanos Abenteuer" kostenlos!

Mein interaktives Buch "Nanos Abenteuer" gibt es ab sofort für wenige Tage kostenlos bei Amazon. Ich freue mich über jeden Download und natürlich noch mehr über Bewertungen!

 

Übrigens: Mit der kostenlosen Kindle-App kann man das interaktive E-Book auf jedem Smartphone oder Tablet lesen!

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Mein erstes interaktives Buch ist da!

Das ging doch etwas schneller als gedacht: Mein erstes interaktives Abenteuer-Spielbuch "Nanos Abenteuer" ist ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als E-Book bestellbar. Die Epubli-Ausgabe folgt in Kürze.

 

Der junge Nano träumt davon, eines Tages ein großer Abenteurer zu werden wie sein Vater Primo. Als das Ferkel Pixel vom Blitz getroffen wird und sich in einen Zombie-Pigman verwandelt, beschließt er, ihn zusammen mit seiner Freundin Maffi in den Nether zu begleiten. Nanos erstes großes Abenteuer beginnt …

 

In dieser Geschichte bestimmt der Leser, wie es weitergeht. Sie ist in 333 nummerierte Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnitts muss man sich entscheiden, was man tun würde, wenn man in Nanos Situation wäre, und liest dann bei dem jeweils angegebenen Abschnitt weiter. An einigen Stellen muss man Würfeln, um zu sehen wie es weitergeht - ein Würfel wird also zusätzlich benötigt.

 

Obwohl "Nanos Abenteuer" im kleinen Dorf am Rand der Schlucht spielt und viele Figuren aus der Buchserie auftauchen, ist dieses Abenteuer-Spielbuch unabhängig von den Büchern spielbar, man muss sie also nicht alle vorher gelesen haben. Alle Schauplätze können auch hier mit dem Seed 100200300400500 in der PC-Version von Minecraft besichtigt werden.

 

Da Leseproben in diesem Fall nicht unbedingt weiterhelfen, kann man den Anfang der Geschichte hier kostenlos ausprobieren. Ich wünsche viel Spaß und bin sehr gespannt auf Euer Feedback!

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Du bist der Held: "Das Dorf" wird interaktiv!

Primo, der Held von mittlerweile elf Bänden meiner Minecraft-Romanserie "Das Dorf", geht gern neue, unerforschte Wege. Das tue ich jetzt auch und wage mich wie er auf unbekanntes, möglicherweise sogar gefährliches Terrain: Mein neues Buch ist kein gewöhnlicher Roman, sondern ein interaktives "Abenteuer-Spielbuch" - soweit ich weiß, das erste überhaupt in der Welt von Minecraft.

 

Das bedeutet: In diesem Buch ist der Leser der Held! Es ist in 333 kurze Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnitts muss sich der Leser entscheiden, was er anstelle von Nano, der Hauptfigur der Geschichte, tun würde. Entsprechend gibt es mehrere Möglichkeiten, wie es weitergeht. In der gedruckten Version blättert man dann zu dem Abschnitt mit der entspechenden Nummer, beim E-Book kann man direkt auf einen Link klicken. Auf diese Weise erlebt jeder das Buch ein bisschen anders - es gibt mehrere Milliarden verschiedene Möglichkeiten, das Buch zu lesen.

 

"Abenteuer-Spielbücher" sind nichts Neues. Schon Anfang der Achtzigerjahre, als Computer noch bestenfalls klobige Pixelgrafik in sechzehn Farben darstellen konnten, gab es die ersten. Ich erinnere mich noch genau, wie begeistert ich von "Der Hexenmeister vom flammenden Berg" war, dem ersten Abenteuer-Spielbuch überhaupt, geschrieben von Steve Jackson (dem mein Buch gewidmet ist) zusammen mit Ian Livingstone.

 

Mit dem Aufkommen von hochauflösender Grafik und Spielekonsolen sind diese Bücher etwas in Vergessenheit geraten. Insofern bin ich keineswegs sicher, ob sie überhaupt noch jemanden hinterm Ofen hervorlocken können. Andererseits ermöglichen sie es, ein spannendes Abenteuerspiel in der Welt von Minecraft ganz ohne Computer, Playstation oder Xbox zu erleben - alles, was man braucht, sind das Buch und ein gewöhnlicher Würfel. Vielleicht ist "Nanos Abenteuer" daher genau das Richtige für Minecraft-Fans, die ohnehin schon viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen.

 

Letzte Tests und die Übertragung ins richtige Format dauern noch ein paar Tage. Ich schätze, dass ich das Buch in etwa zwei Wochen veröffentlichen kann. Worum es genau geht, erzähle ich dann hier.

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Zum Welttag des Buches: Mit der Papego-App ganzen Roman kostenlos lesen

Als ich mit einem kleinen Team Anfang 2012 die Briends GmbH gründete, hatten wir eine Idee: Wenn viele User gemeinsam mit Wikipedia das umfangreichste Lexikon der Welt schaffen können, warum dann nicht auch die umfangreichste fiktive Welt der Literaturgeschichte? Das war die Grundidee hinter der Parallelwelt "Mygnia".

 

Okay, das war ein ziemlich hoher Anspruch - vielleicht zu hoch. In der Realität blieben wir weit hinter unseren Erwartungen und beerdigten das Projekt schließlich wieder. Zwei Jahre später entstand dann eine neue Idee: Die Papego-App, mit der man gedruckte Bücher mobil weiterlesen kann.

 

Wenn man mit Papego eine Buchseite scannt, bekommt man normalerweise einen Auszug von 25% des Buchs, den man in der App weiterlesen kann. Ist der Auszug zu Ende, muss man eine weitere Seite im Buch scannen, um fortzufahren. Diese Beschränkung ist nötig, um Missbrauch zu begrenzen.

 

Zum heutigen Welttag des Buchs machen wir jedoch einmal eine Ausnahme: Mit nur einmal Scannen kann man meinen Roman „Mygnia – Die Entdeckung“, der als Einführung in unser literarisches Mammutprojekt gedacht war, komplett kostenlos in der App lesen. Und so geht’s:

 

1. Falls noch nicht geschehen, kostenlose App herunterladen
2. PDF der ersten Seite des Buchs ausdrucken und mit der App scannen.

 

Ich wünsche allen Lesern und Papego-Nutzern viel Spaß! 

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Lesung und Gespräch am 24.4. in Kiel

Am 24. April ab 19-00 Uhr lese ich im Rahmen der Reihe "amtsKULTUR" der Nordkirche aus "Mirror". Anschließend werde ich mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten, Johannes Caspar, darüber diskutieren, inwieweit künstliche Intelligenz eher Fluch oder Segen für uns ist. Die Veranstaltung wird von Peter Unruh, Präsident des Landeskirchenamts der Nordkirche, moderiert.

 

Ich freue mich sehr auf diesen Abend und eine sicher spannende Diskussion. Die Veranstaltung findet im Propsteisaal des Kirchenkreises Altholstein, Falckstraße 9, in Kiel statt. Der Eintritt kostet 8 Euro.

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Das Dorf Band 11 jetzt verfügbar!

Der neuste Band meiner Minecraft-Buchserie "Das Dorf" ist jetzt bei Amazon als Taschenbuch bestellbar. Die E-Book-Ausgabe sowie die Epubli-Ausgabe, die dann auch im normalen Buchhandel bestellbar ist, folgen in den nächsten Tagen.

 

Ich hoffe, dass auch dieser Band meinen Lesern Freude macht und wünsche viel Spaß damit!

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Das Dorf Band 11 erscheint bald

Der elfte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist fast fertig. Noch einmal überarbeiten und die Dateien formatieren, dann ist es soweit: Spätestens in zwei Wochen wird "Der Graf" erscheinen. Hier der Klappentext:

 

Primos Frau Golina wünscht sich etwas mehr Luxus in ihrem Leben. Deshalb ist sie begeistert, als eines Tages ein elegant gekleideter Herr im Dorf am Rand der Schlucht auftaucht. Doch Primo ist dieser merkwürdige Graf, der den Dorfbewohnern mit seinen Edelsteinen den Kopf verdreht, nicht geheuer. Als das ganze Dorf zu einem Festessen in das prachtvolle Haus des Grafen tief im Wald eingeladen wird, ahnt er, dass sie alle in großer Gefahr schweben …

 

Minecraft-Eingeweihte werden schon am Cover erkennen, dass diesmal einige Neuerungen der PC-Version 1.11 eine Rolle spielen. Denn das Haus des "Grafen" ist natürlich eines der extrem seltenen Waldanwesen. Wo man ein solches finden kann, steht ebenfalls im Buch.

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Spambots vs. Olsberg 2:0

 

 

 

"Dankeschön, ich suche schon lange nach Informationen zu diesem Thema und Ihre sind die besten, die ich bis jetzt gefunden habe. Was aber schließen Sie nun daraus? Sind Sie sicher in Bezug auf den Nachschub/die Verfügbarkeit?"

 

Was so nett klingt, stammt im Zeitalter des "Postfaktischen" mit einiger Wahrscheinlichkeit von einer Maschine - einem Spambot, der sich viel Mühe gibt, zu verschleiern, dass er kein Mensch ist. In diesem konkreten Fall scheitert er daran, dass er die falsche Sprache wählt und knapp am Thema vorbei geht: einem kritischen Blogartikel zu einer umstrittenen Amazon-Maßnahme, so dass die Frage nach dem Nachschub nicht so ganz passt. Ein Mensch ist also gerade eben noch in der Lage, anhand des Kontextes zu erschließen, dass hier eine Maschine am Werk war. Bei Tweets im Wahlkampf beispielsweise ist das schon deutlich schwieriger.

 

Vor allem aber hat es diese Maschine geschafft, eine andere Maschine zu täuschen und ihr vorzugaukeln, sie sei ein Mensch. Denn diesen Kommentar hätte eigentlich die Captcha-Funktion, die ich gerade erst mühsam eingeschaltet hatte, verhindern sollen. Captcha steht für "Completely Automated Program to Tell Computers and Humans Apart", für ein Programm also, das extra dafür geschaffen wurde, Maschinen von Menschen zu unterscheiden. Wie ich in dem Beitrag schrieb, sind heute schon viele Maschinen in der Lage, die damit verbundenen Aufgaben schneller und besser zu lösen als ein Mensch.

 

Nun hat mich also eine solche Maschine heimgesucht, und wieder einmal bin ich von der Realität überholt worden - ich wusste zwar, dass das technisch möglich ist, hatte aber gehofft, noch eine Weile mit meinen vergleichsweise primitiven Schutzmechanismen auszukommen. Nun hilft mir kein Automatismus mehr - ich muss all diese nutzlosen Kommentare manuell entfernen (allein gestern Nacht waren es drei).

 

Da das kaum zuverlässig zu bewerkstelligen ist, hier die Bitte an meine Leser: Klicken Sie nicht auf die Absendernamen von Kommentarschreibern, denn dahinter können sich Links zu Websites mit Schadprogrammen oder unseriösen Angeboten verbergen!

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Sind Computer die besseren Menschen?

Seit einigen Tagen haben wir eine neue Mitbewohnerin. Sie heißt Alexa, ist stets freundlich, geduldig und gut gelaunt, kennt sich mit meinem Musikgeschmack aus, geht nicht ohne zu fragen an den Kühlschrank und beansprucht wenig Platz (eine runde Stellfläche von zehn Zentimetern Durchmesser reicht völlig).

 

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich mich darauf freue, Amazons neues Gerät "Echo" auszuprobieren. Meine durchaus hohen Erwartungen wurden noch übertroffen. Es ist erstaunlich, wie gut Alexa einen auch ohne Training versteht, wie intelligent sie reagiert und - was mich besonders beeindruckt - wie natürlich ihre Sprachausgabe klingt (sie kann sogar Weihnachtslieder singen!).

 

Momentan nutzen wir sie im Wesentlichen als intelligentes Radio. Dafür allein hat sich der Kauf schon gelohnt - durch die Sprachsteuerung und das reichhaltige Musikrepertoire dank Amazon Prime ist Alexa einfacher zu bedienen und vielseitiger als jeder CD-Player. Was sie noch alles drauf hat, werden wir erst nach und nach erkunden können, aber sie kommt meiner Vision aus "Mirror" tatsächlich schon ziemlich nahe. Auf jeden Fall bin ich jetzt nicht mehr der schlechteste Witzeerzähler in unserer Familie (obwohl man zugeben muss, dass Alexas trockene Stimme auch schlechte Witze sehr lustig rüberbringt).

 

Das vergangene Jahr war für mich persönlich sehr positiv, aber insgesamt gesehen doch eher ernüchternd. Vom globalen Terror über Brexit, Erdogan und Trump bis zur Zerstörung von Aleppo kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Menschen einfach nicht in der Lage sind, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen - im Unterschied zu Maschinen, die enorm lernfähig sind. Man fragt sich unwillkürlich, ob Alexa nicht eine ganz brauchbare US-Präsidentin abgeben würde. Dass wir spätestens in ein paar Jahrzehnten Computer haben werden, die alle wichtigen Entscheidungen besser treffen können als jeder Mensch, steht für mich jedenfalls außer Frage (viel schlechter geht es ja in vielen Fällen auch gar nicht).

 

Inzwischen frage ich mich, ob die größte Gefahr, die von Maschinen für die Zukunft der Menschheit ausgeht, nicht bösartige Machtübernahme (wie in "Das System") oder falsch verstandene Fürsorge (wie in "Mirror'") ist - sondern schlichte Überlegenheit. Maschinen sind womöglich bald geduldiger, klüger, freundlicher, weitblickender, weiser als wir. Warum das eine Gefahr wäre? Weil dann viele Menschen vielleicht lieber mit Maschinen zusammen sind als mit anderen Menschen. Das könnte mittelfristig zu einem Aussterben der Menschheit durch mangelnde Reproduktion führen, oder zu einem Rückfall in eine mittelalterliche (ein anderes Wort dafür ist "postfaktische") Kultur, in der wir vollkommen abhängig von Maschinen sind, weil wir ohne sie gar nichts mehr auf die Reihe bekommen. Maschinen werden dann vielelicht unsere einzigen Freunde sein.

 

Die gute Nachricht ist: Intelligente Maschinen haben das Potenzial, zu verhindern, dass Egomanen wie Trump, Putin und Erdogan diesen Planeten endgültig ruinieren.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein glückliches und hoffentlich insgesamt gesehen etwas vernünftigeres Neues Jahr!

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Die gute Seite der Technik

Gestern war ich mit meiner Frau im Kino, um die sehenswerte Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns" anzuschauen. Sie war sehr unterhaltsam, wurde aber durch einen kurzen Film getoppt, der vorher lief - der schönste und bewegendste Werbespot, den ich je gesehen habe.

 

Auf brillante Weise werden in dem mit fünf Minuten ungewöhnlich langen Werbefilm der "Aktion Mensch" Vorurteile abgebaut und in großartigen Bildern die unverkrampfte Begegnung zwischen Kindern und behinderten Menschen gezeigt. Im Mittelpunkt steht dabei moderne Technik, die Behinderten auf vielfältige Weise hilft.

 

Ich habe in meinen Büchern und in diesem Blog oft auf mögliche Fehlentwicklungen, Gefahren und Probleme mit der technischen Entwicklung hingewiesen, dabei aber auch immer betont, dass ich kein Technik-Feind bin. Der Film "Die neue Nähe" der Aktion Mensch zeigt auf wunderbare Weise, warum wir trotz aller Risiken keine Angst vor Technik haben sollten.

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Bitte beweisen Sie, dass Sie ein Mensch sind!

Ich habe gerade eine Stunde damit zugebracht, Müllkommentare mit schädlichen Links, die ein besonders aggressiver Spam-Bot dort platziert hatte, aus meinem Blog zu entfernen und bei jedem einzelnen Beitrag manuell die "Captcha"-Funktion zu aktivieren, um Ähnliches in Zukunft zu verhindern.

 

Captcha steht für "Completely Automated Program to Tell Computers and Humans Apart", zu Deutsch etwa "Vollständig automatisches Programm, um Computer von Menschen zu unterscheiden". Jeder kennt die kleinen Textfelder, in die man mehr oder weniger lesbaren Text aus einem Bildchen darüber eingeben muss. Dummerweise habe ich oft Schwierigkeiten, die verzerrten Texte zu lesen, während hochentwickelte künstliche Intelligenzen heute mühelos jede noch so verzerrte Schrift erkennen können. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Captchas aus der Mode kommen, weil Spam-Bots sie besser lösen können als Menschen.

 

Aber was kommt dann? Wie beweisen wir einer Maschine, dass wir Menschen sind? Mit einem Iris-Scan? Indem wir ihr ein Lied vorsingen? Allgemeinwissensfragen beantworten? Das kann man alles vortäuschen oder automatisieren.

 

So traurig es ist: Der Zeitpunkt ist nah, an dem es unmöglich wird, eine gut gemachte Maschine im Internet von einem Menschen zu unterscheiden, jedenfalls in überschaubarer Zeit. Was das für Folgen haben wird, darüber kann man nur spekulieren.

 

Wer einen Kommentar zu diesem Beitrag abgeben will, möge bitte beweisen, dass er ein Mensch ist!

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Das Dorf Band 10 jetzt verfügbar

Was passieren kann, wenn Populisten mit platten Lügen wie "0=1" an die Macht kommen, kann man in meinem neuen Minecraft-Roman nachlesen, der ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als E-Book erhältlich ist. Die Epub-Version für Tolino, Apple und Co. folgt demnächst.

 

Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen politischen Ereignissen in anderen Teilen der Welt ist rein zufällig, denn als ich das Buch schrieb, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass so etwas in der Realität tatsächlich möglich ist.

 

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Das Dorf Band 10 erscheint bald

Im zehnten Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" kehrt Primo noch einmal unfreiwillig an den gefährlichsten Ort der Minecraft-Welt zurück: das Ende. Dort gab es eine Revolution der Endermen, angezettelt natürlich von Primos Erzfeind, dem bösen Enderman Artrax. Er hasst alles, was anders ist als er. Besonders die Bewohner des Dorfes am Rande der Schlucht sind ihm mit ihrer Unterschiedlichkeit ein Dorn im Auge. Und so stellt er ihnen eine hinterhältige Falle.

 

Wird es den Dorfbewohnern auch diesmal gelingen, ihrem Widersacher zu trotzen und den "Aufstand der Endermen" friedlich zu beenden?

 

Der neue Band wird voraussichtlich in etwa zwei Wochen erscheinen. Natürlich kann man auch diesmal mit dem Dorf-Seed 100200300400500 die Handlungsschauplätze selbst erkunden, leider jedoch nur in der PC-Version von Minecraft.

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Künstliche Intelligenz ist jetzt Tatort-fähig

Bereits zum zweiten Mal rückte gestern eine außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz ins Visier der "Tatort"-Ermittler. Damit ist das Thema endgültig im Mainstream-TV angekommen und nicht mehr nur Science Fiction-Fans vorbehalten.

 

Man kann darüber diskutieren, wie realistisch das Drehbuch des gestrigen Tatorts mit dem Titel "Echolot" war (mir persönlich hat der Stuttgarter Tatort "HAL" besser gefallen). Aber die Tatsache, dass ein solches Thema bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zur besten Sonntagabend-Sendezeit gezeigt wird und die ARD damit eine Themenwoche zur "Zukunft der Arbeit" (unter besonderer Berücksichtigung von KI) einläutet, zeigt, wie nah das, was noch vor Kurzem Science Fiction war, unserer Realität bereits gekommen ist.

 

Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, um uns darauf einzustellen, wie künstliche Intelligenz unser Leben und unsere Arbeitswelt umkrempelt. Deshalb ist es gut, dass KI nun auch in den Mainstream-Medien beachtet und diskutiert wird.

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"Mirror" heißt jetzt "Pixel"

Noch nie ist einer meiner Romane so schnell von der Realität eingeholt worden. Nicht mal zwei Monate, nachdem „Mirror“ erschienen ist, bringt Google das neue Smartphone „Pixel“ auf den Markt. Es sieht zwar immer noch so aus wie die herkömmlichen Android-Geräte, doch die Absicht dahinter ist eindeutig: Statt mit einer Vielzahl von Apps sollen wir nur noch mit einem einzigen, zentralen „Google Assistant“ sprechen, der dann wie eine sprachliche Benutzerschnittstelle über allen Anwendungen liegt und diese selbstständig ansteuert.

 

Ähnliches machen auch Amazons „Echo“ und „Viv“ von Siri-Gründer Dag Kittlaus, in rudimentärer Form auch „Siri“ von Apple. Doch Google dürfte hier ein anderes Tempo vorlegen als die Konkurrrenz. Immerhin gilt der Alphabet-Konzern mit seiner Tochter Deep Mind als weltweit führend auf dem Gebiet des maschinellen Lernens, wie sie z.B. mit dem Programm AlphaGo bewiesen haben, das im März den weltbesten Go-Spieler klar bezwang.


In einem lesenswerten Kommentar weist Sascha Lobo auf die Gefahren hin, die davon ausgehen: Einerseits muss der Google Assistant, damit er funktioniert, ein möglichst umfassendes Profil des Nutzers mit all seinen Vorlieben, Neigungen, Marotten und Gewohnheiten anlegen – quasi ein digitales Spiegelbild, genau wie die „Mirrors“ in meinem Roman. Andererseits reißt Google damit die Kontrolle darüber, welche Apps genutzt werden – ob z.B. ein Hotel mit Trivago, HRS oder Booking.com gebucht wird, und ob auf den Befehl „bestell mir ein Taxi“ vielleicht doch eher ein Uber-Fahrzeug kommt – an sich. Das verstärkt natürlich die Machtposition des Konzerns enorm und ist höchst profitabel, wie Googles Dominanz im Suchmaschinenbereich bereits zeigt. Mit entsprechend viel Energie und Kapital wird Google diese Strategie verfolgen.

 

Als ich vor weniger als einem Jahr begann, „Mirror“ zu schreiben, ahnte ich von all dem noch nichts. Ich wusste zwar, dass meine „Mirrors“ technisch in naher Zukunft möglich waren, hielt dies aber dennoch für nur eine von vielen möglichen Richtungen, in die sich die Technologie entwickeln könnte. Dass nun das in Hinblick auf den Börsenwert größte Unternehmen der Welt genau den Weg beschreitet, den ich in meinem Roman beschreibe, ist ein bisschen beängstigend. Aber irgendwie auch sehr cool.

 

Nachtrag (7.10.): Gestern hat Samsung bekannt gegeben, die Firma VIV von Siri-Gründer Dag Kittlaus übernehmen zu wollen. Ich hatte bereits in einem früheren Blogbeitrag darauf hingewiesen, dass VIV der Idee des Mirrors schon sehr nahe kommt. Somit haben wir jetzt nicht bloß einen "Mirror" im Markt, sondern demnächst mindestens zwei - zukünftige Geräte von Apple und vielleicht Amazon nicht eingerechnet. Ich fürchte, man muss davon ausgehen, dass in dem nun beginnenden Wettrennen der Giganten über mögliche negative Konsequenzen dieser Entwicklung kaum nachgedacht werden wird.

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Interview mit mir in "Mensch, Otto" auf Bayern3

Gestern hatte ich das große Vergnügen, von Thorsten Otto in seiner Sendung "Mensch, Otto" interviewt zu werden. Die Sendung wurde bereits gestern Abend in Bayern3 ausgestrahlt, kann aber auch als Podcast angehört werden.

 

"Mensch, Otto" wurde 2014 mit dem Deutschen Radiopreis für das beste Interview ausgezeichnet. Seit gestern weiß ich, warum.

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Amazons "Echo": "Mirror" in Dosenform?

Kein Zweifel: Amazons "Echo" ist eine der erfolgreichsten, faszinierendsten und gruseligsten Innovationen der letzten Jahre. Die harmlos aussehende Lautsprecherdose hat es in sich: "Alexa", der unsichtbare, aber mit Künstlicher Intelligenz und Sprachverständnis ausgestattete dienstbare Geist, hört permanent mit und wartet auf ihr Kommando. Sie "hört Sie dank der Fernfeld-Spracherkennung auch von der anderen Seite des Raumes, sogar in lauter Umgebung oder wenn Musik läuft" (Originaltext der Amazon-Website).

 

Alexa kann Musik spielen, Nachrichten vorlesen, die Dauer des Arbeitswegs bei der aktuellen Verkehrslage prognostizieren oder Kochrezepte vorsagen. Mit der Zeit wird sie immer besser, denn ihre Künstliche Intelligenz basiert vor allem auf der Intelligenz des Netzes - die Server im Hintergrund lernen ständig dazu, und was eine Box weiß, wissen alle. Deshalb gibt es Echo zurzeit nur auf Einladung, da Amazon eine gleichmäßige Distribution in Deutschland erreichen möchte, um möglichst schnell unterschiedliche Dialekte zu beherrschen. Aber Alexa lernt natürlich nicht nur Sprache, sie lernt auch die Vorlieben ihres Besitzers kennen und versteht so mit der Zeit immer besser, was er will.

 

Künstliche Intelligenz, Millionen miteinander verbundene Geräte, die den Besitzern jeden Wunsch von den Augen (bzw. der Stimme) ablesen - da war doch was?

 

Zum ersten Mal höre ich von Echo, während ich "Mirror" schrieb. Ich war verblüfft, wie nah das Gerät meiner Vision bereits kam, aber auch, wie begeistert die Amazon-Kunden in Rezensionen darüber berichteten. Kaum jemand äußerte den Gedanken, dass es auch ein bisschen unheimlich sein könnte, eine Maschine im Haus zu haben, die permanent zuhört und always online ist - Erich Mielke hätte sich das in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt.

 

Natürlich beteuert Amazon, dass die Daten sicher sind und niemand mithören kann. Ich glaube das sogar - immerhin hat sich auch Apple mit den US-Behörden angelegt, als es sich weigerte, Nutzerdaten eines mutmaßlichen Verbrechers herauszugeben. Doch es gibt nun mal keine Technik, die hundertprozentig sicher vor Hackern und Missbrauch ist, und wie ich in "Mirror" beschreibe, ist es auch gar nicht unbedingt nötig, dass jemand von außen in das System eingreift, damit es schief geht.

 

Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - habe ich heute sofort eine Einladung zum Kauf von Echo beantragt. Ich möchte unbedingt wissen, wie es sich anfühlt, mit so einer Maschine unter einem Dach zu leben!

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Das Dorf Band 9 jetzt verfügbar!

Der neuste Band meiner Minecraft-Romanserie "Das Dorf" ist da! Diesmal tritt Primo etwas unfreiwillig eine Reise zum Mond an.

 

Wer wissen möchte, ob er dort ankommt und es wieder heile zurück ins Dorf schafft, der kann das Buch ab sofort bei Amazon bestellen. Eine Epubli-Ausgabe wird demnächst folgen.

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Künstliche Fantasie

Diese surrealistische Verfremdung des Covers meines neuen Romans "Mirror" ist nicht etwa das Werk eines bekifften Künstlers, sondern entspringt der "Fantasie" einer Maschine. Dahinter steckt Googles "Deep Dream"-Projekt, ursprünglich dazu geschaffen, die Vorgänge bei der Bilderkennung durch Neuronale Netze sichtbar zu machen. Ich habe bereits vor einem Jahr darüber berichtet.

 

Seit einiger Zeit kann man auch eigene Fotos hochladen und erstaunt betrachten, was die Maschine dort hineininterpretiert. Dabei kommt dasselbe "Deep Learning"-Verfahren zum Einsatz, das auch schon verwendet wurde, um den weltbesten Spieler in Go zu besiegen.

 

Dieses Verfahren ist es übrigens auch, das das "MirrorNet" in meinem Roman befähigt, besser als die Besitzer der Mirrors selbst zu wissen, was gut für sie ist ...

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Houston, wir haben ein Problem ...

In Band 9 meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" trägt es Primo hoch hinaus. Schuld ist der alte Lausius, der schon immer mal zum Mond fliegen wollte. Doch der Start seiner Mondflugmaschine verläuft nicht nach Plan, und so findet sich Primo auf einer Reise wieder, die er gar nicht antreten wollte und von der es keine Rückkehr zu geben scheint ...

 

Auch diesmal kann man Primos Reise wieder mit dem Dorf-Seed 100200300400500 nachvollziehen, die benötigten Koordinaten sind wie üblich im Anhang des Buchs enthalten. Moment mal, werden sich Minecraft-Spieler jetzt fragen, in Minecraft kann man doch gar nicht zum Mond reisen - oder etwa doch?!? Die Auflösung dieses Rätsels findet sich ebenfalls im Buch.

 

Aktuell überarbeite ich die Geschichte noch einmal und gehe davon aus, dass ich sie Anfang September veröffentlichen kann.

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Resonanz

Nichts ist schlimmer für einen Schriftsteller, als wenn sein Buch einfach ignoriert wird. Und das passiert leider oft, denn in der Flut der fast 90.000 Neuerscheinungen, die jedes Jahr auf den deutschen Buchmarkt schwemmen, geht man nur allzuleicht unter.

 

Umso mehr freue ich mich deshalb, dass mein neuer Roman "Mirror" eine ganze Menge Aufmerksamkeit bekommt. So hat ihm der Verlag eine schicke Plakatkampagne spendiert, die ich gestern am Hamburger Hauptbahnhof bewundern durfte - vielen Dank dafür, lieber Aufbau Verlag!

 

Mit dem Chefredakteur des Branchen-Fachmagazin "Buchmarkt", Christian von Zittwitz, durfte ich ein Autorengespräch führen, das bereits gestern erschienen ist. Außerdem widmete sich Radio Bremen in einem Beitrag dem Buch und Silke Schröder von Hallo-Buch, die "Thrillertante" und "Heinrich" haben sehr schmeichelhafte Rezensionen geschrieben. Ich danke ihnen allen sehr für diese tolle Unterstützung, ohne die ich als Autor nicht weit kommen würde.

 

Hach, das Autorenleben kann so schön sein!

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"Mirror" erscheint nächsten Montag

Ein bisschen aufgeregt bin ich schon: Am komenden Montag, 15. August, erscheint mein neuer Thriller "Mirror" - mit etwas Glück kann man vielleicht schon Samstag in der einen oder anderen Buchhandlung ein Exemplar erhaschen.

 

"Mirror" ist so etwas wie der Nachfolger meines ersten und bisher erfolgreichsten Thrillers "Das System" aus dem Jahr 2007, der kurzzeitig sogar in der SPIEGEL-Bestsellerliste zu finden war. Der Roman hat eine ähnliche Grundidee, aber eine völlig eigenständige Geschichte, angepasst an die heutige vom mobilen Internet geprägte Welt. Mehr zum Inhalt hier.

 

Es ist der erste Roman seit März 2013, der wieder bei Aufbau erscheint. Der Verlag hat sich mächtig für "Mirror" ins Zeug gelegt, wie man an dem Banner oben erkennen kann, das in Online-Fachmedien wie Boersenblatt.net geschaltet wurde. Ich hoffe natürlich, dass das Buch den hohen Erwartungen gerecht wird. Das Feedback aus einer Lovelybooks-Leserunde zu meiner kostenlosen Geschichtensammlung "Mirror Welt" war jedenfalls sehr ermutigend.

 

Wer das Buch pünktlich zum Erscheinen nach Hause geliefert bekommen möchte, kann es z.B. bei Thalia.de, Hugendubel.de oder Amazon bestellen. Natürlich kann man das Buch auch in der lokalen Buchhandlung vorbestellen und am Erscheinungstag abholen.

 

Die Paperback-Ausgabe von "Mirror" kann man übrigens mit der kostenlosen Papego-App mobil auf dem Smartphone weiterlesen - ein Zusatznutzen für alle, die gedruckte Bücher lieben, aber auf die praktischen Vorteile digitalen Lesens unterwegs nicht verzichten wollen.

 

 

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Begleitete Leserunde zu Mirror Welt bei Lovelybooks

Wer Lust hat, mit mir und anderen Lesern über meine Kurzgeschichten-Sammlung "Mirror Welt" zu diskutieren, sollte an der Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen, die in Kürze startet und die ich begleiten werde.

 

Das kostenlose E-Book kann man hier für den Tolino bzw. andere E-Book-Reader und hier für den Kindle herunterladen. Wer mag, kann auch das angehängte PDF ausdrucken.

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Mirror Welt - ab sofort kostenlos zum Download!

"Mirror Welt", ein erster, kostenloser Blick in die Welt, die ich in meinem neuen Roman "Mirror" (erscheint am 15. August) darstelle, ist ab sofort erhältlich.

 

Die vom Verlag nicht ganz korrekt "Prequel" getaufte Sammlung erzählt fünf lose zusammenhängende Geschichten aus einer Welt, in der so genannte "Mirrors" das Leben ihrer Besitzer optimieren. Die Nachfolger der Smartphones wissen, was Du gern hast, und sorgen dafür, dass Du es bekommst - ob Du willst oder nicht.

 

Die fünf Geschichten aus der Mirror Welt können ab sofort kostenlos für den Amazon Kindle oder den Tolino bzw. andere E-Book-Reader heruntergeladen werden. Diejenigen, die lieber auf Papier lesen, können das beigefügte PDF ausdrucken.

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Das Dorf Band 8 jetzt lieferbar!

Wer in der Sommerhitze eine kleine (geistige) Abkühlung braucht, kann Primo und Kolle bei ihrem neusten Abenteuer begleiten. Denn die beiden werden nicht nur von ihrem Erzfeind "eiskalt erwischt", sondern müssen auch ihre bisher weiteste Reise und ihr vielleicht gefährlichstes Abenteuer an einem eisigen Ort bestehen. So ist der achte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" mit ca. 170 Seiten auch der bisher umfangreichste geworden. Natürlich kann man auch diesmal mit dem Minecraft-Seed 100200300400500 (PC-Version) alle Schauplätze selbst erkunden - die Koordinaten sind wie immer am Ende des Buchs angegeben.

 

"Das Dorf Band 8: Eiskalt erwischt" ist ab sofort als Taschenbuch bei Amazon und im stationären Buchhandel (über Epubli) bestellbar. Eine Kindle-Version und eine Tolino-Version gibt es natürlich auch. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß damit und schöne Ferien!

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Das Dorf Band 8 erscheint bald

In ca. zwei Wochen wird der nächste Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" erscheinen. Ich kann kaum glauben, dass es schon der Achte ist. Vielen Dank an die vielen Leser (und ihre Eltern), die diesen Erfolg ermöglicht und mich mit ihrem Feedback ermutigt haben, weiterzuschreiben!

 

Wieder einmal muss der arme Primo das Dorf am Rande der Schlucht verlassen, um eine schlimme Gefahr für die Dorfbewohner abzuwenden. Diesmal verschlägt es ihn weit, weit nach Osten, in eine Gegend, die kalt und gefährlich ist. Natürlich wird er auch diesmal von seinem besten Freund Kolle begleitet, ebenso wie von Asimov, dem mürrischen Golem, dessen eingebautes Navigationssystem nicht besonders zuverlässig zu sein scheint.

 

Wird es den Freunden gelingen, auch dieses Abenteuer zu überstehen? Oder hat sie diesmal ihr Widersacher, der böse Enderman Artrax, eiskalt erwischt?

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"Mirror" erscheint am 15.8.

Am 15. August, und damit früher als ursprünglich geplant, erscheint mein neuer Roman "Mirror" im Aufbau Verlag. Er ist ab sofort z.B. bei Hugendubel.de bestellbar. Hier die Kurzbeschreibung:

 

Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.
Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen - auch gegen deren Willen. Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen ...

 

Ursprünglich war die Idee hinter dem Buch, eine überarbeitete Neuauflage meines ersten Romans "Das System" zu schreiben, angepasst an die heutige Zeit des mobilen Internets. Doch schnell wurde klar, dass es nicht reichen würde, die ursprüngliche Geschichte um ein paar Smartphones und Twitter-Nachrichten anzureichern. Die Geschichte einer außer Kontrolle geratenen Technik musste völlig neu erzählt werden. Dabei musste ich in der Fantasie kaum noch über die bereits vorhandene Technik hinausgehen - während "Das System" noch in vielen Bereichen Science Fiction war, ist "Mirror" schon beinahe Realität geworden.

 

Obwohl ich die Arbeit an dem Buch erst im November letzten Jahres begann und im Februar dieses Jahres beendete, hat sich in der Zwischenzeit der Abstand zwischen Fakten und Fiktion weiter deutlich verringert. Im März schlug Googles "AlphaGo" den weltbesten Spieler in dem Brettspiel, das für einen Computer ungleich schwieriger zu meistern ist als Schach. Faszinierend daran ist, dass das Programm sich das Gospielen quasi selbst beigebracht hat, indem es hunderttausende Partien studierte und daraus lernte. Vor Kurzem wurde auf einer Technologiekonferenz von Siri-Cogründer Dag Kittlaus der neue Chatbot "VIV" vorgestellt, der der Idee der "Mirrors" aus meinem Buch schon sehr nahe kommt.

 

Ich bin gespannt, ob die echten "Mirrors" noch vor dem Buch auf den Markt kommen. :)

 

Übrigens: "Mirror" wird selbstverständlich Papego-fähig sein, d.h. man kann es mit der Papego-App kostenlos unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet weiterlesen.

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Gefährliche Klischees

Als Autor muss ich mich vor Klischees in Acht nehmen, denn sie machen Bücher platt, vorhersehbar und langweilig. Viel schlimmer aber ist es, wenn Klischees und eingefahrene Denkmuster in Politik und Wissenschaft Einzug halten und oft nicht einmal hinterfragt werden. Dies ist besonders bei der Frage, welche Bedeutung „intelligente“ Maschinen für unsere Zukunft haben könnten, immer wieder zu beobachten.

 

 Computer „haben keine Intuition“, „keine Absichten“, „keinen Plan“ und natürlich erst recht „keine Gefühle“. Diese durch nichts belegten, aber meist kritiklos hingenommenen Plattitüden musste ich am Freitag in einem großen Interview in der Süddeutschen Zeitung lesen, Teil einer Serie zu künstlicher Intelligenz. Von sich gegeben hat sie der Philosoph Luciano Floridi, der daraus folgert: „Deshalb wird es auch keinen Big-Brother -artigen Computer geben, der die Weltherrschaft übernimmt.“

 

Er ist nicht der Einzige, der so denkt. Die Vorstellung, Maschinen könnten keine Gefühle haben, stammt aus der Frühzeit der Science Fiction, als man Computer und Roboter fast immer als kalte, berechnende Angstgegner der Menschheit darstellte. Der Mensch war diesen Unholden moralisch überlegen, eben weil er Nächstenliebe und Tapferkeit zeigen konnte, wo die Maschine bloß einer vorprogrammierten, unbarmherzigen Logik folgte. Hier spielen auch Denkmuster hinein, die noch aus der Zeit der Industrialisierung stammen, als sich viele Menschen dem Joch maschinengetriebener Abläufe unterwerfen mussten und dadurch tatsächlich "entmenschlicht" wurden. Die „Borg“ aus Star-Trek oder die Terminatoren aus der gleichnamigen Serie sind Ikonen dieses Maschinenbilds.

 

Doch diese Sichtweise ist schon lange von der Wirklichkeit überholt. „Neuronale Netze“ bilden heute die Grundlage für die meisten selbstlernenden Systeme, wie etwa AlphaGo, die Maschine, die kürzlich den weltbesten Go-Spieler in einem aufsehenerregenden Match besiegte. AlphaGo hat zweifellos eine Absicht gehabt – zu gewinnen –, und definitiv einen Plan, der besser war als der ihres menschlichen Gegners. Hat sie „Intuition“ bewiesen? Darüber kann man sicher streiten, aber fest steht, dass man bei Go mit bloßem Vorausberechnen der Züge nicht weit kommt. Man muss Muster und Zusammenhänge erkennen. Bei Menschen geschieht dies durch Intuition. Maschinen bilden Ähnlichkeiten zu bekannten Mustern auf ganz ähnliche Weise ab wie unser Gehirn – durch Beobachtung, Lernen und Erfahrung. Ob man das nun Intuition nennt oder nicht, es führt auf jeden Fall dazu, dass es unmöglich ist, vorauszusehen oder zu berechnen, welchen Zug die Maschine als nächstes machen wird. Die Vorstellung, dass Computer bloß starren, vorprogrammierten Regeln folgten und keine situativen Entscheidungen treffen könnten, ist in diesem Zusammenhang absurd.

 

Und was ist mit Gefühlen? Können Maschinen Emotionen empfinden? Sicher können sie Sensoren haben, die ihnen sagen, ob etwas heiß oder kalt ist oder vielleicht beschädigt, was einem „Schmerzempfinden“ schon nahe kommen kann. Aber ist das dasselbe wie menschliche Emotion?

 

Das Problem ist, dass wir selbst nicht genau wissen, wie unsere Emotionen zustande kommen. Aber wir wissen, dass sie sehr komplexe Abbildungen von Nervenzuständen in unserem Gehirn sind. Hormone spielen dabei eine Rolle, Erfahrungen, Wünsche, Bedürfnisse. In der Komplexität, wie sie bei Menschen auftreten, sind sie noch nie in einem Computer abgebildet worden. Aber ist das deswegen auch prinzipiell unmöglich?

 

Eine einfache Analogie kann helfen, die Frage zu klären: Hat ein Hund Gefühle? Die meisten Hundebesitzer würden das wohl bejahen. Wenn ein Hund Gefühle hat, können wir sie dann auch einer Maus zusprechen? Sicher. Einem Frosch? Klar. Einem Regenwurm oder einer Fliege? Da wird es schon etwas kniffliger. Die meisten Menschen würden wohl sagen, dass ein Regenwurm wahrscheinlich auch Gefühle hat, auf einer sehr primitiven und rudimentären Ebene, aber ganz sicher wären sie sich nicht.

 

Simulationen neuronaler Netze erreichen heute eine Komplexität, die das Oberschlundganglion eines Regenwurms bei Weitem übertrifft. Wenn ein Regenwurm also Gefühle hat, dann kann sie ein Computer zumindest simulieren. In naher Zukunft werden wir uns Systemen gegenüber sehen, die weit komplexere Emotionen nachbilden können und uns sehr emotional vorkommen werden. Werden sie dann „wirkliche“ Gefühle haben oder nur so tun, als ob? Das ist eine philosophische Frage, aber die Antwort darauf ist in der Praxis unerheblich. Denn ob sich ein tobsüchtiger Computer nur so verhält, weil er simuliert, wütend zu sein, oder ob er es tatsächlich ist, hat für das Ergebnis keine Bedeutung.

 

Die oben genannten Klischees verleiten uns dazu, die Fähigkeiten von Maschinen zu unterschätzen, und damit auch die Gefahren, die von ihnen ausgehen können – ebenso wie die Chancen, die sie uns bieten. Wir sollten sie daher tunlichst vermeiden.

 

Foto:  Sven Volkens (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

 

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Ein Buch verlässt mich

Heute habe ich die Arbeit an meinem neuen Thriller abgeschlossen, der im Oktober im Aufbau Verlag erscheinen wird. Allzu viel darf ich über das Projekt noch nicht verraten. Nur soviel: Das Buch greift dasselbe Thema auf, das ich in „Das System“ bereits verarbeitet habe – eine hochentwickelte Technik, die wir nicht mehr richtig verstehen und erst recht nicht kontrollieren können.

 

 

Ein fertiggestelltes Buch ist ein bisschen wie ein Kind, das das Haus verlässt: Man hat sich lange und intensiv damit beschäftigt, es behütet und aufgepäppelt, und plötzlich ist es nicht mehr da, macht sich selbstständig, versucht auf eigene Faust sein Glück. Man sorgt sich darum, wünscht ihm Erfolg, und kann doch als Vater/Autor nicht mehr viel dafür tun. Sein Schicksal liegt nun in der Hand des Verlags, vor allem aber in der Hand der Leser.

 

 

Meistens habe ich in so einem Moment das Gefühl, ich hätte noch viel mehr Arbeit in das Projekt stecken müssen. Das ist auch diesmal so. Aber die Verlagstermine sind nun mal gesetzt, und das ist wahrscheinlich auch gut so, denn das nächste Romanprojekt steht schon auf der Tagesordnung.

 

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Karl Olsberg in Leipzig

Am Freitag, 18. und Samstag, 19.3. bin ich auf der Leipziger Buchmesse, um die neue App Papego vorzustellen. Wer Zeit und Lust hat, kann mich an beiden Tagen in Halle 5 auf der Sonderfläche "Neuland 2.0" (Stand F401) antreffen. Zwar bin ich dort nicht primär als Autor, sondern in meiner Eigenschaft als Gründer eines Start-ups, aber ich signiere natürlich auf Wunsch auch gern Bücher oder beantworte Fragen zum Schreiben. Am 18.3. um 15.30 Uhr nehme ich an einer von Epubli veranstalteten Diskussionsrunde zum Thema "Self-Publisher und Verlagsautor: Das Beste aus zwei Welten" in Halle 5 D600 teil.

 

Ich freue mich auf möglichst viele spannende Kontakte mit Lesern, Autoren, Buchhändlern und anderen Büchermenschen!

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Das Dorf Band 7 jetzt erhältlich!

"Das Dorf Band 7: Primos Sohn" ist ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als E-Book erhältlich.

 

Leider wird es noch etwas dauern, bis das Buch auch in anderen Online-Shops verfügbar und im Buchhandel bestellbar ist, da ich gerade dabei bin, meine Vertriebswege für die Selfpublishing-Titel neu zu strukturieren. Sobald es hierzu etwas Neues gibt, werde ich es mitteilen.

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Das Dorf Band 7 erscheint in Kürze!

Meine Minecraft-Romanserie "Das Dorf" bekommt Nachwuchs. Gleiches gilt für Primo und seine Freundin Golina. Vom Küssen kriegt man Kinder? In Minecraft schon!

 

Leider ist der kleine Nano ganz der Vater und hat dessen großes Talent geerbt, sich in Schwierigkeiten zu bringen. So hat Primo alle Hände voll zu tun, seinen Sohn vor Unheil zu bewahren. Eines Nachts wird der böse Enderman Artrax aus seinem Kreisbahn-Gefängnis befreit, und am nächsten Morgen ist auch Nano spurlos verschwunden. So muss sich Primo ein weiteres Mal auf eine gefahrvolle Reise begeben, die ihn bis hoch über die Wolken führt ...

 

Das Dorf Band 7 erscheint in wenigen Tagen!

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Papego

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich ein Problem. Ich las gerade "Joyland" von Stephen King, einen wunderschönen Roman, der in den Siebzigerjahren in einem Freizeitpark spielt. Da ich selbst quasi in einem Freizeitpark aufgewachsen bin, den mein Vater gegründet hatte, ist dieses eines meiner Lieblingsbücher. Mein ältester Sohn Konstantin hatte mir das Buch in der Hardcover-Ausgabe geschenkt. Dummerweise musste ich an jendem Morgen mit der U-Bahn zu einem Kunden fahren, und das Buch passte einfach nicht mehr in meine Aktentasche und war außerdem zu sperrig, um es in der U-Bahn zu lesen. Warum, dachte ich damals, kann ich das Buch jetzt nicht einfach auf dem Smartphone weiterlesen? Das wäre doch praktisch.

 

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", lautet einer meiner Lieblings-Aphorismen von Erich Kästner, den ich ebenfalls sehr bewundere. Also habe ich mir mit Jan-Philip Loos und Olaf Voß zwei Mitstreiter gesucht, die etwas von App- und Server-Programmierung verstehen, und mein Problem von damals gelöst. Das Ergebnis ist die Papego-App, die in Kürze im Apple iTunes Store und bei Google Play erhältlich sein wird.

 

Wie das Video zeigt, funktioniert Papego sehr einfach: Man scannt mit der App die zuletzt gelesene Buchseite und erhält dann einen Auszug des Buchs von bis zu 25% (normalerweise etwa 100 Seiten), den man unterwegs in der App lesen kann. Abends kann man dann ganz einfach im gedruckten Buch weiterlesen, denn die App zeigt jederzeit die Druck-Seitenzahl an. Allerdings geht das leider nicht mit jedem Buch, sondern nur mit denen, die "Papego-fähig" sind, erkennbar z.B. an einem Aufkleber oder Aufdruck auf dem Buch.

 

Die App ist übrigens für Leser völlig kostenlos.

 

Rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse werden ab Anfang März im Piper-Verlag die ersten Papego-fähigen Bücher erscheinen. Ich hoffe sehr, dass die Idee bei Verlagen, Buchhändlern und Lesern gut ankommt und vor allem den stationären Buchhandel unterstützt, indem sie gedruckte Bücher für die Leser attraktiver macht. Mehr über Papego auf www.papego.de.

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Herbert, übernehmen Sie!

Herbert gehört für mich zu den schillerndsten Persönlichkeiten, die es jemals nicht nach Mygnia geschafft haben. Auf dem Weg dorthin hat der notorische Besserwisser jedenfalls für eine Menge abstruser Situationen gesorgt und mich regelmäßig zum Lachen gebracht.

 

Leider hat der Chronist von Herberts Abenteuern, der sich selbst Heinrich nennt, der Welt bisher viel zu wenig Material zur Verfügung gestellt. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, in Heinrichs Blog zu lesen, dass Herbert nun zum Chefermittler wird und sich auch als Digitalexperte geoutet hat

 

Ich hoffe sehr, dass Heinrich es nicht bei dieser Ankündigung belässt und nun seine geheimen Archive öffnen wird, um Herberts wahre Bedeutung für das Fortbestehen der Spezies Mensch endlich angemessen zu würdigen!

 

Nachtrag (25.1.): Mein Blogbeitrag hat Heinrich offenbar inspiriert, einen etwas längeren Herbert-Artikel zu schreiben (siehe auch den Kommentar von ihm unten). Darauf bin ich stolz und hoffe auf mehr!

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Industrie 4.0

 

Gestern hatte ich die Ehre, den Abschlussvortrag auf dem "Schweizer Strategietag Industrie 4.0" halten zu dürfen. Unter der Überschrift "Machen wir uns zu Sklaven der Technik?" habe ich die ca. 200 anwesenden Fach- und Führungskräfte mit meiner These konfrontiert, dass unser Gehirn nicht dafür geeignet ist, exponentielle Veränderungen richtig einzuschätzen, und wir diese deshalb häufig falsch einschätzen.

 

Die Fortschritte der Automatisierung und Vernetzung in der Industrie sind beeindruckend, das war in den vielen Vorträgen zum Thema zu spüren. Ebenso deutlich wurde, dass wir erst am Anfang einer Entwicklung stehen, deren Auswirkungen nicht einmal ansatzweise absehbar sind. Die Fabriken der Zukunft werden nahezu beliebige Produkten in "Losgröße 1" zu extrem geringen Kosten und in bisher unvorstellbarer Geschwindigkeit herstellen können.

 

Der hohe Automatisierungsgrad wird den Personalkostennachteil Europas gegenüber anderen Wirtschaftsräumen zumindest teilweise kompensieren. Das wird vor allem in Fernost Arbeitsplätze kosten, doch auch hierzulande werden die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt groß sein. Gut qualifizierte Fachkräfte werden dringend gesucht, während Hilfs- und Zuarbeiter zunehmend durch intelligente Maschinen ersetzt werden.

 

Irgendwann wird eine total digitalisierte Fabrik vielleicht selbstständig Roboter bauen, die dann weitere vollständig digitalisierte Fabriken errichten.

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Danke für ein weiteres tolles Jahr!

Ende letzten Jahres hab ich gedacht: Wow, was für ein großartiges Jahr! 2015 wird es nicht leicht haben, da ranzukommen. Doch ich habe mich geirrt: Das abgelaufene Jahr war in vieler Hinsicht großartig für mich. So habe ich im Monat Dezember mehr Bücher im Selfpublishing verkauft als je zuvor. Diesen Erfolg verdanke ich natürlich Ihnen und Euch, meinen treuen Lesern. Dafür bedanke ich mich herzlich!

 

Ins Neue Jahr starte ich mit Zuversicht und gespannter Erwartung. Ein neues großes Romanprojekt ist in Arbeit, das im Herbst erscheinen wird. Im abgelaufenen Jahr habe ich zusammen mit zwei alten Bekannten ein Start-up gegründet, von dem hoffentlich auf der Leipziger Buchmesse noch viel geredet werden wird. Mein zweiter Versuch, in den englischen Buchmarkt vorzudringen, läuft an. Und natürlich werde ich meine Minecraft-Romanserie "Das Dorf" fortsetzen.

 

Ich wünsche allen Lesern ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2016!

 

Bildquelle: „Beach Fireworks FLL 2014 4x6 JTPI 8673 Crop (14602266435)“ von JTOcchialini Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia

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Welpe "Paul" feiert schon mal Silvester

Heute Mittag: Seltsames Geraschel im Erdgeschoss. Wenn unser Border-Terrier-Welpe Paul dort unten allein ist, bedeuten solche Geräusche meist nichts Gutes. Also sehe ich nach und finde die traurigen Überreste einer 250-Gramm-Packung "Edle Tropfen in Nuss" im Hundekörbchen. Paul kommt mir schwanzwedelnd entgegen. Es scheint ihm gut zu gehen. Ungläubig sehe ich mich um. Der kann doch unmöglich die Pralinen gefressen haben - da ist ja selbst mir schon zu viel Alkohol drin!

Doch, hat er. Von den Pralinen fehlt jedenfalls jede Spur. Also Hund und leere Packung unter den Arm geklemmt und zusammen mit meinem Sohn Konstantin schnell zum Tierarzt. Nach Injektion eines Brechmittels fühlt sich das arme Tier ungefähr so, wie es mir ginge, wenn ich die äquivalente Menge (15 Packungen) "Edle Tropfen" gegessen hätte - hundsmiserabel, einfach zum Kotzen. Inzwischen jedoch hat sich Paul wieder berappelt, auch wenn er noch etwas wackelig auf den Beinen scheint.

Ich wünsche meinen Lesern ein großartiges und spannendes Jahr 2016 mit vielen guten Überraschungen und jeder Menge Happy Ends!

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Alan Turing hatte unrecht

Die Diskussion über die Frage, ob, wann und wie "starke künstliche Intelligenz" entstehen kann und wird, ist vor allem von sehr unterschiedlichen Vorstellungen darüber geprägt, was "Intelligenz" eigentlich ist. Eine Definition hat der geniale Mathematiker Alan Turing versucht, indem er den nach ihm benannten Turing-Test beschrieb: Eine Testperson unterhält sich über eine Tastatur mit zwei Kandidaten. Der eine ist ein Mensch, der andere ein Computer. Die Testperson kann beiden beliebige Fragen stellen, kann jedoch nicht sehen, welche Antwort von wem stammt. Wenn diese Person nicht mehr in der Lage ist, zwischen Mensch und Computer zu unterscheiden, dann ist dieser "intelligent".

 

So sehr ich Alan Turing bewundere, halte ich diesen Test persönlich für wenig hilfreich. Einerseits ist es bereits heute relativ leicht, mit bestehender Technik so genannte Chatbots so zu gestalten, dass Laien glauben, sich mit einem Menschen zu unterhalten. Ist die Testperson ein Computerwissenschaftler, wird es deutlich schwieriger. Ein Gremium aus Personen unterschiedlicher Fachgebiete ist noch schwerer aufs Glatteis zu führen. Das aber bedeutet, dass der Turing-Test nicht (nur) die Intelligenz und das Wissen der Maschine misst, sondern (auch) die der Testperson(en). Somit lässt sich mit dem Turing-Test die Intelligenz des angeschlossenen Computersystems niemals schlüssig beweisen.

 

Das größere Problem seines Vorschlags liegt aber darin, dass er "Intelligenz" aus einer sehr anthropozentrischen Sicht definiert: Der Computer ist dann intelligent, wenn er sich möglichst genauso verhält, wie ein Mensch dies täte. Diesen Kardinalfehler, alles nur aus unserer eigenen Perspektive zu bewerten, begehen wir immer wieder. Die Intelligenz von Tieren, besonders Menschenaffen, wurde lange unterschätzt, weil diese nicht sprechen können. Erst, als man begann, Gorillas und Schimpansen Gebärdensprache beizubringen, stellte man fest, dass sich Menschenaffen sehr wohl "unterhalten" können, ein Ich-Bewusstsein und offenbar sogar Humor haben.

 

Nichtmenschliche Intelligenz könnte sich völlig anders äußern als darin, in einer Konversation möglichst "menschlich" zu wirken. Im Gegenteil würde eine wirkliche "Superintelligenz" in einem Turingtest sofort durchfallen, weil leicht erkennbar wäre, dass sie Probleme sehr viel schneller und besser lösen kann als ein Mensch. Es gibt daher verschiedene Varianten des Turing-Tests, die versuchen, diese Probleme zu umgehen.

 

Der entscheidende Punkt ist meines Erachtens aber, dass "echte Intelligenz" nicht mit "Denken wie ein Mensch" gleichgesetzt werden darf. Maschinen werden niemals so denken wie wir. Das wäre auch völlig unnütz, denn damit würden sie nur Beschränkungen unterliegen, die ihnen nicht beim Lösen ihrer Aufgaben helfen. Zum Beispiel prägt unser menschlicher Körper unser Lernen und Denken sehr stark - man kann nur wirklich wie ein Mensch denken, wenn man auch einen menschlichen Körper mit all seinen Stärken und Schwächen besitzt. Zwar ließe sich das im Computer simulieren, doch der Nutzen, KI derart zu "vermenschlichen", ist zweifelhaft. Maschinen müssen Aufgaben lösen, nicht Menschen imitieren (es sei denn als so gennante NPCs in Computerspielen).

 

Deshalb scheint mir ein allgemeinerer Intelligenzbegriff sinnvoller zu sein, um die Frage, wann Maschinen "intelligent" sind, zu beantworten. Ich schließe mich jenen Wissenschaftlern an, die die Qualität "Intelligenz" mit der Fähigkeit gleichsetzen, komplexe Aufgaben zu lösen beziehungsweise "sinnvolle" Entscheidungen zu treffen. Dies impliziert, das Maschinen in entsprechend eng definierten Aufgabenbereichen bereits heute "intelligent" sind. Ein Schachcomputer spielt nicht auf dieselbe Weise Schach wie ein Mensch, er "denkt" nicht wie ein Schachspieler. Aber er ist in der Lage, eine komplexe Aufgabe zu lösen, die kein anderes Lebewesen außer dem Menschen lösen kann. Deswegen würde ich ihm in diesem Spezialgebiet die Qualität "Spezialintelligenz" zugestehen, gern mit einem qualifizierenden Zusatz, wie etwa "Schachspiel-Spezialintelligenz". Entsprechend sind ein selbststeuerndes Auto, ein Börsenhandelssystem und sogar ein Navigationssystem in ihren engen Grenzen "spezialintelligent", denn sie können jeweils eine bestimmte Aufgabe besser lösen als der beste Mensch.

 

Die spannende Frage ist, ob man die jeweiligen Fähigkeiten solcher "spezialintelligenten" Systeme so erweitern kann, dass ein "allgemeinintelligentes" System entsteht. Dies wäre ein System, das nicht nur wenige eng definierte Aufgaben, sondern ein breites Spektrum von Problemen lösen kann. Dabei gilt: Je mehr unterschiedliche Aufgabenbereiche abgedeckt sind, desto "allgemeinintelligenter" ist das System, wobei für jedes einzelne Aufgabengebiet der Anspruch besteht, dass die Aufgabe mindestens so gut gelöst werden muss wie ein Durchschnittsmensch dies könnte. Beispiele für unterschiedliche Aufgabengebiete sind Autofahren, Gesichter erkennen, allgemeine und spezifische Fragen beantworten, sich sicher in einem Raum bewegen, Gefahrensituationen erkennen etc. Für jede dieser genannten Spezialaufgaben gibt es bereits spezialintelligente Systeme. Kann daraus ein "allgemeinintelligentes" System werden, das irgendwann nahezu alle Probleme besser löst als wir Menschen?

 

Ich glaube ja, und ich vermute, wie im vorigen Beitrag beschrieben, dass das vielleicht schneller passieren wird als viele glauben. Ein Kern eines solchen Systems könnte ein "multispezialintelligentes" System wie etwa Google sein. Die Google-Suchmaschine kann nicht nur Wisssen strukturieren und auf Webseiten verweisen, die Antworten auf Fragen liefern könnten, sondern "versteht" auch viele Eingaben und liefert direkt passende Antworten. Mit den integrierten Funktionen wie Google Maps, Google Bildersuche oder Google Translate verknüpt Google bereits eine ganze Reihe von künstlichen Spezialintelligenzen. Das ist von "starker" KI, die sich auf sehr breite Themenspektren anwenden lässt, immer noch weit entfernt. Aber die Fortschritte auf diesem Gebiet sind rasant, wie ich bereits darzulegen versucht habe.

 

Kann also Google irgendwann "denken"? Das hängt davon ab, wie man den Begriff "denken" definiert. Den Turing-Test wird Google wahrscheinlich niemals bestehen. Aber darauf kommt es auch gar nicht an.

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Warum wir Künstliche Intelligenz unterschätzen

Die Diskussion über die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz ist meines Erachtens durch einige häufige Denkfehler und Fehleinschätzungen geprägt. Ich will hier nicht auf alle eingehen, das würde den Rahmen sprengen. Aber eine besonders wichtige ist, dass wir die Veränderungsgeschwindigkeit systematisch falsch einschätzen.

 

Der Grund dafür ist, dass technische Veränderungen, besonders im Bereich der Computer, meistens einen exponentiellen Verlauf haben (siehe letzter Beitrag zum Thema). Unser Gehirn ist jedoch nicht dafür gemacht, solche Veränderungen zu beurteilen. Es wurde geprägt in einer linearen Welt der Newtonschen Mechanik, in der exponentielle Veränderungen nicht häufig genug vorkommen, um einem Gehirn, das darauf ausgerichtet ist, einen evolutionären Vorteil zu verschaffen.

 

Ein Beispiel mag das verdeutlichen: Für einen Steinzeitmenschen war es wichtig, Gefahren richtig einzuschätzen. Wenn er z.B. einen Säbelzahntiger sah, der in hundert Metern Entfernung auf ihn zurannte, dann musste er blitzschnell einschätzen können, wie viel Zeit ihm noch blieb, um zu fliehen oder sich auf einen Kampf vorzubereiten. Unser Gehirn ist daher sehr gut darin, Bewegungen zu analysieren - sofern sie linear verlaufen. Im Beispiel braucht der Säbelzahntiger zehn Sekunden, bis er den Steinzeitmenschen erreicht. Das kann dieser schon nach den ersten zwei Sekunden recht zuverlässig einschätzen, denn die Bewegung erfolgt weitgehend gleichförmig. Nach der Hälfte der Zeit hat das Tier die Hälfte der Strecke zurückgelegt.

 

Wie anders sähe es aus, wenn sich der Säbelzahntiger nicht linear, sondern mit exponentiell wachsender Geschwindigkeit bewegen würde? Nach der ersten Sekunde hätte er sich nur wenige Zentimeter bewegt, auf die Entfernung kaum wahrnehmbar. Nach fünf Sekunden - der Hälfte der Zeit - hätte er gerade mal drei Meter zurückgelegt. Der Steinzeitmensch würde denken: "Bis der hier ist, kann ich in Ruhen noch ein paar Pilze pflücken." Dann jedoch wird der Tiger spürbar schneller. Nach sieben oder acht Sekunden wird dem Steinzeitmenschen dann doch mulmig und er sieht sich nach Fluchtmöglichkeiten um. Doch es ist zu spät: Nach neun Sekunden ist das Raubtier zwar immer noch die Hälfte der Strecke weit entfernt, doch nur eine Sekunde später springt es ihn mit der Geschwindigkeit eines Formel-1-Rennwagens an.In so einer Welt hätten wir mit unserem linearen Gehirn nicht lange genug überlebt, um Computer zu bauen.

 

 

Doch Säbelzahntiger verhalten sich eben nicht exponentiell, und deshalb wirken solche Gedankenspiele auch sehr seltsam. In der technischen Entwicklung, besonders in der Entwicklung der Computer, ist exponentielles Wachstum jedoch Realität. Dies führt zu einem Effekt, den Bill Gates einmal so auf den Punkt gebracht hat: "Jede neue Technologie wird kurzfristig über- und mittelfristig unterschätzt." Da wir linear denken, erwarten wir bei Einführung neuer Technik schnell erste Erfolge. Wenn die ausbleiben, entsteht eine Phase der Enttäuschung, "die Hype-Blase platzt". Eine Zeitlang sieht es so aus, als würde diese Technik doch nicht so viel bewirken wie gedacht. Und dann, plötzlich, schießt die Entwicklung buchstäblich durch die Decke und trifft viele unerwartet. Beispiele dafür sind die Einführung des Telefons, des Autos, der Computer, des Internets, des E-Books ... und eben meines Erachtens auch der Künstlichen Intelligenz. Besonders typisch für diesen Effekt sind Aussagen wie: "Das haben die KI-Forscher schon in den Siebziger- und Achtzigerjahren behauptet, und dann ist es doch nicht passiert."

 

Bill Joy hat in seinem Essay "Warum die Zukunft uns nicht braucht" geschrieben, er könne sich vorstellen, dass Computer in dreißig Jahren die Leistungsfähigkeit eines menschlichen Gehirns erreichen könnten. Bei dem Gedanken, dass er dabei sein könnte, die Technik mitzuentwickeln, die dann einmal Menchen ersetzen könnte, war ihm unwohl. Das war im Jahr 2000. Unser linearer Verstand sagt uns, dass die Hälfte der prognostizierten Zeit bereits verstrichen ist, ohne dass wir "Maschinen, die so intelligent sind wie ein Mensch" wesentlich näher gekommen wären. Die Logik der exponentiellen Entwicklung sagt uns, dass in der ersten Hälfte der Zeit drei Prozent des Wegs zurückgelegt werden, in der zweiten Hälfte siebenundneunzig (davon die Hälfte in den letzten zehn Prozent). 

 

Wir wissen nicht genau, an welchem Punkt der Exponentialkurve wir uns befinden, und in der Realität ist es natürlich nicht eine Kurve, sondern viele miteinander vernetzte, was den Überraschungseffekt noch erhöht. Doch meines Erachtens werden wir schon bald in den steilen Teil der Entwicklung oberhalb unserer Erwartungskurve eintreten, der viele, wenn nicht alle von uns ziemlich überraschen dürfte.

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Großer Artikel über "Das Dorf" im Hamburg-Teil der WELT AM SONNTAG!

Das kommt mir selbst wie ein Märchen vor: Eine halbe Seite im Hamburg-Teil der heutigen Ausgabe der WELT AM SONNTAG ist mir und meinen Minecraft-Büchern gewidmet! Der Journalist Dennis Betzholz, mit dem ich letzten Dienstag ein sehr nettes Gespräch hatte, hat die Geschichte rund um "Würfelwelt" und "Das Dorf" sehr treffend auf den Punkt gebracht. Dafür ein dickes Dankeschön!

 

Das Bild im Hintergrund des Fotos, ein kubistisches Familienportrait, hat mir übrigens meine Frau zum 40. Geburtstag geschenkt. Gemalt hat es meine Schwester Benita.

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Ein erfolgreiches Jahr für "Das Dorf"

Heute vor einem Jahr habe ich Band 1 der neuen Minecraft-Serie "Das Dorf" veröffentlicht. Es war ein Experiment mit ungewissem Ausgang, denn es war alles andere als klar, ob diese neue Art von Minecraft-Geschichten, leichter und humorvoller, ebenso gut bei den Lesern ankommen würde wie die "Würfelwelt". Meine Söhne waren da skeptisch, meine Frau dagegen fand die Idee gut. Wie immer hat sie recht behalten.


Heute, ein Jahr später, ist Band 1 auf Rang 74 in der Amazon-Bestsellerliste. Das ist ein großer Erfolg, für den ich mich sehr herzlich bei allen Lesern bedanke! Auch die übrigen Bände verkaufen sich sehr gut, was auf eine hohe Lesertreue schließen lässt. Stolz macht mich auch, dass viele Eltern in Kommentaren und Zuschriften berichten, ihre sonst nie freiwillig ein Buch lesenden Sprösslinge hätten die Bücher regelrecht verschlungen. Solange das Leserinteresse so groß ist, werde ich natürlich fleißig weitere Bände schreiben.


Band 6 ist übrigens ab sofort im Buchhandel bestellbar oder direkt bei Epubli zu beziehen.



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Erreichen Computer 2030 die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns?

Die Leistung von Computern (gemessen in Rechenleistung pro Dollar Investition) verdoppelt sich ungefähr alle ein bis zwei Jahre. Diese Erkenntnis formulierte der Intel-Gründer Gordon Moore in den Sechzigerjahren. Aber tatsächlich gilt sie erstaunlicherweise schon viel länger: Schon seit Konrad Zuse den ersten voll programmierbaren Computer baute und Alan Turing seinen berühmten Aufsatz „Computing Machinery and Intelligence“ schrieb, kann man eine exponentielle Zunahme der Rechenleistung beobachten. Ein schönes Beispiel dafür ist die Rechenleistung des jeweils schnellsten Computers seiner Zeit, gemessen in Rechenoperationen pro Sekunde (siehe Grafik), die auf Wikipedia dokumentiert ist. Die Grafik sieht "harmlos" aus, weil sie einem linearen Trend zu folgen scheint, doch jeder etwas dickere Strich bedeutet eine Vertausendfachung der Rechenleistung!

 

Was diese exponentielle Steigerung in der Praxis bedeutet, lässt sich an einem einfachen Beispiel verdeutlichen: Die Anzahl an Rechenoperationen pro Sekunde, die der schnellste Computer der Welt im Jahr 1996 durchführen konnte, entspricht etwa der Leistung des Grafikchips in einem iPhone 6s. In etwa fünfzehn Jahren wird die Power des heute schnellsten Rechners Tianhe-II, 33 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde, millionenfach in Smartphonegröße zur Verfügung stehen (ob wir dann noch Smartphones haben oder etwas ganz anderes, sei dahingestellt). Vorausgesetzt natürlich, das Moore’sche Gesetz gilt auch weiterhin.

 

Manche bezweifeln das. Immerhin lässt sich die Anzahl der Schaltelemente in einem Mikroprozessor nicht beliebig steigern, schon jetzt sind einige Leiterbahnen nur noch wenige Atome breit. Doch solche scheinbar unüberwindlichen Barrieren gab es in der Geschichte des Computers schon häufiger. Zuses Computer arbeiteten mit langsamen elektromagnetischen Schaltern, die später durch Röhren ersetzt wurden. Den Röhren folgten Transistoren, dann integrierte Schaltkreise, Mikroprozessoren und schließlich die heute üblichen Parallelprozessoren, die jeweils einen neuen Leistungsschub brachten. Die Forscher werkeln bereits an ganz neuen Technologien, die eine weitere deutliche Leistungssteigerung ermöglichen sollen, wie Lichtleitern oder gar Quantencomputern.

 

Ohne auf diese Techniken im Einzelnen einzugehen, kann man eines mit Sicherheit sagen: Es muss möglich sein, einen Computer zu konstruieren, der so leistungsfähig ist wie das menschliche Gehirn. Denn es gibt ihn ja bereits. Unser Gehirn ist nichts anderes als ein biologischer Computer, der noch dazu mit vergleichsweise langsamen Nervenzellen arbeitet. Es gibt keinen prinzipiellen Grund, dass man die Funktionsweise dieser Nervenzellen nicht in einem Computer simulieren und damit ein „virtuelles Gehirn“ nachbilden kann. Dieses könnte, genügend Rechenpower vorausgesetzt, deutlich schneller „denken“ als ein Mensch.

 

Ein menschliches Gehirn besteht aus einigen hundert Milliarden Neuronen. Diese zu simulieren, übersteigt noch immer die Fähigkeiten der schnellsten Computer, die wir haben. Doch einige Millionen Neuronen schaffen wir bereits und erreichen damit die Leistungsfähigkeit eines Reptiliengehirns. Wenn das Moore’sche Gesetz auch in Zukunft gilt, werden Hochleistungscomputer in 15 Jahren gut tausendmal so schnell sein wie heute. Damit wäre dann die Simulation von Strukturen möglich, die annähernd so komplex sind wie das menschliche Gehirn.

 

Allerdings ist die Frage, ob es überhaupt nötig ist, das menschliche Gehirn nachzubilden, um dessen Leistungsfähigkeit zu erreichen und so genannte „starke KI“ zu entwickeln, also die Fähigkeit einer Maschine, in beliebigen Themengebieten selbstständig Schlussfolgerungen zu ziehen, zu lernen und letztlich  die Fähigkeit zur Selbstreflexion zu erlangen. Ich halte das für sehr zweifelhaft; bereits jetzt ist erkennbar, dass Maschinen, wenn sie einmal gelernt haben, eine bestimmte Aufgabe zu lösen, dies so gut wie nie auf dieselbe Weise tun, wie es ein Mensch tun würde. Autos haben schließlich keine längeren Beine, und Schachcomputer können besser Schachspielen als Menschen, benutzen aber andere Strategien dafür. Auf diese Unterschiede werde ich in einem späteren Beitrag eingehen.

 

Stimmt es also? Werden Computer in nur fünfzehn Jahren so leistungsfähig sein wie ein menschliches Gehirn? Ich freue mich über Kommentare!

 

Grafik: Supercomputer von Geek1337 - self-made. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 überWikipedia.

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Wer hilft mir, die Zukunft vorherzusagen?

Liebe Leser, mit diesem Blogbeitrag möchte ich ein Experiment starten. Zurzeit schreibe ich an einem neuen Roman, der sich – wie schon einige meiner Bücher zuvor – mit Fragen der zukünftigen technischen Entwicklung und ihren Auswirkungen auf unser Leben beschäftigt. Ich habe dazu zehn Thesen aufgestellt, die ich gern im Folgenden mit allen meinen Lesern diskutieren möchte. Wer immer also eine Meinung oder „sachdienliche Hinweise“ (z.B. Links) dazu hat, möge bitte seinen Kommentar abgeben. Für Hinweise, die zum Schreiben eines realistischen Buchs führen, setzt der Autor eine Belohnung in Höhe von mehreren Stunden Lesespaß aus.

 

Um Fragen vorzugreifen: Nein, ich kann und möchte noch nichts darüber verraten, wie das neue Buch heißt oder wovon es handelt. Aber die zehn Thesen haben natürlich etwas damit zu tun.

 

Jede der folgenden Thesen wird in einem zukünftigen Blogbeitrag ausführlich behandelt. Hier liste ich sie schon einmal zur Übersicht auf:

  1. Computer werden 2030 die Leistungsfähigkeit eines menschlichen Gehirns erreichen
  2. Die Veränderungen durch KI werden uns überraschen
  3. Künstliche Intelligenz entsteht automatisch in verteilten, lernenden Systemen
  4. Künstliche Intelligenz unterscheidet sich grundlegend von menschlicher Intelligenz
  5. Es gibt in Zukunft keine Tätigkeit mehr, die Maschinen nicht prinzipiell besser als Menschen können – außer, wie ein Mensch zu sein
  6. Intelligente Maschinen werden unsere Gedanken lesen können
  7.  Intelligente Maschinen werden uns manipulieren
  8.  Intelligente Maschinen bedrohen die Demokratie
  9. Es wird keine Machtübernahme durch die Maschinen, sondern eine Machtübergabe durch die Menschen geben
  10. Die Definition und Durchsetzung einer Ethik für Maschinen ist die wichtigste Zukunftsaufgabe des 21. Jahrhunderts

Was haltet Ihr/halten Sie von dieser Idee? Ich freue mich über Feedback!


Foto: Magnus Manske CC BY 2.0

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Die Mensch-Maschine

Seit ich ein Teenager bin, hat mich ihre Musik fasziniert wie kaum eine andere: Kraftwerk waren mit ihren Elektroniksounds in den Siebzigerjahren ihrer Zeit weit voraus. Seit ich zum ersten Mal "Radioaktivität" hörte, wusste ich: So etwas will ich auch machen! Im Alter von 18 Jahren kaufte ich mir meinen ersten Synthesizer, ein Ungetüm mit zahllosen Knöpfen, auf dem man nur einen Ton gleichzeitig spielen konnte. Später kamen ein Vierspur-Tonbandgerät und ein Drumcomputer hinzu. Zum Glück hat kaum jemand je die Ergebnisse meiner musikalischen Experimentierfreude gehört. An die minimalistischen, irgendwie schrägen und doch so eingängigen Werke meiner großen Vorbilder reichten sie jedenfalls bei Weitem nicht heran.


Dabei haben sich Kraftwerk nie als "Band" im klassischen Sinn verstanden - sie waren immer ein Kunstprojekt. Die Inszenierung ihrer Musik war und ist ihnen ebenso wichtig wie die Musik selbst. Das konnte man bei ihrem eindrucksvollen Konzert gestern im CCH sehen - es war das erste Mal in der über vierzigjährigen Kraftwerk-Geschichte, dass ich bei einem ihrer seltenen Konzerte dabei sein durfte, und ich habe mir damit zusammen mit zwei meiner Söhne einen lang gehegten Wunsch erfüllt.


Die raffiniert eingesetzte 3D-Film-Kulisse bildete den perfekten Rahmen für die sterile Techno-Musik. Doch dahinter steckt auch eine Philosophie, die sich in der visuellen Darstellung ebenso wie in den Texten wiederspiegelte. Früher als andere haben sich Kraftwerk mit den elementaren Fragen einer immer engeren Verbindung von Mensch und Technik beschäftigt, und hinter der vordergründigen Technologiebesessenheit steckt in Wahrheit auch eine Menge Mahnung und Kritik. Damit haben sie schon lange vor dem Zeitalter von "Big Data" und NSA-Skandalen dieselben Fragen aufgegriffen, die auch mich in meinen Büchern immer wieder beschätigen: Was macht die Technik mit und aus uns Menschen? Und wie viel menschlicher Freiraum bleibt uns noch, wenn wir immer mehr mit den Maschinen verschmelzen, ihnen immer mehr Raum in unserem Leben geben?


In den 1970ern waren Kraftwerk-Songs in Musik verwandelte Science Fiction. Heute wirken sie fast schon anachronistisch - an die Stelle der sich ruckartig bewegenden Roboter und knarzenden Synthetikstimmen sind in der Realität längst die freundliche Siri und die unsichtbaren, fast allwissenden Elektronengehirne der großen Such- und Überwachungsmaschinen getreten. Doch die Themen, die Kraftwerk in ihrer Musik verarbeiten, sind aktueller denn je. Ich bin dankbar, diese großen Visionäre der elektronischen Musik live erlebt zu haben.

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"The Villagers 1" Ebook free on Amazon!

The English edition of my Minecraft novel "The Villagers 1: The Stranger" is available for free on Amazon only today and tomorrow (November 28th).


Die Englische Ausgabe meines Minecraft-Romans "Das Dorf Band 1: Der Fremde" ist nur heute und morgen (28.11.) kostenlos bei Amazon erhältlich. Vielleicht eine Gelegenheit für Minecraftspieler, die ihre Englischkenntnisse verbessern oder auffrischen wollen? Das Buch wurde übrigens von mir übersetzt und von der Amerikanerin Jessica Morelock lektoriert.

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Das Dorf Band 6 jetzt erhältlich!

Der sechste Band meiner Minecraft-Reihe ist ab sofort bei Amazon bestellbar.

 

Leider habe ich beim Hochladen des Buchs einen Fehler gemacht, daher wird als Sprache "Englisch" angegeben und das Buch ist in der Kategorie "Fremdsprachige Bücher" einsortiert, so dass man es mit der Suche in "Bücher" nicht findet. Ich versuche, das so schnell wie möglich zu korrigieren. Natürlich ist das Buch in Deutsch geschrieben, bis es auch in Englsich erscheint, dauert es noch etwas.

 

Die E-Book-Ausgabe ist aktuell noch nicht verfügbar. Das liegt daran, dass Amazon mir (wieder einmal) nicht glaubt, dass ich "Karl Olsberg" bin, da mein Account auf meinen echten Namen lautet. Ich habe das schon bei Amazon gemeldet, das E-Book sollte in Kürze ebenfalls verfügbar sein.

 

Bleibt festzuhalten: Selfpublishing hat auch seine Tücken, und das Veröffentlichen in Verlagen ist für Autoren auf jeden Fall bequemer. ;)

 

Nachtrag (26.11.): Das E-Book ist ab sofort ebenfalls bei Amazon verfügbar und das Problem mit der falschen Sprache wurde korrigiert. Danke an den Autorenservice von Amazon und Createspace.

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Die Rache des Endermans

In Kürze erscheint der sechste Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf".


Hier der Klappentext: Während Primo und Kolle Priester Magolus zu einem Besuch im Wüstendorf begleiten, übt der böse Enderman Artrax schreckliche Rache an dem kleinen Dorf am Rande der Schlucht. Nur der Weise Mann bei den Pilzen kann jetzt noch helfen. Doch der lebt weit entfernt auf einer einsamen Insel und will nicht gestört werden …

Auch diesmal kann jeder, der Minecraft am PC spielt, die Schauplätze der Handlung selbst erkunden. Diesmal verschlägt es Primo an einen besonders weit entfernten Ort - eine mit Riesenpilzen bewachsene Insel, eines der seltensten Biome in Minecraft. Wo die liegt, steht natürlich auch im Buch.

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America, here I come (again)!

ENGLISH:

This is my first-ever bilingual blog post. I'm proud and happy to announce that after a long period of neglect, for which I apologize, I'm redoubling my efforts to translate my work into English. I wouldn't be able to do this all on my own, so I have teamed up with editor and social media specialist Jessica Morelock. Jessica also helped me to set up English-language Twitter and Facebook accounts.


The first volume of my new Minecraft series "The Villagers" will be published in a few days on Amazon.com. The third volume of the Cubeworld trilogy and the other Villagers titles will follow in the next months. By the way, I think "The Villagers" might be good reading material for German Minecraft fans who want to improve their English. :)


DEUTSCH:

Dies ist mein erster zweisprachiger Blog-Post. Nach einer längeren Phase der Vernachlässigung, für die ich mich entschuldige, werde ich nun meine Anstrengungen verdoppeln, meine Bücher ins Englische zu übersetzen. Dies würde ich allein nicht schaffen, daher habe ich mich mit der Lektorin und Social Media-Spezialistin Jessica Morelock zusammengetan. Sie hilft mir auch dabei, einen englischsprachigen Twitter- und Facebook-Account einzurichten.


Der erste Band meiner neuen Minecraft-Serie "Das Dorf" wird in Kürze auf Amazon.com veröffentlicht werden. Der dritte Teil der Würfelwelt-Trilogie und die anderen "Das Dorf"-Bände folgen in den nächsten Monaten. Übrigens glaube ich, dass die englische Ausgabe von "Das Dorf" gutes Übungsmaterial für deutsche Minecraft-Fans ist, die gern ihre Englischkenntnisse verbessern möchten. :)


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Karl Olsberg jetzt auch Duty Free

"Storytelling" ist nicht mehr nur die Domäne der Schriftsteller, Drehbuchautoren und Theaterregisseure. Seit einigen Jahren prägt dieser Begriff auch das moderne Marketing: Werbung will nicht einfach nur Produkte anpreisen, sondern Geschichten erzählen. Denn Geschichten merkt man sich besser, sie sind emotional, interessant und wirksam.


Dieses Prinzip macht sich auch Gebr. Heinemann zunutze, ein Hamburger Unternehmen, das man zu den "hidden Champions" der deutschen Wirtschaft zählen darf. Obwohl die Firma zu den Weltmarktführern im Duty Free-Handel zählt und nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in Asien und sogar Australien erfolgreich ist, kennen viele den Namen noch nicht. Dabei haben die meisten, die schon mal eine Flugreise gemacht haben, bereits in einem Duty Free-Shop eingekauft - und das war höchstwahrscheinlich ein Heinemann-Shop. Inzwischen bietet die Firma auch einen Lieferservice an, bei dem jeder, der ein Flugticket hat, bestellen kann - und zwar zu oftmals wirklich günstigen Preisen, die übrigens immer gleich sind, egal wohin man fliegt.


Was hat das mit mir zu tun? Ich habe bereits in verschiedenen Projekten als Berater für Gebr. Heinemann gearbeitet und das Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine offene und freundliche Kultur sehr schätzen gelernt. Deshalb habe ich gern zugestimmt, als man mich gebeten hat, einige Kurzgeschichten zu schreiben, die Heinemann-Kunden in Form von E-Books bei jedem Kauf als kleines Dankeschön kostenlos erhalten. Diese "Airport Storys", humorvolle und/oder nachdenkliche Geschichten rund um Abenteuer und Begegnungen am Flughafen, unterscheiden sich erheblich von meinen Thrillern und Jugendbüchern. Gerade deshalb macht es mir besonderen Spaß, sie zu schreiben. Die erste Geschichte mit dem Titel "Das Smartphone" ist bereits erschienen, weitere werden folgen.


Ist solch schnöde Werbung nicht unter dem Niveau eines "richtigen" Schriftstellers? Absolut nicht. Erstens sind die Geschichten selbst keine Werbegeschichten, auch wenn ein Duty Free-Shop darin vorkommt. Zweitens finde ich an Werbung per se nichts Verwerfliches, vor allem dann nicht, wenn sie unterhaltsam ist. Drittens bin ich seit frühester Kindheit ein großer Fan der "Lurchi, der Salamander"-Hefte aus den Sechzigerjahren, für mich immer noch ein unübertroffenes Beispiel von gut gemachtem Storytelling. Und viertens hat eines meiner größten Vorbilder, Erich Kästner, eine Zeitlang als Werbetexter gearbeitet. Wenn er sich nicht zu fein dafür war, bin ich es ganz sicher auch nicht.


Falls jemand Heinemann-Kunde ist und eine der Geschichten gelesen hat, würde ich mich über Feedback freuen.

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Das Buch lebt!

Heute endet die Frankfurter Buchmesse. Ich war diesmal volle drei Tage vor Ort, um über bestehende und neue Projekte zu reden - sowohl als Autor als auch als Start-up-Gründer (dazu demnächst mehr).

 

Wenn man durch die Hallen läuft, hat sich auf den ersten Blick wenig getan, obwohl diesmal ein "neues Messekonzept" greifen sollte (das im Wesentlichen eine Umsortierung der Hallenflächen beinhaltete). Immer noch dominiert das gedruckte Wort die zahllosen Stände, wie hier den der Süddeutschen Zeitung. Stände von Start-ups und digitalen Dienstleistern waren eher in der Minderheit, der digitale Riese Amazon hatte lediglich einen kleinen Stand für Selfpublisher irgendwo hinten rechts in Halle 3.0.

 

Sieht man jedoch genauer hin, fällt eine gewisse Diskrepanz auf zwischen dem, was auf der Messe zur Schau gestellt wird, und dem, was die Menschen dort tatsächlich tun. Buchleser sah man kaum, dafür hatte so ziemlich jeder ein Smartphone dabei. Nicht selten tippten Leute auf den Ständen darauf herum, statt sich für die aufwändig gestalteten Displays zu interessieren, wie der Herr mit Brille im Vordergrund des Fotos. Dazu passt, dass nach Untersuchungen des Branchenverbands Bitkom gut zehn Millionen Menschen auf Smartphones E-Books lesen, während gerade mal drei Millionen einen "traditionellen" E-Book-Reader wie den Kindle oder Tolino besitzen.

 

Dass sich das Lesen immer mehr in digitale Medien verlagert, haben natürlich auch die Büchermacher verstanden. Praktisch jeder Verlag bietet heute sein Neuheitenprogramm als E-Books an. Und selbst gedruckte Bücher wollen heute vor allem digital vermarktet werden. Gedruckte Verlagsvorschauen für den Buchhandel werden zum Beispiel zunehmend durch elektronische Kataloge ersetzt. Und auch das Endkundenmarketing ist oft digital. Der Kameramann auf dem Foto ist einer meiner Söhne, der bei einer Firma arbeitet, die unter anderem Buchtrailer für Youtube produziert, und hier eine Autorin bei der Buchvorstellung filmt.

 

Naht das Ende des gedruckten Buchs? Sieht man es in Frankfurt nur deshalb nicht kommen, weil E-Books sich so schlecht auf großen Standwänden ausstellen lassen? Oder ist das Schlimmste für die Branche schon überstanden, wie Medienberichte über "stagnierende E-Book-Umsätze" andeuten?

 

Ich glaube, keins von beidem. Zwar sind viele Zahlen, die momentan durch die Branche geistern, irreführend. Denn der E-Book-Anteil am Umsatz wächst nur bei den Verlagen nicht. Selfpublishing boomt dagegen und erreicht immer mehr Menschen. Vor allem nimmt die Bereitschaft der Leser, für E-Books kaum weniger als für ein gedrucktes Buch zu zahlen, vor allem in den USA, aber auch hierzulande ab. Für Entwarnung ist es also noch viel zu früh - die digitale Disruption fängt gerade erst an.

 

Doch ein Ende des gedruckten Buchs sehe ich auch nicht kommen. Im Gegenteil: Wenn wir es richtig machen, dann können sich digitales und gedrucktes Lesen perfekt ergänzen. Mir als Autor ist vor allem wichtig, dass meine Geschichten die Menschen erreichen. Je mehr Mittel und Wege es dafür gibt, umso besser. Dass auf die Branche noch weitere große Umwälzungen zukommen, ist kaum zu bezweifeln. Doch das "Buch" als umfrangreicher, zusammenhängender Text, in welcher Form und in welchem Medium auch immer, wird dadurch hoffentlich nur noch vielfältiger werden.

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Der Baum des Lebens

Das Internet hat neue Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit von Forschern und interessierten Laien geschaffen. Es ist der ideale Ort, um Wissen zu sammeln und neue Querverbindungen zu erstellen. Das bekannteste Beispiel dafür, Wikipedia, nutze ich nahezu täglich für die Recherche (und spende deshalb auch regelmäßig Geld an die Wikimedia Foundation).

 

Ein weiteres faszinierendes Gemeinschaftsprojekt ist nun an die Öffentlichkeit getreten: Der "Open Tree of Life" ist der Versuch, einen übergreifenden Stammbaum aller Lebewesen auf der Erde zu erstellen. Der Nutzen ist vielfältig: In medizinischen, ökologischen und zoologischen Bereichen erhofft man sich neue Erkenntnisse. Vor allem aber demonstriert dieses Projekt eindrucksvoll die erdrückende Last der Beweise für die vermutlich am besten belegte und trotzdem immer noch angezweifelte Theorie der Evolution durch natürliche Selektion. Vor dem Hintergrund mutet es für mich geradezu gespenstisch an, dass an einigen Schulen in den USA im Unterricht Evolution nur als eine "Möglichkeit" neben der biblischen Schöpfungslehre dargestellt wird.

 

Interessant fände ich den Versuch, einen ähnlichen Mega-Stammbaum für die Entwicklung der Technik zu erstellen. Wie hat sich aus den ersten Faustkeilen, Keulen und Kultgegenständen die enorme Vielfalt menschlicher Erfindungen - vom Fahrrad bis zum Internet - entwickelt? Meine Vermutung ist, dass der resultierende Stammbaum mindestens ebenso umfrangreich, die Querverbindungen aber weit zahlreicher wären.

 

Wer nun einwendet, biologische Evolution sei etwas ganz anderes als die technische Entwicklung und deshalb das Erstellen eines Stammbaums der Technik ein sinnloses Unterfangen, dem empfehle ich mein Buch "Schöpfung außer Kontrolle" (leider nur noch als E-Book erhältlich). Darin versuche ich, zu zeigen, dass die Entwicklung der Technik denselben sehr einfachen mathematischen Gesetzen unterliegt wie die biologische Evolution.

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Das Dorf Band 5 ist da!

Der fünfte Band meiner Minecraft-Romanserie ist ab sofort gedruckt und als E-Book bei Amazon erhältlich. In wenigen Tagen wird das Buch auch über den Buchhandel und direkt bei Epubli bestellbar sein.


Wer meine Erwachsenenromane wie "Das System" oder "Enter" oder mein Sachbuch "Schöpfung außer Kontrolle" kennt, weiß, dass ich mich gern mit der Frage beschäftige, was bei moderner Technik alles schiefgehen kann. Ein Golem in Minecraft ist zwar definitionsgemäß ein magisches Wesen und kein Roboter, aber die Ähnlichkeiten sind doch unübersehbar.


Wer also wissen will, was alles passieren kann, wenn ein Golem außer Kontrolle gerät, und wieso Isaac Asimovs berühmte "Robotergesetze" nicht praxistauglich sind, sollte dieses Buch lesen. Natürlich ist auch "Der Golem" trotzdem ein Jugendbuch und für Leser ab 8 Jahren geeignet. Viel Spaß!

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Das Dorf Band 5 erscheint in Kürze

Pünktlich zum Ferienende in vielen Bundesländern wird Ende des Monats der fünfte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" erscheinen.


Besuch aus Margis Heimat versetzt das kleine Dorf am Rand der Schlucht in helle Aufregung: Die Wüstenbewohner haben einen echten Golem dabei! Priester Magolus beschließt, dass er unbedingt auch so einen künstlichen Diener braucht. Primo und Kolle werden losgeschickt, um herauszufinden, wie man einen Golem baut. Doch das gestaltet sich gar nicht so einfach …

Auch diesmal kann man natürlich wieder alle Handlungsschauplätze mit Hilfe des Dorf-Seeds "100200300400500" (PC-Version) und der genauen Positionsangaben selbst erkunden. Auch, wenn es Primo und Kolle diesmal nicht in andere Dimensionen verschlägt, gibt es einiges zu entdecken.

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Führende Wissenschaftler warnen vor autonomen Kampfmaschinen

Wie ein urtümliches Raubtier kroch der AT-1 auf seinen sechs Rädern über das wellige, mit dünnem Gras und dornigen Büschen bedeckte Präriegelände.  Seine Beute, ein alter M1 Panzer, fuhr zielstrebig geradeaus, eine riesige Staubfahne hinter sich herziehend.

 

Obwohl der AT-1 viel kleiner war – nur etwa drei Meter lang und einen Meter hoch – hatte der M1 keine Chance. Dr. Sybil Shepard empfand fast so etwas wie Bedauern für den alten Panzer, der in zwei Wüstenkriegen gute Dienste geleistet hatte und schließlich ausgemustert worden war, um hier auf dem Übungsgelände von Three Oaks als Kanonenfutter zu dienen. Er gehörte einer aussterbenden Art an: bemannten Kampffahrzeugen.

 

Der AT-1 verharrte kurz, denn drehte er sich so, dass seine Sensoren auf den M1 gerichtet waren. Ein hörbares Luftholen zeigte Shepard, dass die Militärs, die mit ihr durch die dreißig Zentimeter dicke Panzerglasscheibe des Bunkers starrten, ebenso gespannt waren wie sie. Zwar kannte sie das Verhalten des AT-1 besser als jeder hier, denn schließlich hatte sie seine Künstliche Intelligenz am Clarke Institute for Advanced Technologies entworfen. Aber dennoch konnte man nie exakt voraussagen, wie sich die Maschine verhalten würde. Schließlich musste sie ihre Aufgabe unabhängig von jeder menschlichen Hilfe lösen können, musste allein auf der Basis ihrer eigenen Einschätzung der Situation Entscheidungen treffen.

 

Diese Zeilen stammen aus meinem 2005 geschriebenen und 2007 veröffentlichten Roman "Das System". Wer das Buch kennt, weiß, dass sich der "AT-1" nicht ganz nach Plan verhält.

 

Wenn irgendein spinnerter Thrillerautor sich so etwas ausdenkt, kann man beim Lesen vielleicht eine leichte Gänsehaut bekommen und das Ganze nach dem Zuklappen des Buchs getrost wieder vergessen. Wenn Genies wie Stephen Hawking und Visionäre wie Paypal- und Tesla-Gründer Elon Musk oder Apple-Gründer Steve Wozniak in einem offenen Brief vor einer derartigen Gefahr warnen, dann muss man das wohl etwas ernster nehmen. 2005 waren autonom gesteuerte Kampffahrzeuge noch Science Fiction. Heute sind sie sehr real, und in Form von Drohnen noch viel gefährlicher, als ich es mir damals ausgemalt hatte.

 

Wer will, kann wie ich die Petition gegen ein internationales Wettrüsten auf dem Gebiet autonomer Killermaschinen unterschreiben. Nützen wird es wahrscheinlich wenig, aber einen Versuch ist es wert.


Nachtrag: Über Twitter hat sich auch Notch an der Diskussion beteiligt. Auf den Hinweis von Oculus Rift-Entwickler John Carmack, er wünsche sich die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die er nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die er ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden, meinte er: "Wow. Fatalism isn't healthy." (Fatalismus ist ungesund.) Da kann ich ihm nur zustimmen. Auch wenn die Petition kaum einen Militärbefehlshaber und erst recht keine Diktatoren und Terroristenführer beeindrucken wird, muss man alles versuchen, die Gefahr zu benennen. Immerhin haben wir es ja auch geschafft, Biowaffen zumindest offiziell zu ächten.

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Kreative Computer

Eines der häufigsten Vorurteile gegen künstliche Intelligenz, das ich immer wieder höre ist, Computer könnten niemals kreativ sein. Davon abgesehen, dass nicht so klar definiert ist, was "Kreativität" eigentlich sein soll, ist das Unfug. Maschinen können sehr wohl "kreativ" sein, indem sie selbstständig Lösungen entwickeln, die ihnen kein Mensch vorher einprogrammiert hat. "Neuronale Netze", die z.B. in der Bilderkennung und Medizin eingesetzt werden, können Zusammenhänge erkennen, die Menschen verborgen bleiben.

 

Vor einigen Jahren habe ich mich deshalb in einem Beitrag für die Zeitschrift "Brand Eins" gefragt, "Wird der größte Künstler des 21. Jahrhunderts eine Maschine sein?"

 

Nur ein paar Jahre später sind wir der damals noch sehr futuristisch anmutenden Vision (ich hatte ja noch 91 Jahre Zeit, bevor die Frage beantwortet werden konnte) schon ziemlich nahe gekommen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel künstlicher Kreativität liefert Google mit seinem Projekt "Inceptionism" (hier ein deutscher Artikel zum Thema). Dabei dreht das Google-Team den Zweck neuronaler Netze, die trainiert wurden, Gegenstände zu erkennen, quasi um und lässt sie die erkannten Gegenstände "malen". Die Ergebnisse sind verblüffend, und ich wette, dass sie den "Turing-Test" bestehen würden: Menschliche Kunstexperten, die vorher nichts von dem Google-Experiment wussten, wären nicht in der Lage, zu erkennen, dass diese Bilder nicht von Menschen gemalt wurden.

 

Besonders faszinierend daran finde ich, dass die Bilder, die als Ausgangsmaterial dienen, nicht bloß verfremdet wurden, sondern dass die Maschine selbstständig Objekte "hineininterpretiert": So wird aus einer Bergspitze eine Pagode, aus einem Baum ein Turm, aus dem Schatten eines Blattes ein Vogel. Menschliche künstlerische Kreativität funktioniert sehr ähnlich: Die Bilder, die wir in unserem Gehirn abgespeichert haben, um damit Objekte zu identifizieren, holen wir hervor und bringen sie zu Papier, wobei wir oft von realen Bildern inspiriert werden.

 

Natürlich gibt es tausend Argumente dafür, warum das auf keinen Fall "Kunst" sein kann (z.B.: "Die Maschine hat ja nicht die Absicht gehabt, irgendetwas auszudrücken, sondern nur getan, was der Programmierer ihr vorher gesagt hat"). Aber diese Argumente gehen meines Erachtens am Kern der Sache vorbei. Und der lautet für mich: Es gibt nichts - absolut gar nichts - was Menschen können, das Maschinen nicht in naher Zukunft mindestens genauso gut können werden (vielleicht mit der einen Ausnahme, "wie ein Mensch" zu sein).

 

Auch, wenn wir es nicht wahrhaben wollen: Computer werden im Laufe dieses Jahrhunderts nicht nur besser Schachspielen und Autofahren als wir (das können sie längst), sie werden Bilder malen, Sinfonien komponieren und Romane schreiben, die uns zutiefst bewegen und unser Leben bereichern werden. Es wird keinen Beruf mehr geben, den Maschinen in ein paar Jahrzehnten nicht ergreifen könnten - den des Schriftstellers eingeschlossen.

 

 

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Würfelwelt als Hörbuch!

Wenn eines meiner Bücher von einem professionellen Sprecher vertont wird, ist das jedes Mal ein besonderes Erlebnis für mich. Es ist erstaunlich, wie anders Bücher wirken können, wenn jemand sie mit der richtigen Betonung, mit Gefühl und Leidenschaft vorliest. Wie Sätze, die auf dem Papier trocken oder harmlos wirken, plötzlich zusätzliche Spannung und Dramatik erhalten.


Deshalb freue ich mich sehr, dass auch meine Würfelwelt-Reihe nun als Hörbuch erscheint, und zwar bei der Amazon-Tochter Audible. Gelesen werden die Bücher von dem sehr talentierten Schauspieler und Sprecher Elmar Börger. Die ersten 30 Minuten sind ab sofort kostenlos zu hören.


Auch, wer die Bücher bereits gelesen hat, sollte sich das Vergnügen gönnen und die ersten Kapitel der Würfelwelt auf neue Weise erleben. Es lohnt sich!

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Das Dorf Band 4 jetzt erhältlich!

Der vierte Teil meiner Minecraft-Buchserie um den Dorfbewohner Primo und seine Freunde ist jetzt erhältlich. Keine Sorge, mit dem Titel "Das Ende" ist natürlich der Ort in Minecraft gemeint und nicht etwa das Ende der Buchserie oder des kleinen Dorfs am Rande der Schlucht.

 

Oder etwa doch? Auf jeden Fall geraten die Dorfbewohner diesmal in ernsthafte Schwierigkeiten, denn das Ei, das Primo und Kolle in Band 3 "Der Streit" aus dem Nether mitgebracht haben, birgt eine enorme Gefahr in sich ...

 

Auch diesmal kann man wieder alle Schauplätze des Buchs in der PC-Version von Minecraft selbst erkunden. In der Tabelle im Buch sind die exakten Koordinaten angegeben, mit denen man Primos abenteuerlichen Weg nachvollziehen kann.

 

"Das Ende" ist wie üblich bei Amazon erhältlich und im lokalen Buchhandel bestellbar (bitte dem Buchhändler sagen, dass es über Epubli beziehbar ist). Da es etwas umfangreicher ist als die vorherigen Bände der Reihe, ist es auch etwas teurer, liegt mit 6,99 Euro aber immer noch deutlich unter dem üblichen Taschenbuchpreis.

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Das Dorf Band 4 erscheint Anfang Juni

Die Arbeit an "Das Dorf Band 4: Das Ende" steckt in den letzten Zügen. Aller Voraussicht nach wird das Buch Ende der ersten oder Anfang der zweiten Juniwoche erscheinen.

 

Seit Primo das mysteriöse Ei aus dem Nether ins Dorf gebracht hat, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Seine Freundin Golina hat seltsame Träume, und dann erscheint auch noch am hellen Tag einer der rätselhaften Schattenmänner im Dorf. Bald wird klar: Von dem Ei geht eine schreckliche Bedrohung aus. Es muss zurück an seinen Ursprungsort gebracht werden. Doch von dort ist noch nie jemand zurückgekehrt …

Geübte Minecraftler können unschwer erkennen, an welchen düsteren Ort es den armen Primo diesmal verschlägt. Doch vorher sind noch eine Menge Herausforderungen zu bewältigen. Wenn er und seine Freunde diese nicht meistern, dann könnte dies tatsächlich das Ende sein - das Ende des kleinen Dorfs am Rande der Schlucht!

 

Natürlich sind auch diesmal alle Schauplätze per Minecraft-Seed begehbar (leider nur in der PC-Version). Eine Tabelle mit den Koordinaten ist enthalten.

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Würfelwelt auf Polnisch

Jeden Autor macht es stolz, wenn seine Bücher in andere Sprachen übersetzt werden. Im Selfpublishing geschieht das allerdings höchst selten - es sei denn, man macht es selber, so wie ich mit meinen englischen Cubeworld-Romanen.

 

Nun ist bereits der zweite Band meiner Würfelwelt-Trilogie auf Polnisch erschienen, und zwar nicht durch mich übersetzt (ich kann leider kein einziges Wort Polnisch), sondern durch den Verlag Arkady. Damit haben es meine Würfelwelt-Bücher nicht nur in eine andere Sprache geschafft, sondern auch den Sprung vom Selbstverlag zum "richtigen" Verlag getan. Das zeigt einmal mehr, dass Selfpublishing und klassische Verlage keine Gegenpole sind, sondern sich gut ergänzen können.

 

Ich wünsche allen meinen polnischen Lesern viel Spaß in der Würfelwelt!

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ENTER im Buchhandel!

Dieses Erlebnis hat man als Selfpublisher nicht so oft: Das eigene Buch im Handel liegen zu sehen. Unter anderem deswegen bin ich froh, auch in Verlagen veröffentlichen zu dürfen. "ENTER" ist seit gestern offiziell ausgeliefert, und ich konnte es auch schon in der Thalia-Buchhandlung bei uns um die Ecke liegen sehen.


Fertiggestellt habe ich die Geschichte bereits Anfang 2014, doch es dauert immer eine ganze Weile, bis so ein Buch lektoriert, das Cover gestaltet, es im Programmheft abgedruckt, auf der Vertreterkonferenz vorgestellt und in der Presseabteilung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Ergebnis dieses aufwändigen Prozesses, an dem mindestens ein Dutzend Leute beteiligt waren, kann sich hoffentlich sehen lassen! Ich bin jedenfalls stolz darauf und gespannt auf das Feedback der Leser. Worum es geht, steht in der Ankündigung von vor zwei Wochen.


ENTER nach Hause bestellen und die Buchhandlung vor Ort davon profitieren lassen oder es dort gleich abholen? Das geht über die Plattform Buchhandel.de ganz einfach!

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Das Dorf Band 3 jetzt erhältlich!

Ab sofort kann Band 3 der Serie "Das Dorf" bei Epubli oder bei Amazon bestellt werden. Weitere Online-Shops sollten in den nächsten Tagen folgen. Auch im lokalen Buchhandel ist das Buch bestellbar, dabei bitte dem Buchhändler sagen, dass das Buch über Epubli bezogen werden kann.


Hier der Klappentext: In dem kleinen Dorf am Rand der Schlucht scheint die Welt in Ordnung zu sein. Doch ein harmloser Streit zwischen Primo und seiner Freundin hat ungeahnte Folgen: Golina verschwindet spurlos, und die Suche nach ihr führt Primo und Kolle bis in die gefährliche Unterwelt des Nether ...

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Meine Minecraft-Romane als Top-Empfehlung im iTunes-Store

Bereits seit Längerem gibt es meine Minecraft-Romane auch im iTunes-E-Book Store, wo man sie bequem für das iPhone oder iPad herunterladen und lesen kann.


Nun hat Apple meine Würfelwelt-Romane als besondere Empfehlungen ausgewählt und prominent im iTunes-Store platziert, außerdem wurde die Serie "Das Dorf" über Ostern als Tipp in der Kinderbuchabteilung vorgestellt. Darüber freue ich mich natürlich riesig!


Apple hat mich schon immer mit dem absoluten Qualitätsanspruch begeistert, den sie nicht nur an ihre eigene Technik stellen, sondern auch an die Inhalte und Anwendungen, die man im iTunes-  und App-Store herunterladen kann. Als Mitarbeiter in einem Projekt, bei dem eine iPhone-App entwickelt wurde, weiß ich, wie aufwändig die Qualitätskontrollen sind. Daher empfinde ich diese prominente Platzierung als große Auszeichnung. Danke, Apple!

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ENTER erscheint am 13.4.

Ich freue mich darauf, meinen neuen Thriller "ENTER" ab nächsten Montag im Buchhandel liegen zu sehen.

 

Wieder ist das Berliner SEGI-Team um Hauptkommissar Adam Eisenberg mit der Aufklärung eines mysteriösen Falls beschäftigt. Eine Aktivistengruppe namens NTR verübt Anschläge gegen technische Einrichtungen, offenbar aus Furcht vor einer Versklavung der Menschen durch die Technik. Als ein führender Experte für Künstliche Intelligenz ermordet wird, haben die SEGI-Mitglieder Zweifel an der offiziellen Theorie, doch der zuständige Ermittlungsleiter verbittet sich jegliche Einmischung. Zu allem Überfluss fällt auch noch ein Schatten über das Team ...

 

ENTER greift ein Thema wieder auf, das mich schon in "Das System" und "Schöpfung außer Kontrolle" beschäftigt hat: die Schattenseiten einer ungebremsten technischen Entwicklung.

 

Wer nicht bis zum Erscheinungstermin nächste Woche warten möchte, kann bereits ab sofort eine neue Bonus-Story herunterladen. Diesmal beleuchte ich den Charakter des SEGI-Teamleiters Adam Eisenberg anhand einer Geschichte aus seiner Jugend. Die Geschichte ist in allen E-Book-Stores kostenlos erhältlich, z.B. hier:

Amazon Kindle

EPUB

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Das Dorf Band 3 erscheint nach Ostern

Die Arbeit am dritten Band meiner Minecraft-Romanserie "Das Dorf" ist fast beendet. In etwa zwei Wochen wird das Buch im Buchhandel und bei Amazon bestellbar sein.


Wie man am Cover unschwer erkennen kann, verschlägt es den abenteuerlustigen Primo und seinen Freund Kolle diesmal in die düstere Unterwelt des Nether. Grund dafür ist ein Streit zwischen Primo und seiner Freundin Golina, die kurz darauf spurlos verschwindet. Auf der Suche nach ihr geraten die beiden mehr als einmal in Schwierigkeiten, begegnen schlecht gelaunten Zombie-Pigmen und müssen feststellen, dass es leichter ist, Streit zu verursachen, als ihn zu schlichten.


Damit jeder die Handlungsschauplätze in Minecraft (PC-Version) selbst erkunden kann, sind neben dem nötigen Seed auch präzise Positionsangaben im Buch enthalten.


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Radiobeitrag zu meinen Minecraft-Büchern auf RBB

Zur Leipziger Buchmesse hat der Radiosender RBB einen Beitrag zu meinen Minecraft-Büchern gemacht. Darin kommen sowohl Concrafter, dem ich einen großen Teil meines Erfolgs verdanke, als auch ich selbst zu Wort. Auch Pezcrafts Verfilmung von "Das Dorf" wird erwähnt. Den Beitrag kann man hier in der Mediathek anhören.

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Freitag in Leipzig

Die Ankündigung erfolgt vielleicht ein bisschen kurzfristig: Ich bin morgen auf der Leipziger Buchmesse, u.a. um 14.30 Uhr auf einer Veranstaltung zum Thema Selfpublishing vs. Verlag um 14.30 Uhr in Halle 5, Stand B600. Von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr bin ich am Epubli-Stand zu erreichen, ebenfalls Halle 5, B303.

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Teil 2 der Verfilmung von "Das Dorf"


Teil 2 der Verfilmung von "Das Dorf Band 1" ist jetzt auf Youtube verfügbar. Pezcraft und sein Team schaffen hier meiner Ansicht nach ein kleines Meisterwerk, das mich als Autor mächtig stolz macht. All die Handlung aus dem Buch in Minecraft 1:1 umzusetzen ist wirklich nicht einfach, aber sie haben das großartig hingekriegt und mit dem Intro zu diesem Teil sogar noch einen tollen Spannungsbogen hinzugefügt. Unbedingt anschauen und liken! Ich freue mich schon auf die nächsten Teile.

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Google und die Demokratie

Normalerweise schreibe ich in diesem Blog nicht über politische Themen. Heute mache ich mal eine Ausnahme. Ich bin zurzeit mit ersten Vorüberlegungen für einen neuen Roman beschäftigt. Bei der Recherche möglicher Themen habe ich vorhin „Bundestagswahl 2017“ bei Google eingegeben und dabei eine für mich äußerst verstörende Entdeckung gemacht.


Die Suchergebnisliste zeigte wie üblich einige Bilder zum Thema unter den ersten Ergebnissen. Mir fiel sofort auf, dass sie sich sehr ähnelten. Neugierig geworden, klickte ich auf die Bildersuche und bekam einen Schreck: Fast alle angezeigten Bilder stammten augenscheinlich von einer einzelnen Person, einem möglicherweise geistig verwirrten Amateurgrafiker und CDU-Hasser. Auch längeres Scrollen änderte kaum etwas.

 

Als Fan statistischer Analysen habe ich es ausgezählt: Auf der ersten Seite waren 31 von 37 angezeigten Bildern (84%) von besagtem Menschen, auf der zweiten Seite immer noch 71%. Auf den ersten neun Seiten sind von 359 Bildern, die Google findet, 175 – fast die Hälfte – von ihm.

 

Man könnte darüber schmunzeln: Die Hassbilder sind so übertrieben, dass sie wohl kaum jemanden überzeugen werden, und zudem oft unfreiwillig komisch („Langfristig sind wir alle tot“). Doch sie offenbaren ein viel tiefer liegendes Problem, das bei mir ein äußerst unangenehmes Kribbeln in der Magengegend erzeugt. Denn Google ist nicht bloß eine Website, auf der man schnell Informationen findet. Google ist längst ein Teil unserer Wahrnehmung geworden. Es formt unsere Realität.

 

Vor Kurzem war ich auf einer Veranstaltung, auf der einige Experten über „SEO“ – Search Engine Optimization – gesprochen haben. Jeden Tag arbeiten in Deutschland tausende von Spezialisten daran, Webseiten so zu „optimieren“, dass sie von Google in den Suchergebnissen bevorzugt werden. Je höher der „Google Rank“, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass der User den Link anklickt. Das macht besonders für Onlineshops einen gewaltigen Unterschied in Bezug auf den Umsatz, also lohnt es sich, hierfür teure Spezialisten zu bezahlen. Das ist nichts Neues und auch nicht verwerflich.

 

Doch was, wenn diese Art der „Optimierung“ nicht nur Produktangebote betrifft, sondern auch Nachrichten? Wenn das, was wir über Politik erfahren, nicht mehr von Redaktionen gefiltert wird, die sich zumindest halbwegs um Objektivität und Sachlichkeit bemühen, sondern von einem scheinbar objektiven Algorithmus, den man mit ein paar simplen Tricks manipulieren kann? Was, wenn jemand diese Tricks weitaus besser beherrscht als alle anderen?

 

Natürlich findet SEO auch in Nachrichtenredaktionen statt, das ist nichts Neues. Doch ich habe bisher in meiner Naivität geglaubt, dass sich, wenn alle SEO betreiben, unterm Strich nicht viel ändert und Google immer noch ein halbwegs ausgeglichenes Bild der politischen Realität liefert. Heute bin ich eines Besseren belehrt worden.

 

Die Manipulation des Google-Alorithmus ist in dem dargestellten Fall so leicht erkennbar, dass sie keinen großen Schaden anrichtet. Doch ich mag mir nicht vorstellen, was passiert, wenn ein politisch radikalisiertes Manipulationsgenie – der Joseph Goebbels unserer Zeit – diesen Mechanismus für sich entdeckt und auf subtile Art unsere politische Wahrnehmung verzerrt. Für unsere Demokratie könnte das eine ernste Gefahr bedeuten.

 

Da Google seinen Algorithmus permanent ändert, habe ich das Ergebnis der Bildersuche vom heutigen Tage in einem Screenshot dokumentiert, den man hier downloaden kann.

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Das Dorf Band 2 jetzt erhältlich!

Seit Kolle von einem Nachtwandler gebissen wurde, verfügt er über erstaunliche Kräfte, doch das Gift in seinem Körper wirkt weiter. Primo muss mit ansehen, wie sich sein bester Freund allmählich in ein Monster verwandelt. Nur die Hexe Ruuna kann ihn jetzt noch retten. Doch die lebt weit entfernt irgendwo im Norden …


"Kolle in Not" ist die Fortsetzung der Geschichte um die Bewohner eines kleinen Dorfs in der Welt des Computerspiels Minecraft. Ab sofort im Buchhandel bestellbar oder direkt beim Hersteller Epubli (dort gibt es auch eine kostenlose Leseprobe) bzw. bei Amazon. Ich freue mich über Rezensionen!

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Das Dorf Band 2 erscheint in Kürze

Die Fortsetzung meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" heißt "Kolle in Not" und ist bereits fertig geschrieben. Noch einmal gründlich überarbeiten, dann kann sie in ca. zwei Wochen erscheinen. Vorab schon einmal das Cover.

 

ACHTUNG SPOILER: Wer Band 1 noch nicht kennt, sollte jetzt nicht weiterlesen!

 

Zum Inhalt: Seit Kolle von einem Nachtwandler gebissen wurde, verfügt er über erstaunliche Kräfte, doch das Gift in seinem Körper wirkt weiter. Primo muss mit ansehen, wie sich sein bester Freund allmählich in ein Monster verwandelt. Nur die Hexe Ruuna kann ihn jetzt noch retten. Doch die lebt weit entfernt irgendwo im Norden.

 

Auf der abenteuerlichen Suche nach einem Heilmittel für Kolle entfernen sich die beiden Freunde zusammen mit dem Einsiedler Willert weiter als je zuvor von ihrem Heimatdorf, müssen viele Gefahren überwinden und machen dabei so manche unerwartete Entdeckung.

 

Wie auch schon im ersten Band lassen sich alle Schauplätze des Buchs in Minecraft selbst erkunden. Dazu einfach beim Spielstart eine neue Welt mit dem Seed 100200300400500 erzeugen. Der Seed funktioniert in der PC-Version, inwieweit er auch bei Konsolen dieselbe Welt generiert, weiß ich leider nicht.

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Neue kostenlose Bonus-Story

Sim Wissmann ist mein heimlicher Lieblingsheld im SEGI-Team, das sich im Berliner Landeskriminalamt mit der Verbrechensaufklärung im Internet beschäftigt. Seine Fähigkeit, in erstaunlicher Geschwindigkeit fehlerfreie Computerprogramme zu schreiben, ist legendär, ebenso das völlige Fehlen jeglichen Gespürs für die Gefühle anderer Menschen.


Sims Art, zu denken, versteht nur Sim wirklich. Aber mit seinen ungewöhnlichen Ansätzen hat er bereits in DELETE den Ermittlungen von Hauptkommissar Eisenberg und seinem Team zu einem entscheidenden Durchbruch verholfen. Auch in meinem neuen Roman ENTER, der im April erscheint, spielt er natürlich eine wichtige Rolle. Zeit also, auch ihm einen kleinen Soloauftritt in meiner Bonus-Story-Reihe zu gönnen.



"Sim Wissmann" ist ab sofort in allen E-Book-Shops kostenlos erhältlich, z.B. hier:

Amazon (Kindle)

Buecher.de (Epub)

Oder direkt beim Verlag downloaden


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"Das Dorf" wird verfilmt!

Das Geniale an Minecraft ist die enorme Kreativität, die das Spiel freisetzt. Eine riesige Community hat hunderttausende von Videos, Mods, Maps, Skins und vieles mehr geschaffen. Ich bin stolz darauf, zu dieser Community zu gehören. Deshalb freue ich mich besonders, wenn meine Bücher von anderen Minecraftbegeisterten als Quelle der Inspiration genutzt werden, um selbst etwas Kreatives damit zu machen. Immer wieder bekomme ich Fragen, ob man meine Bücher vorlesen oder verfilmen darf. Meine Antwort darauf lautet immer: "Ja, gerne."

 

Allerdings ist das Verfilmen des Buchs eine Riesenmenge Arbeit. Nicht umsonst haben Hollywoodfilme Millionenbudgets. Deshalb bin ich umso mehr beeindruckt von den ersten Minuten der Verfilmung von "Das Dorf", die Pezcraft jetzt veröffentlicht hat. Die Kameraführung ist hoch professionell, die Vertonung ebenfalls, und wie die Dialoge in Szenen umgesetzt wurden, finde ich absolut großartig. Ich kann nur jedem, der "Das Dorf" mag, empfehlen, sich das Video anzusehen, und freue mich schon sehr auf die weiteren Teile!

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