Das Dorf Band 20: Der Bürgermeister

Nachdem der neue Dorfbewohner Anon ins Dorf am Rand der Schlucht gezogen ist, herrscht dort helle Aufregung. Denn Anon hat erzählt, dass es in seiner Heimat üblich war, alle vier Jahre einen Bürgermeister zu wählen. Daraufhin möchte jeder der wichtigste Dorfbewohner sein und im prachtvollen neuen Palast am Rand der Schlucht wohnen. Mit Sorge beobachtet Primo, wie sich Misstrauen und Streit im Dorf ausbreiten …

 

Im 20. Band meiner Minecraft-Buchserie geht es um die Macht- und Intrigenspiele der Politik, die selbst das so beschauliche kleine Dorf am Rand der Schlucht gehörig durcheinander bringen können. Aber keine Sorge, die chaotische Hexe Ruuna sorgt mit ihren magischen Tränken dafür, dass es nicht allzu ernst zugeht ...

 

Das Buch ist ab sofort bei Amazon (gedruckt/E-Book) und Epubli (gedruckt/E-Book) verfügbar, weitere Onlineshops  folgen in den nächsten Tagen. Über Epubli ist das  Buch auch im stationären Buchhandel bestellbar.

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Q-POP ist wieder da!

Die Evolution ist ein faszinierendes Phänomen. Sie ist nicht nur der Mechanismus hinter der Entstehung des Lebens auf der Erde, sondern treibt auch die Entwicklung der künstlichen Intelligenz voran - mit vielfältigen Konsequenzen, über die ich gerade in meinem anderen Blog eine kleine Miniserie schreibe. Mich fasziniert dieses Thema schon sehr lange. Ich habe nicht nur ein Buch darüber geschrieben, sondern in den Neunzigerjahren mit einem kleinen Team auch ein Computerspiel dazu entwickelt.

 

Im Überlebenskampf der Evolution in der Natur überlebt nicht immer nur der Stärkere oder Klügere. Manchmal überleben in irgendwelchen versteckten Nischen auch Spezies, die mancher längst für ausgestorben hielt, wie etwa der Quastenflosser. Und selbst Computerspiele aus den Neunzigerjahren schaffen es manchmal bis in die Jetztzeit - zumindest, wenn sie so treue und talentierte Fans haben wie Mathias Bockwoldt, der mein altes Evolutionsspiel in die heutige Zeit gerettet und Internetbrowser-kompatibel gemacht hat.

 

Ich bin ihm dafür sehr dankbar - nicht nur, weil er dadurch die putzigen lila Kühe, hüpfenden Erdbeeren, fleischfressenden Pilze und manch andere bizarre Spezies vor dem Aussterben bewahrt hat, sondern auch, weil dies ein Stück meiner Vergangenheit ist, auf das ich immer noch mächtig stolz bin. Q-Pop ist nie ein finanzieller Erfolg geworden, doch es kam damals in den Tests der Computerspielzeitschriften gut weg und hat immer noch ein paar treue Fans.

 

Wer Lust auf ein Retro-Spiel hat und sich nicht an der niedrigen Grafikauflösung stört (damals war 640x480 Pixel in 256 Farben State-of-the-Art!) oder wissen möchte, was Karl Olsberg gemacht hat, bevor er seinen ersten Roman schrieb, kann Q-POP hier kostenlos spielen. Und zwar allein oder mit bis zu sechs Spielern im "Hotseat-Modus", d.h. man spielt nacheinander an einem PC. Eine Installation ist dafür nicht erforderlich. Erklärungen zum Spiel gibt es auf der Fanpage von Mathias Bockwoldt.

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Endlich aufgedeckt: Der wahre Drahtzieher hinter der Corona-Verschwörung!

Ich äußere mich in diesem Blog nur selten politisch. Doch nachdem Deutschland nun endlich erwacht ist und sich nicht länger für dumm verkaufen lässt, fühlte ich mich verpflichtet, der Sache mit diesem angeblichen Coronavirus auf den Grund zu gehen. Was ich dabei herausfand, ist wahrhaft erschreckend:  Die von der Merkel-Regierung verhängte Maskenpflicht ist in Wahrheit nur ein Ablenkungsmanöver, um die wirkliche Verschwörung zu vertuschen! Doch damit ist jetzt Schluss, denn mir ist es durch stundenlange Internetrecherche gelungen, den wahren Drahtzieher hinter allem zu enttarnen! Und diese Verschwörung ist noch viel größer, als alle dachten – sie hat wahrhaft kosmische Ausmaße!

 

Mir liegen unwiderlegbare Beweise dafür vor, wer wirklich dahinter steckt: Das Universum ist an allem schuld!

 

Ja, ihr habt richtig gelesen: Ausgerechnet das Universum, das immer so harmlos tut mit seinen funkelnden Sternlein am Nachthimmel, steckt in Wahrheit hinter allen Übeln dieser Welt! Das geht schon mit dem Urknall los, quasi der Mutter aller Terroranschläge. Bis jetzt hat noch niemand versucht, das Universum dafür zur Rechenschaft zu ziehen – warum wohl??? Aber damit hört es noch lange nicht auf! Im Gegenteil, das Universum wächst weiter! Und es wächst sogar immer schneller! Merkt ihr was?

 

Klar, Merkel tut so, als könne man da nichts machen. Dabei ist sie Physikerin! Aber statt dem Universum endlich Einhalt zu gebieten, erfindet sie irgendwelche mysteriösen Krankheiten und zwingt uns, Masken zu tragen, damit wir nicht mehr die Wahrheit sagen können. Mal ehrlich, hat denn überhaupt jemand dieses angebliche Coronavirus schon mal mit eigenen Augen gesehen? Ich jedenfalls nicht. Übrigens: Wenn man das erste U, das N, das E und das M von Universum weglasst, bleiben die Buchstaben IVRSU übrig – was sich ganz leicht zu VIRUS umstellen lässt. Das kann kein Zufall sein!

 

Aber es wird noch besser! Hier kommen sechs unglaubliche Fakten über das Universum, die WIRKLICH WAHR SIND (ihr könnt das gerne nachprüfen):

  1. Obwohl Albert Einstein bewiesen hat, dass die Newtonschen Gesetze nicht stimmen, zwingt uns die Merkel-Regierung immer noch, uns daran zu halten!
  2. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik führt dazu, dass alles immer chaotischer wird! Aber keiner tut was dagegen!!!!
  3. Im ganzen Universum gilt eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 300.000 km/sec. Wer bitte hat das eigentlich so festgelegt?
  4. Ein Elektron weiß nicht mal, ob es eine Welle oder ein Teilchen ist! Und wir sollen alles glauben, was das Robert-Koch-Institut sagt, oder was?
  5. Im Zentrum unserer Galaxis ist ein riesiges SCHWARZES LOCH, aus dem NICHTS entkommen kann! Das perfekte Gefängnis für alle, die die Regierung mundtot machen will!
  6. Total irre: Physiker geben offen zu, dass das Universum zu 95% aus DUNKLER Materie und DUNKLER Energie besteht! Aber keiner sagt einem, was diese mysteriöse dunkle Materie und dunkle Energie ÜBERHAUPT IST!!! Auch Merkel will angeblich NICHTS GEWUSST HABEN!

Unsere Regierung hat keine Ahnung, woraus das Universum besteht, und trotzdem will sie uns zwingen, uns an die physikalischen Gesetze zu halten! Das können und dürfen wir uns nicht länger bieten lassen! Deshalb fordere ich hiermit nachdrücklich:

  • Weg mit der Schwerkraft, die nur dazu da ist, uns am Boden zu halten!
  • Sofortige Aufhebung der Lichtgeschwindigkeitsobergrenze!
  • Verhinderung des Kollapses der Wellenfunktion, ehe es zu spät ist!
  • Offenlegung aller Geheimnisse des Universums!
  • Wiedervereinigung mit ALLEN Paralleluniversen!

Wir sind freie Bürger und lassen uns vom Universum nicht länger vorschreiben, wie die Welt zu funktionieren hat! Macht alle mit: Ignoriert die Wirklichkeit, damit endlich alles so schön einfach wird, wie wir es uns wünschen!

 

Foto: Tanja Herrmann, CC BY-SA 4.0

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Interaktiver Skill zu Neopolis

Heute erscheint mein neuer Roman "Neopolis - Die Stadt aus Licht" exklusiv als Audible Original-Hörbuch. Gleichzeitig gibt es dazu auch einen interaktiven Alexa-Skill, mit dem man selbst ein kleines Abenteuer in der fiktiven Hightech-Metropole Neopolis erleben kann.

 

Allerdings spielt man darin nicht einen der reichen Bürger oder Touristen, die die digitalen Annehmlichkeiten der Stadt genießen, sondern einen bettelarmen Jungen namens Ajit, einen der zahllosen "Unberechtigten" aus dem Norden der Stadt.

 

Als Ajit zufällig eine seltsame Goldmünze in die Hand fällt, ist dies seine große Chance, seine Schulden bei Hamit, dem Geldverleiher, loszuwerden. Doch finstere Gestalten sind hinter der Münze her. Ob Ajit es schafft, sie wieder loszuwerden, ohne in ernsthafte Schwierigkeiten zu geraten, hängt von den Ja-Nein-Entscheidungen des Spielers ab.

 

Ajits Münze spielt später im Hörbuch eine entscheidende Rolle. Mit ihrer Hilfe kann man einen "Marid" beschwören, einen digitalen Dämon, der einem in der Realität nahezu jeden Wunsch erfüllen kann. Doch wie im Märchen ist es auch in Neopolis nicht ungefährlich, sich mit solchen Mächten einzulassen ...

 

Dies ist der erste von mir entwickelte Alexa-Skill, der von einem professionellen Sprecher vertont wurde. Das klingt dann noch einmal sehr viel besser als die - schon recht guten - synthetischen Stimmen, die Alexa erzeugt. Wer den Skill ausprobieren möchte, kann dies auch ohne einen Amazon Echo Smart-Speaker tun, und zwar mit der kostenlosen Alexa-App auf jedem Smartphone.

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Neopolis - Die Stadt aus Licht

Am 13. August erscheint mein neues Projekt Neopolis - Die Stadt aus Licht exklusiv als Hörbuch bei Audible. Das ist ein Novum für mich: Bis jetzt sind meine nicht selbst veröffentlichten Romane immer zuerst in einem Verlag erschienen, der dann ggf. die Audiorechte weitervergeben hat. Das Hörbuch war also immer eine so genannte "Zweitverwertung".

 

Als Audible vor zwei Jahren mit der Idee an mich herantrat, den Spieß umzudrehen und eine umfangreiche Geschichte zunächst exklusiv als Hörbuch zu veröffentlichen, habe ich gezögert. Dies lief allem entgegen, was ich bisher über die Buchbranche gelernt hatte, zumal ich selbst eher Leser als Hörer bin. Außerdem bleibt bei dieser Art der Exklusivvermarktung der Buchhandel zunächst außen vor.

 

Doch gleichzeitig wusste ich, dass von den Networks selbst produzierte bzw. in Auftrag gegebene Exklusivinhalte zumindest im Videomarkt die Zukunft sind. Die Exklusiv-Vermarktung ermöglicht es, besondere Ideen zu realisieren, die sonst kaum zu finanzieren wären. Einige der besten Serien-Highlights der letzten Jahre sind so entstanden und Streaming-Serien haben inzwischen dem klassischen Kinofilm nicht nur in der Masse, sondern auch in der Klasse weitgehend den Rang abgelaufen.

 

Tatsächlich ist die Science-Fiction-Serie "Neopolis", die aus drei Staffeln besteht, das umfangreichste Werk, das ich je geschrieben habe. Mehr als anderthalb Jahre habe ich intensiv daran gearbeitet.  Ob es auch ein Highlight geworden ist, kann ich selbst natürlich nicht beurteilen. Umso gespannter bin ich auf die Meinung der Hörer!

 

Darum geht es: Als der Gamer Nick Bartholomäus für einen Kurzurlaub in die "Stadt aus Licht" Neopolis in der Nordwestecke Saudi-Arabines fliegt, freut er sich auf fünf Tage voller spektakulärer Illusionen und aufregender Abenteuer. Denn Neopolis ist eine "hybride" Stadt, bei der reale und virtuelle Elemente in der "Holobrille", die jeder Besucher permanent trägt, verschmelzen. So hat man den Eindruck, sich mitten in einer gigantischen Märchenwelt aus 1001 Nacht zu befinden.  Doch schon bald merkt Nick, dass sich hinter der glänzenden Fassade eine düstere Realität verbirgt. Als er dann eine merkwürdige Münze findet, mit der er einen mächtigen virtuellen Dämon beschwören kann, gerät er gemeinsam mit der Künstlerin und Aktivistin Adina Marini immer tiefer in einen Strudel tödlicher Gefahren ...

 

Bei der Idee zu Neopolis habe ich mich von dem realen Projekt Neom inspirieren lassen, das der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman 2017 vorstellte.  Gelesen wird das Hörbuch von dem großartigen Schauspieler Edin Hasanović, der unter anderem mit einer Goldenen Kamera, dem Deutschen Fernsehkrimipreis und dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde. Die Geschichte ist zunächst exklusiv bei Audible verfügbar, wird aber ab 2022 auch in Buchform erscheinen.

 

Zu Neopolis habe ich außerdem einen interaktiven Prolog als Alexa-Skill entwickelt, den ich demnächst in einem separaten Blogbeitrag vorstellen werde.

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Galactic Gamers Band 2

Am 22. Juli erscheint der zweite Band meiner Kinderbuchserie "Galactic Gamers" mit dem Titel "Mission: Asteroid". Auch diesmal muss sich der Held Felix zusammen mit seinen Alien-Freunden einer spannenden und gefährlichen Herausforderung stellen.

 

Schauplatz dieses Mal: ein Asteroid. Ziel: den Zentralcomputer einer Erzmine abschalten. Felix freut sich auf ein neues Abenteuer mit Team Tentakelfaust. Doch schon bald gibt es Probleme mit dem neuen Teammitglied Platus. Und auch ihre Gegner machen es ihnen alles andere als leicht. Erneut treten sie gegen die Unbesiegbaren Helden an und die wollen Rache für das letzte Spiel – koste es, was es wolle.

 

Die wunderbaren Illustrationen stammen auch diesmal wieder von Kaja Reinki und Ron Lipkowski. Empfohlen ab 10 Jahren.

 

Das Buch kann z.B. bei Amazon, Thalia, Bücher.de oder im stationären Buchhandel vorbestellt werden.

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Leseauszug und Kurzvortrag zu "Boy in a Dead End"

Für eine Online-Lesung anlässlich der Heidelberger Literaturtage habe ich vorab einen Ausschnitt aus meinem Jugendroman "Boy in a Dead End" aufgezeichnet und erzähle in einem Kurzvortrag auch etwas zu einigen der Fragen, die im Buchbehandelt werden. Leider sind die klugen Fragen der Moderatorin Evelyn Gangl sowie des Publikums vom Freitag nicht enthalten. Wer mir aber eine Frage stellen möchte, kann das gern per Mail (karlolsberg@gmail.com) oder über das Kontaktformular tun.

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Online-Veranstaltungen im Rahmen der Heidelberger Literaturtage

Anfang des Jahres hatte ich mich schon darauf gefreut, nächste Woche das wunderschöne Heidelberg besuchen und dort im Rahmen der Heidelberger Literaturtage an zwei Live-Events teilnehmen zu dürfen. Doch das Coronavirus hat den Veranstaltern und mir einen Strich durch die Rechnung gemacht, wie so vielen anderen auch.

 

Zum Glück ist Heidelberg nicht nur schön, sondern auch Heimat findiger und kreativer Leute, und so wurde das Festival kurzerhand ins Internet verlegt. Zwar kann man mich dann nicht persönlich treffen, aber dafür kann jeder von zu Hause aus live dabei sein.

 

Am Donnerstag, 25.6. um 22.30 Uhr werde ich mit Berit Glanz und Henning Schönenberger über künstliche Intelligenz in der Literatur diskutieren.

 

Am Freitag, dem 26.6. um 10.00 Uhr werde ich dann aus "Boy in a Dead End" lesen, etwas über die Hintergründe erzählen und mich anschließend mit der Moderatorin und Jugendliteratur-Expertin Evelyn Gangl über das Buch unterhalten (die Lesung habe ich zuvor aufgezeichnet, Fragen können aber live gestellt werden).

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Das Dorf Band 19: Zum Nether nochmal!

"Zum Nether nochmal!", schimpft Willert, als seine Freundin, die Hexe Ruuna, mal wieder aus Versehen ihre gemeinsame Hütte in die Luft gesprengt hat. Er ahnt noch nicht, dass er bald zusammen mit Primo in die düstere Unterwelt des Minecraft-Universums aufbrechen wird, in der sich seit Primos letztem Besuch eine Menge verändert hat. Doch die Gefahr, auf die die beiden dort stoßen, ist nur allzu vertraut ...

 

Minecraft-Fans warten schon ungeduldig auf das neue Update, das den Nether einer Generalüberholung unterzieht. Ich habe mir die Vorab-Versionen angeschaut und muss sagen, der Aufwand hat sich gelohnt - der Nether ist sehr viel interessanter und auch optisch eindrucksvoller geworden. Neben zwei neuen Biomen gibt es mit den Piglins und Hoglins auch neue Mobs, die den Ausflug dorthin noch gefährlicher machen, als er ohnehin schon ist. Zudem haben die Endermen den Nether als Lebensraum für sich entdeckt. Wie es dazu kam, ist Teil meiner neuen Geschichte.

 

Nachtrag 22.3.: Der 19. Band der Dorf-Reihe ist ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als E-Book sowie bei Epubli verfügbar, weitere Onlineshops folgen in den nächsten Tagen.

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#LeidernichtLeipzig, aber dafür jede Menge Lesestoff kostenlos!

Die Absage der Leipziger Buchmesse 2020 war richtig und notwendig, aber sie ist trotzdem ein harter Schlag für alle Büchermenschen. Doch viele Verlage und Autoren machen das Beste aus der Situation und verlegen die Messe kurzerhand ins Internet. Nachdem ich bereits vor der Absage zum Zuhausebleiben aufgerufen habe,  freue ich mich über die vielen kreativen Aktionen und möchte natürlich meinen Teil dazu beitragen, dass die vielen tausend Leser*innen, die nun nicht nach Leipzig können, trotzdem etwas Lesespaß bekommen.

 

Wie bereits angekündigt, stelle ich hier während der geplanten Messetage vom 12. bis zum 15. März drei meiner selbst veröffentlichten Bücher kostenlos zum Download zur Verfügung. Parallel sind die Bücher auch bei Amazon kostenlos erhältlich. Zudem hat sich der Loewe Verlag freundlicherweise bereit erklärt, während dieser Zeit auch das E-Book zu "Boy in a White Room" in allen Onlineshops (z.B. bei Amazon und bei Thalia) kostenlos anzubieten. Herzlichen Dank dafür an das Loewe-Team!

 

Hinweis: Die Aktion ist inzwischen beendet.


Die Fährtenleserin

Als die junge Fährtenleserin Andrin von einer hohen Belohnung hört, die für das Erlegen einer mörderischen Bestie ausgesetzt ist, hat sie keine Wahl, als sich der Jagdgesellschaft anzuschließen. Denn das Leben des Menschen, den sie am meisten liebt, steht auf dem Spiel. Doch nach und nach wird ihr klar, dass nichts so ist, wie es scheint, und aus den Jägern werden mehr und mehr Gejagte ... "Die Fährtenleserin" ist eine Geschichte um Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung und mein erster Fantasy-Roman.

 

"Die Fährtenleserin" bei Amazon



Der Turm des Mardox

Als sich der mächtige Zauberer Mardox aus Zorn über verschmähte Liebe einen Dämon beschwört, muss sein junger Gehilfe Wiggel eine Katastrophe verhindern ... Ein humorvoller Fantasy-Roman, den man mit dem interaktiven Alexa-Skill auch als interaktives Abenteuer allein oder mit bis zu sechs Spielern erleben kann - aber nicht muss. Mehr dazu hier.

 

"Der Turm des Mardox" bei Amazon



Mygnia Sammelband

Diese Sammlung enthält die Mygnia-Romane "Die Entdeckung" und "Die Stadt des Windes" sowie ein Essay und ein Interview zu dem inzwischen eingestellten Science Fiction-Mitschreib-Projekt. Mehr dazu hier.

 

Der Mygnia-Sammelband bei Amazon


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Bleib zuhause und lies!

Aktualisierung 3.3. 14:00h: Die Leipziger Buchmesse wurde inzwischen abgesagt. Meine Kostenlos-Aktion (siehe unten) findet trotzdem statt!

 

Die Leipziger Buchmesse ist immer etwas ganz Besonders für mich. Nicht nur, weil ich Leipzig als Stadt sehr mag (ich war erst vor zwei Wochen zu einem Kurzurlaub dort), sondern vor allem, weil sie im Gegensatz zur Frankfurter Buchmesse in erster Linie für euch, meine Leser*innen, gemacht ist. Umso bitterer ist es, dass dieses großartige Lesefest dieses Jahr durch das neue Coronavirus akut bedroht ist.

Noch wurde die Messe nicht abgesagt. Die Vernunft gebietet es mir jedoch, euch zu bitten, dieses Jahr nicht nach Leipzig zu fahren. Stattdessen fordere ich alle meine Leser*innen auf: Bleibt zuhause und lest! Um euch diese Entscheidung etwas leichter zu machen, schenke ich jedem, der NICHT zur Leipziger Buchmesse fährt, ein E-Book!

Während der Messetage vom 12. bis 15. März werden folgende E-Books, die ich selbst veröffentlicht habe, auf Amazon kostenlos verfügbar sein und auf dieser Website in verschiedenen Formaten zum Download zur Verfügung stehen:

Darüber hinaus spreche ich zurzeit mit den Verlagen, in denen Bücher von mir erschienen sind, darüber, inwieweit sie sich an dieser Aktion beteiligen wollen. Noch unklar ist, ob ich selbst nach Leipzig fahren werde, falls die Messe stattfindet – ich bin für mehrere Veranstaltungen eingeplant und werde diese nur nach Rücksprache mit den beteiligten Veranstaltern absagen. Ich werde es auf dieser Website mitteilen, sobald es hierzu Neues gibt.

 

Update 4.3.: Der Loewe Verlag unterstützt meine Aktion, indem mein Roman "Boy in a White Room" während der Messetage überall kostenlos als E-Book erhältlich sein wird. Danke, liebes Loewe-Team!


Eine solch drastische Bitte, die (noch?) im Widerspruch zur Entscheidung der Messeveranstalter steht, erfordert eine  ausführliche Begründung.

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr durch das neue Coronavirus für die Bevölkerung als „gering bis mäßig“ ein. Das Virus ist besonders schwierig einzudämmen, weil Infizierte bereits ansteckend sind, bevor sie erste Symptome spüren, und es noch keinen Impfstoff gibt (dieser wird frühestens im nächsten Jahr verfügbar sein). Doch es geht hier nicht nur um das individuelle Risiko einer Ansteckung, das auf einer Massenveranstaltung immer gegeben ist und über das jeder selbst entscheiden kann.

Covid-19 ist vor allem eine große Belastung für unser Gesundheitswesen. Ärzt*innen und Pfleger*innen sind besonders gefährdet, zumal es bereits einen Engpass bei Schutzkleidung gibt, die überwiegend in China hergestellt wird. Sollte die Zahl der Covid-19-Fälle drastisch steigen, wird sich dies massiv auf die Behandlungskapazität der Krankenhäuser und Arztpraxen auswirken, weil mehr Menschen behandelt werden müssen und gleichzeitig medizinisches Personal ausfällt. Zudem zwingt das neuartige Virus die Krankenhäuser zu besonders aufwändigen Maßnahmen wie Quarantäne der Betroffenen. Somit wirkt sich Covid-19 nicht nur auf die Infizierten aus, sondern auch auf alle anderen kranken und hilfsbedürftigen Menschen. Vor diesem Hintergrund halte ich es für geboten, die Zahl der Covid-19-Fälle so gering wie möglich zu halten und deshalb Massenveranstaltungen wie die Leipziger Buchmesse zu meiden – nicht nur im Eigeninteresse, sondern vor allem im Interesse der Menschen, die unser Gesundheitssystem mit großem persönlichen Einsatz am Laufen halten, und derjenigen, die es momentan dringend brauchen, aus welchen Gründen auch immer.

 

Ergänzung 2.3.2020: Wie wahrscheinlich ist, es dass das Coronavirus zur Leipziger Buchmesse kommt?

@LamarEtHenry fragt auf Twitter: "Wird der Coronavirus auch zu Gast auf der #lbm2020 sein?" Ich habe versucht, die Wahrscheinlichkeit dafür zu berechnen. Im Ergebnis komme ich auf eine Wahrscheinlichkeit von >95%, dass mindestens ein Coronavirus-Infizierter am 12.3. durch die Messehallen schlendern wird. Hier ist mein Rechenweg:

 

Ausgangsfakten: 82,79 Mio. Einwohner in Deutschland, 286.000 Besucher der LBM 2019, 150 bekannte Covid-19-Fälle (per 2.3. 10.00 Uhr), Dunkelziffer unbekannt, aber vermutlich sehr hoch, da bis zu 80% der Infizierten keine Symptome zeigen (aber trotzdem ansteckend sein können) und die Inkubationszeit mit bis zu 14 Tagen sehr lang ist.

 

Annahmen: Wachstumsrate der bekannten Infektionen 10% pro Tag (in den letzten Tagen war sie deutlich höher), Dunkelziffer-Faktor 5  (d.h. es gibt fünfmal so viele Infizierte wie positiv getestete Personen), Aufgrund von Covid-19 kommen dieses Jahr nur halb so viele Besucher (143.000) nach Leipzig.

 

Die Annahmen führen zu der Prognose, dass bei Messestart am 12.3. ca. 389 Covid-19-Fälle registriert sein werden. Aufgrund der Dunkelziffer wären dann in Deutschland ca. 2.000 Personen tatsächlich infiziert. Teilt man diese durch die Einwohnerzahl und multipliziert sie mit der (halbierten) Besucherzahl, kommt man auf einen Erwartungswert von 3,4, d.h. im Mittel würde man 3-4 Infizierte auf der Messe erwarten. Die Wahrscheinlichkeit, dass kein einziger Besucher der LBM infiziert ist, ergibt sich aus der Formel (1 - Infektionsquote) hoch Besucherzahl, sie liegt bei den gewählten Annahmen bei 3,5%. Im Umkehrschluss heißt das, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 96,5% mindestens ein Messebesucher den Virus in sich trägt.

 

Diese Rechnung ist natürlich sehr ungenau. Insbesondere die Dunkelziffer ist eine große Unbekannte. Außerdem habe ich die regionale Verteilung der Fälle nicht berücksichtigt - ich weiß zum Beispiel nicht, wie hoch der Anteil der Messebesucher aus Nordrhein-Westfalen ist, dem zurzeit am stärksten betroffenen Bundesland. Doch selbst, wenn man den von mir berechneten Erwartungswert halbiert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Messebesucher infiziert ist, noch größer als 80%. Nicht berechnet habe ich das Ansteckungsrisiko durch die infizierten Besucher, da mir dafür Daten fehlen.

 

In Summe bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit, sich persönlich auf der Messe anzustecken, ist sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens einige Menschen in Leipzig infiziert werden, ist dagegen sehr hoch (alle Hygienemaßnahmen der Welt können keinen hundertprozentigen Schutz bieten). Deshalb diese Aktion.

 

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Künstliche Intelligenz und menschliche Dummheit: Mein neues Blog ist live

Wer meine Bücher liest, weiß, dass ich mich immer wieder in fiktiven Geschichten mit der Frage beschäftige, wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert und was das in Zukunft für uns bedeuten könnte. Als ich vor 15 Jahren damit anfing, war das, was wir heute unter KI verstehen, noch weitgehend Science Fiction. Doch seitdem hat sich dieses Gebiet rasant entwickelt und manche düsteren Szenarien, die ich in meinen Geschichten heraufbeschwöre, wirken auf einmal auch für mich erschreckend realistisch.

 

Niemand kann seriös sagen, wie es mit der Entwicklung der künstlichen Intelligenz in den nächsten zehn Jahren weitergeht, ganz zu schweigen von den nächsten zwanzig oder dreißig Jahren. Aber sie wird unser Leben tiefgreifend verändern. Smartphones, Social Media und Onlineshopping haben das bereits getan, Amazon, Google und Facebook wissen Dinge über uns, die wir selbst nicht wissen und in China entwickelt sich gerade eine digitale Überwachungsdiktatur, die sich George Orwell in seinen schlimmsten Alpträumen nicht hätte vorstellen können. Das alles ist erst ein Vorgeschmack dessen, was noch auf uns zukommt. Wir werden bereits heute täglich von „intelligenten“, selbstlernenden Algorithmen manipuliert, oft, ohne dass wir das überhaupt merken. Immer ausgefeiltere Techniken, immer größere Datenmengen und immer mehr Rechenpower führen dazu, dass sich diese Manipulation rasant weiterentwickelt. Politiker sind mit ihren langsamen Entscheidungsprozessen und mangelndem Sachverstand der Aufgabe, hier steuernd einzugreifen, kaum gewachsen. Die Unternehmen und Akteure, die von der Technik profitieren und sich in einem Wettrennen mit der Konkurrenz befinden, haben kaum ein Interesse an Selbstbeschränkung. Also liegt es an uns, den Nutzern, zu entscheiden, wie wir mit der Technik umgehen, was wir nutzen, wem wir unsere Daten geben, wem wir uns digital anvertrauen. Der erste Schritt dazu ist es, zu verstehen, was vor sich geht und welche Einflussmöglichkeiten wir (noch) haben. Die Zukunft liegt in unserer Hand!

 

Mit einem neuen Blog versuche ich, einen kritischen, rationalen Blick auf die Schattenseiten der KI werfen, ohne die Technik zu verteufeln oder die Chancen zu ignorieren. Denn die Risiken resultieren weniger aus der Technologie an sich, sondern vielmehr aus der Art, wie wir damit umgehen. Unser Problem ist nicht künstliche Intelligenz, sondern menschliche Dummheit

 

Ich habe auch auf dieser Seite schon gelegentlich über KI geschrieben, habe mich aber entschlossen, dem Thema auf einer eigenen Seite mehr Raum zu geben und es bewusst von den eher unterhaltsamen Olsberg-Themen zu trennen.  Als ich nach einer passenden Domain suchte und feststellte, dass www.ki-risiken.de noch frei ist, dachte ich mir, es wird höchste Zeit, dass sich jemand um dieses Thema kümmert!

 

Ich bin kein KI-Fachmann und maße mir auch nicht an, die Zukunft voraussehen zu können. Vielmehr sehe ich mich als KI-Beobachter, der gerade genug von der Materie versteht, um kritische Fragen stellen zu können. Ich hoffe, dass ich ein paar Leser dazu anregen kann, sich ebenfalls Gedanken über unsere digitale Zukunft zu machen. Das ist dringend nötig!

 

Hier geht es zum neuen Blog www.ki-risiken.de.

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Impro-Plotten live

Am Donnerstag, 30.1. um 11.30 werde ich im Rahmen der 14. Lübecker Jugendbuchtage versuchen, zusammen mit dem Publikum live eine neue Geschichte zu "plotten". Darunter versteht man den Entwurf eines groben Handlungsablaufs für eine Kurzgeschichte oder einen Roman. Ich habe etwas Derartiges noch nie gemacht und bin gespannt, was dabei herauskommt.

 

Zum Plotten habe ich seit jeher ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits geht es nicht ohne - einen Thriller kann man nur schreiben, wenn man sich vorher ein paar Gedanken über den Handlungsablauf und vor allem das Ende macht, und Verlage wollen immer schon vorher wissen, was in einem Buch passiert, auch wenn es noch gar nicht geschrieben ist. Andererseits passiert in keinem meiner Romane genau das, was im ursprünglichen Handlungsentwurf steht - manchmal sogar etwas völlig anderes. Es ist fast wie beim Militär: Kein noch so guter Plan überlebt den ersten Feindkontakt. Und der "Feind" ist in diesem Fall die Glaubwürdigkeit meiner Geschichte.

 

Wenn mein Held laut Handlungsentwurf in Kapitel 3 im Keller seltsame Geräusche hört und todesmutig hinuntergeht, um nachzusehen, kann es durchaus sein, dass der Held diese Idee blöd findet und etwas ganz anderes macht, zum Beispiel die Polizei anruft. Tatsächlich haben alle Schriftsteller, die ich kenne, diese Erfahrung gemacht: Die Figuren eines Romans entwickeln nach einer gewissen Zeit ein Eigenleben und haben ihren eigenen Dickkopf. Sie tun Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat, und halten sich nicht an die Regieanweisungen. Der Grund dafür ist, dass man eine Situation oft erst deutlich genug erkennt, wenn man sich "dort hingeschrieben" hat. Und dann wird auf einmal klar, dass es tatsächlich eine außerordentlich blöde Idee wäre, allein  in den Keller zu gehen, wenn man in einem fremden Haus ist und mitten in einer Zombieapokalypse steckt oder am morgen in der Zeitung stand, dass ein Puma aus dem Zoo nebenan ausgebrochen ist.

 

Ich muss zugeben, dass ich diese Momente liebe, in denen mich meine eigene Geschichte überrascht. Das macht das Schreiben zu einem spannenden Abenteuer. Manchmal allerdings ist es nicht so einfach, die Handlung wieder "einzufangen" und in die Richtung zu entwickeln, in die sie eigentlich laufen sollte. Ich habe schon ganze Kapitel streichen oder komplett neu schreiben müssen, um den Helden dazu zu bringen, das zu tun, was die Leser und ich von ihm erwarten. Insofern ist auch mein tägliches Schreiben so etwas wie "Plot-Improvisation". Ich freue mich deshalb schon sehr auf die Veranstaltung und bin gespannt, was dabei herauskommt.

 

Wer am 30. in der Nähe von Lübeck ist und dabei sein möchte, kann sich hier anmelden.

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Neues Jahr, neues Buch

Am 15. Januer ist der offizielle Erscheinungstermin für den Auftakt meiner neuen Kinderbuchserie "Galactic Gamers" im Loewe Verlag. Sie richtet sich an junge Leserinnen und Leser ab 10 Jahren, die Computerspiele und Weltraumabenteuer mögen, also gerade auch an die Leser meiner "Dorf"-Reihe. Mein Held ist der zwölfjährigen Gamer Felix, der eines Nachts Besuch von einem außerirdischen Wesen bekommt. "Bargel", wie sich der Alien mit dem Schweinerüssel, den Stielaugen und den vier Tentakelarmen nennt, braucht dringend Verstärkung für sein "Team Tentakelfaust", das bei den Galactic Games gegen die gefürchteten "Unbesiegbaren Helden" antreten muss. Mit von der Partie sind noch die Gestaltwandlerin Lysia, die sich jedes beliebige Aussehen geben kann, und der etwas eigensinnige Dämon Thorax.

 

Felix, der das Ganze für einen verrückten Traum hält, lässt sich zögernd auf das Abenteuer ein. Doch schon bald muss er feststellen, dass er nicht träumt und es bei den Galactic Games durchaus gefährlich werden kann, denn sie finden nicht am Computerbildschirm statt, sondern in der Realität. Während seine drei Teamkollegen über erstaunliche körperliche Fähigkeiten verfügen, ist Felix allein auf seine Cleverness angewiesen. Und die braucht er dringend, denn in dem Game-Parcours wimmelt es von Rätseln und Fallen, und die fiesen Gegner warten nur darauf, dass das Team Tentakelfaust einen Fehler macht. Und auch auf der Erde hat Felix genug Probleme ...

 

Im Unterschied zu meinen bisherigen Büchern lebt die neue Serie nicht nur von einer spannenden und humorvollen Geschichte, sondern auch von den zahlreichen einfühlsamen und witzigen Illustrationen, die von Kaja Reinki und Ron Lipkowski gestaltet wurden. Die Galactic Gamers sind z.B. bei Amazon, Thalia und überall im Buchhandel erhältlich. Der zweite Band mit dem Titel "Mission: Asteroid" erscheint in der zweiten Jahreshälfte.

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Ein kleines Weihnachtsgeschenk für meine Leser*innen

2019 war für mich ein weiteres spannendes und erfolgreiches Jahr. Fünf neue Bücher habe ich veröffentlicht, darunter zwei fast zeitgleich in zwei verschiedenen Verlagen.  Aber auch meine älteren Bücher werden immer noch gekauft und gelesen. Diese so genannte "Backlist" von inzwischen fast 50 Titeln ermöglicht es mir mittlerweile, vom Schreiben zu leben - etwas, wovon ich immer geträumt habe.

 

Dafür möche ich mich bei allen meinen Leserinnen und Lesern sehr herzlich bedanken! Als kleines Weihnachtsgeschenk gibt es deshalb hier meine Kurzgeschichte "Kolbergs Hund" kostenlos zum Download. Ich habe sie für das 19. Internationale Literaturfestival Berlin geschrieben. Zwar ist die Geschichte nicht gerade weihnachtlich und vielleicht ein bisschen düster, aber ich hoffe, dass sie Ihnen/Euch trotzdem gefällt. Empfohlen für Leser*innen ab 12 Jahre und Erwachsene.

 

Das niedliche Tierchen auf dem Cover ist übrigens ein Sony Aibo-Roboterhund, einst das Maskottchen der von mir mitgegründeten Softwarefirma Kiwilogic.

 

Ich wünsche allen meinen Leser*innen sowie allen Verlagsmenschen und Buchhändler*innen, die es mir ermöglichen, den schönsten Beruf der Welt auszuüben, schöne, erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins Neue Jahr!

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Das Dorf Band 18 jetzt verfügbar

Edit: In Kürze erscheintAb sofort verfügbar: der achtzehnte Band meiner Minecraft-Buchreihe "Das Dorf".

 

Seitdem Asimov verschwunden ist, hat das Dorf am Rand der Schlucht keinen Golem mehr – sehr zum Ärger von Priester Magolus, der sich Sorgen um sein Image bei den neuen Nachbarn macht. Also schickt er Primo zusammen mit Hexe Ruuna und ihrem Freund Willert auf den Weg, um einen neuen Golem zu besorgen. Doch was die drei entdecken, sprengt ihre Vorstellungskraft – und droht, das geruhsame Dorfleben für immer zu zerstören …

 

Nachdem das demnächst erscheinende Minecraft-Update 1.15 wenig spektakuläre Neuerungen bringen wird, habe ich mich diesmal von einem Urahn der Science-Fiction-Literatur inspirieren lassen, und zwar von Thomas Morus' bereits 1516 erschienenem Buch "Utopia", dem wir unter anderem den Begriff "Utopie" verdanken. Obwohl die Geschichte formal wie ein fiktiver Reisebericht daherkommt, handelt es sich bei Morus' Roman um eine Satire mit vielen Seitenhieben auf die damalige Gesellschaft - dass es den "idealen Staat" unter menschlicher Führung nicht geben kann, wusste man offensichtlich bereits im Mittelalter. Und so habe auch ich es mir erlaubt, den einen oder anderen Seitenhieb auf unsere moderne Welt in die Geschichte einzubauen.

 

Ich hoffe, dass sie meinen Lesern trotzdem - oder gerade deshalb - gefallen wird.

 

Band 18 kann ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als E-Book bestellt werden. Auch bei Epubli ist das Buch bereits bestellbar, in anderen Online-Shops wird es spätestens in wenigen Tagen verfügbar sein.

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Ach du Sch...

Mir ist klar, dass Computer irgendwann auch Bücher schreiben können. Aber ich habe immer gehofft, dass das noch ein paar Jahrzehnte dauert und meine eigene Karriere davon nicht betroffen sein würde. Und jetzt das:

 

Karl Olsberg is a brilliant writer since he was five years old. And that's the problem. He is brilliant. He writes very well. I can read it. It's not as good as you can read something by Mark Twain or something by John Updike, but it's there.

But there is this thing in his writing which is like, I don't know, it just gets you kind of sad. Because it is so well written and it's so smart, you want to laugh at it but it's so sad.
It's so sad and then he turns it on its head and you think, 'Okay, he's got me there.' And then, suddenly, he turns it on its head again. And then you think, 'Okay, he's got me again.'
I mean, what's the point of the book if there's no ending? The book has the ending, it just has no beginning. So, the ending ...

 

Der fettgedruckte Teil stammt von mir (Bescheidenheit war noch nie meine Stärke), den Rest hat ein neuronales Netz namens "GPT-2" hinzugedichtet. Ich habe den Text bewusst nicht übersetzt, um jeden, der gut genug Englisch kann, erkennen zu lassen, wie verdammt gut dieses System in sich stimmig scheinende (wenn auch sachlich frei an den Haaren herbeigezogene) Texte generiert, die kein bisschen "künstlich" klingen, trotz oder gerade wegen gelegentlicher grammatikalischer Unschönheiten. Wer's nicht glaubt, kann es hier selbst ausprobieren oder den SPIEGEL Online-Artikel darüber lesen.

 

Okay, irgendwelche zum Thema passenden Sätze zusammenzuklauben ist noch nicht dasselbe, wie einen vollständigen Roman mit logischem Handlungsverlauf, stimmigen Dialogen und nachvollziehbaren Aktionen der Figuren zu schreiben (auch ich habe damit manchmal Schwierigkeiten). Ein bisschen Zeit bleibt mir also noch, bevor "das System" mich komplett arbeitslos macht. Aber es ist doch erschreckend, wie überzeugend künstliche Stimmen bereits jetzt selbsterfundene Märchen erzählen können. Allein durch die schiere Masse ihres Outputs könnten sie die Wahrheit unter einem gigantischen, filterblasengerecht personalisierten Müllberg vergraben, so dass die Suche danach immer mehr zu einer Nadel-im-Heuhaufen-Aufgabe wird. Teilweise passiert das bereits, wie die Fake-News-Schwemme auf Twitter, Instagram & Co. zeigt.

 

Noch ein Beispiel gefällig?

 

Foreigners in Germany will receive up to €2,000 for each year of residency
They can apply online for free

The government says that this will boost the economy
It will be for five years for foreigners to apply
But the number of asylum seekers who could benefit from the offer will be limited, the government has warned
The German government has announced that foreigners who are granted refugee status will be given a €2,000 (around £1,300) 'bonus' for every year they have been living in the country, in a bid to improve the country's finances.
But the offer is unlikely to be of much use to most applicants, as the number of asylum seekers in Germany will be limited by the fact that the country is already bursting at the seams.
Some 2.8 million migrants have entered Germany in 2015, a four-fold increase from the year before, with the majority of the migrants arriving in the ...

 

Auch hier habe ich nur das fettgedruckte Thema "Ausländer in Deutschland" gesetzt, den Rest erdichtet die Maschine und behauptet unter anderem, Asylsuchende hätten einen Anspruch auf einen "Bonus" von 2.000€ pro Aufenthaltsjahr, den sie kostenlos online beantragen könnten (tatsächlich haben Asylsuchende Anspruch auf verschiedene Sozialleistungen, die individuell von ihrer jeweiligen Situation abhängen, aber auf keine Pauschalsumme und erst recht nicht auf einen "Bonus" abhängig von der Aufenthaltsdauer). Auch die Behauptung, 2015 seien 2,8 Millionen Einwanderer ins Land gekommen, ist schlicht falsch (es waren 2,1 Mio. - Einwanderer wohlgemerkt, nicht nur Asylsuchende oder Flüchtlinge), ebenso wie die Behauptung, dies sei eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr (2014 waren es knapp 1,5 Mio., also eine tatsächliche Steigerung um ca. 46%).

Dahinter steckt keine böse Absicht - die Maschine weiß gar nicht, dass sie lügt und rechtsgerichteten Populisten mit solchen Behauptungen in die Hände spielt. Sie weiß noch nicht einmal, was "Ausländer" sind oder dass "Deutschland" ein Land ist. Sie plappert bloß munter drauf los. Aber erkennbar ist das nicht so ohne Weiteres. Ich musste auch erst googeln, was von den Aussagen der Maschine möglicherweise doch stimmt (die Antwort: gar nichts).

 

Die Beispiele oben sind übrigens keine nach langem Ausprobieren herausgepickten besonders gelungenen Texte, sondern die Ergebnisse der ersten beiden Tests, die ich unter dem oben angegebenen Link gemacht habe. Wieder einmal wird meine Vorstellungskraft von der Realität überholt. Das fühlt sich ziemlich sch... an.

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Alle Jahre wieder

In wenigen Tagen pilgert die Buchbranche wieder nach Frankfurt, und natürlich pilgere ich auch dieses Jahr mit. Ich freue mich auf ein Wiedersehen und gute Gespräche mit vielen Menschen, die daran mitarbeiten, meine Bücher besser zu machen, als ich es allein könnte, und sie zu den Lesern zu bringen. Und natürlich freue ich mich besonders darauf, auch Leser*innen zu treffen.

 

Ich bin dieses Jahr von Donnerstag bis Samstag auf der Messe. Am Donnerstag um 13.00 Uhr findet die Verleihung der Amazon Kindle Storyteller-Preise im Agora-Lesezelt statt. Da mein Crossmedia-Projekt "Der Turm des Mardox" für den StorytellerX-Preis nominiert ist, werde ich dort sein und bin schon sehr gespannt.

 

Am Freitag bin ich um 10.00 Uhr bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Innovation in der Buchbranche anzutreffen. Sie findet auf der Bühne neben dem Stand des Verlags &Töchter in Halle 4.1, A86 statt. Anschließend habe ich mehrere Termine am Loewe-Stand in Halle 3.0, G62. Wer mich dort treffen möchte, fragt am besten am Stand nach mir.

 

Am Samstag um 11.30 Uhr lese ich ebenfalls am Loewe-Stand in Halle 3.0, G62 aus "Boy in a Dead End" und bin anschließend noch für Buchsignaturen und Gespräche verfügbar.  Ich würde mich freuen, einige meiner Leser*innen bei einer dieser Gelegenheiten zu treffen!

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Doppelt wirkt noch besser

Vor zwei Wochen ist mein All Age-Roman "Das Freu" erschienen. Seit ein paar Tagen ist nun auch mein Jugendroman "Boy in a Dead End" im Handel. Somit durfte ich heute beim Stadtbummel zum ersten Mal in meiner Autorenkarriere zwei Neuerscheinungen gleichzeitig auf den Büchertischen liegen sehen. Und das war wirklich ein besonderes Erlebnis!

 

Beide Bücher finde ich gestalterisch sehr gelungen. Besonders "Das Freu" macht mit seinem wunderschön gestalteten Hardcover-Einband und der glänzenden Bedruckung einen sehr hochwertigen Eindruck und sticht aus der knallbunten Masse der Kinderbücher heraus. Auch bei "Boy in a Dead End" hat der Coverdesigner ganze Arbeit geleistet. Das Buch ist leicht als Teil der Serie zu erkennen, die ich mit "Boy in a White Room" begann. Doch es ist gleichzeitig eigenständig in Ausdruck, Farbgebung und gestalterischen Details (Pixel), so dass hoffentlich deutlich wird: Dieses Buch kann man auch dann lesen, wenn man die anderen beiden Bände nicht kennt.

 

Leseprobe und Infos zu "Das Freu".

Die Verlagsseite zu "Boy in a Dead End".


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Die besondere Ehre, interpretiert zu werden

Tanzperformance der Staatlichen Balletschule Berlin bei meiner Lesung aus Boy in a White Room

 

Illustrationen und Texte zu meiner Kurzgeschichte "Kolbergs Hund" von Berliner Schülern

 

Im Workshop zu "Boy in a White Room" präsentierten drei Arbeitsgruppen Kunst, eine Theaterperformance und sogar selbst erstellte virtuelle Welten

Ich schreibe in erster Linie für mich selbst. Das stimmt wirklich: Ich würde auch Geschichten schreiben, wenn niemand sie lesen würde, einfach, weil es mir Spaß macht, mir selbst etwas zu erzählen. Dass es trotzdem Menschen gibt, die meine Geschichten gerne lesen, und dass sie sogar Geld dafür bezahlen, habe ich schon immer als besonderes Privileg und große Auszeichnung empfunden. Das Schönste aber, was mir als Schriftsteller passieren kann, ist es, wenn ich spüre: Meine Geschichte hat einem/r Leser*in nicht nur gefallen, ihn oder sie nicht nur unterhalten, sondern etwas in ihr/ihm verändert. Wenn meine Erzählungen nachhallen, nachdem das Buch längst zugeklappt oder der E-Book-Reader weggelegt ist, wenn sie zum Interpretieren und darüber Nachdenken anregen, ist das für mich die höchste Form der Anerkennung.

 

Letzte Woche durfte ich diese besondere Anerkennung gleich mehrfach erleben. Ich war anlässlich des Internationalen Literatufestivals in Berlin zu einer Lesung und zwei Workshops mit Schülern eingeladen. Vor der Lesung aus "Boy in a White Room" zeigten Schüler der Staatlichen Ballettschule Berlin eine beeindruckende Tanzperformance mit artistischen Einlagen, die mich wirklich sehr bewegt hat. Es war einfach großartig, wie die Tänzerinnen und Tänzer Manuels verzweifelte Situation im weißen Raum und seine Versuche, die Wirklichkeit wahrzunehmen, interpretiert und dargestellt haben.

 

Anschließend zeigten mir Schüler*innen ihre Zeichnungen und Texte zu meiner für das ilb geschriebene Kurzgeschichte "Kolbergs Hund". Bemerkenswert dabei fand ich, dass einige  von ihnen meine Geschichte kreativ weitergesponnen und sich Fortsetzungen oder neue Handlungsverläufe ausgedacht hatten. In dieser Gruppe gab es definitiv einige Schriftstellertalente!

 

Am Freitag stellten mir Schüler*innen ihre in einem Workshop entstandenen Arbeiten zu "Boy in a White Room" vor. Das breite Spektrum der kreativen Interpretationen reichte von kleinen Kunstwerken über eine großartige Theaterperformance bis hin zu interaktiven virtuellen Welten, die eine Gruppe mit Hilfe der 3D-Software "Unity" entwickelt hatte.

 

Alle drei Veranstaltungen waren für mich echte Highlights, die mich inspiriert und motiviert haben. Ich bedanke mich bei allen, die mir die Freude gemacht haben, meine Geschichten zu interpretieren, sowie bei den Veranstaltern, insbesondere bei Christoph Rieger, Programmleiter Internationale Kinder- und Jugendliteratur, und meiner persönlichen Betreuerin Alexandra "Alex" Kleinsteuber, die mich quer durch Berlin sicher von einem Veranstaltungsort zum nächsten geleitete.


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Warum man ein Freu verschenken sollte

Heute ist mein neuer "All Age"-Roman "Das Freu" erschienen. Aus diesem Anlass veröffentliche ich hier ein kurzes Essay zum Buch, das bereits im Januar im "Piper Reader" erschienen ist.

 

Digitale Medien verzerren den Blick auf unsere Welt und auf uns selbst. Die Logik der „Aufmerksamkeits-Ökonomie“ – jeder Klick, jede Sekunde, die wir den Bildschirm anstarren, ist für die Internetkonzerne Geld wert – führt zu künstlich intelligenten Empfehlungsalgorithmen, die uns besser kennen als wir uns selbst. Sie erzeugt gigantische „Filterblasen“, „alternative Fakten“ und individualisierte Scheinrealitäten, die optimal auf unsere eigenen Wünsche, Neigungen und Ängste abgestimmt sind. Von falschen Werbeversprechen und Starkult zutiefst verunsicherte Menschen starren ängstlich in ihre Instagram-Zauberspiegel und ringen um Aufmerksamkeit und Liebe, indem sie eine perfekte Ego-Show abliefern. Trolle und Hater nutzen diese Unsicherheit aus und fügen ihnen Schmerzen zu, um ihre eigene Unsicherheit und Schmerzen zu übertünchen. Ein krankhafter Narzisst wird US-Präsident und überall auf der Welt peitschen Populisten die Angst und Verunsicherung der Menschen hoch, um sie für ihre finsteren Zwecke auszunutzen.

Kein Zweifel, die Welt, in der wir leben, ist nicht das digitale Wunderland, das wir uns in den Neunzigerjahren erträumt haben. Das World Wide Web hat nicht weltweite Meinungsfreiheit, Demokratie und Frieden gebracht, sondern mancherorts eher das Gegenteil. Soziale Medien scheinen in Wahrheit zutiefst asozial zu sein.

Es liegt nahe, der Digitalisierung die Schuld an dieser Entwicklung zu geben und sich nach der Zeit zurückzusehnen, als Telefone noch einen Hörer hatten, wir alle gleichzeitig die Tagesschau sahen, morgens in der Zeitung blätterten und abends ein gutes Buch lasen oder eine schlechte Fernsehshow ansahen. Doch Technik ist niemals gut oder böse, und Populismus, Ungerechtigkeit und die Verzerrung der Wahrheit gab es lange, bevor das Internet erfunden wurde – man denke nur an die grauenhaften Kriege und Genozide der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Unser Problem ist nicht künstliche Intelligenz, sondern menschliche Dummheit. Die große Herausforderung unserer Zeit ist es, mit der digitalen Technik richtig umzugehen: ihren Verlockungen zu widerstehen, ohne sie zu verteufeln, ihre Chancen zu nutzen, ohne uns ihr auszuliefern, Spaß zu haben, ohne süchtig zu werden.

Die Schwierigkeiten, die wir damit haben, sind wahrlich nichts Neues. Schon immer haben unsere von der Evolution für eine Welt der Knappheit und Gefahr optimierten Instinkte – Habgier, Maßlosigkeit, Neid, Misstrauen gegenüber Fremden, Angst vor Ablehnung – unserem Glück im Weg gestanden.  Deshalb sind auch die Rezepte, die wir brauchen, um unsere zerstörerischen Impulse zu überwinden, keine neuen Rezepte.  So gesehen ist „Das Freu“ eine uralte Geschichte. Doch sie muss immer wieder neu erzählt und an die sich rasant verändernden Herausforderungen der Wirklichkeit angepasst werden, damit man sie versteht.

Was müssen wir also tun, um in einer Welt digitaler Scheinrealitäten wahres Glück zu finden? Es gibt sicher mehr als eine Antwort auf diese Frage. Meine Antwort jedenfalls lautet: Wir müssen ein Freu finden und es verschenken.

In meinem Roman entdeckt die elfjährige Mafalda eines Tages im Garten ihrer Nachbarin, einer ehemaligen Buchhändlerin, ein seltsames magisches Wesen, das die Gestalt verschiedener Tiere annehmen kann. Man findet dieses „Freu“ nur, wenn man ganz im Hier und Jetzt ist. Man kann es nicht jagen und einfangen, sondern muss warten, bis es von selbst zu einem kommt. Doch das Freu macht nicht nur glücklich, es hat noch eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft: Wenn man es verschenkt, verdoppelt es sich.

Kurz darauf bringt Mafaldas Vater ihr einen „Fortunator“ mit, eine Augmented Reality-Brille, die laut Hersteller „das Glück der Nutzer nachweislich um bis zu 233% und mehr steigert“. Der Fortunator „verbessert“ die Realität, indem er ihr Dinge hinzufügt, die gar nicht existieren. Mafalda ist zunächst begeistert von der digitalen Wunderwelt, merkt jedoch bald, dass die Wirklichkeit nicht besser wird, wenn man sie nicht mehr richtig erkennen kann. Zudem stört das Freu die Funktion des Fortunators. Als Mafalda sich dafür entscheidet, die Brille wegzulegen und sich wieder ganz dem Hier und Jetzt zuzuwenden, gerät sie in einen Konflikt mit dem Hersteller der Glücksbrillen, dem mächtigen Konzern True Happiness Corporation.

Das Freu in meiner Geschichte ist ein Zauberwesen, das aus einer vergessenen Zeit stammt, in der die Welt den Menschen noch rätselhaft und magisch erschien. Als es auf moderne Technik trifft, scheint es zu einem unauflösbaren Konflikt zu kommen. Doch am Ende stellt sich heraus, dass es einen Mittelweg gibt, ein Sowohl-als-auch aus maßvoller Nutzung der Technik und Leben im Hier und Jetzt. Und genau dieser Mittelweg kann auch die Lösung für unser sehr reales digitales Glücksproblem sein.

Das Freu steht für die Jahrtausende alte Tradition der Achtsamkeit, der Konzentration auf die Wirklichkeit sowohl der äußeren Natur als auch des inneren Selbst. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Achtsamkeit dabei hilft, unsere irrationalen und zerstörerischen Impulse zu überwinden. Sie kann den Blick auf die Wirklichkeit schärfen und somit digitale Illusionen und Scheinwahrheiten als solche entlarven. Vor allem kann sie uns jenen Quell innerer Freude erschließen, den das Freu symbolisiert.

Die eigentliche Magie entfaltet sich jedoch erst, wenn wir diese Freude weitergeben. Wahres Glück entsteht, wenn wir andere Menschen glücklich machen: Geteiltes Freu ist doppeltes Freu. Diese uralte Weisheit, die sich in vielen Religionen und Philosophien wiederfindet, steht konträr dem Konsumismus und Digitalnarzissmus unserer Zeit entgegen. Doch sie funktioniert: Jeder, der schon einmal einen geliebten Menschen zum Lächeln gebracht hat, weiß, dass nichts auf der Welt dieses Glücksgefühl übertreffen oder ersetzen kann.

Wenn wir digitale Medien nicht nutzen, um uns selbst zu überhöhen und andere zu erniedrigen, sondern um anderen Menschen zu helfen und ihnen Freude zu bereiten, dann werden sie zu wahrhaft sozialen Medien und die Freude der anderen zu unserer eigenen. Wenn wir moderne Technik in diesem Sinn maßvoll nutzen und den Kontakt zur Wirklichkeit nicht verlieren, dann gibt es keinen Widerspruch mehr zwischen Digitalisierung und Glück.

Ich möchte mit meinem Buch dazu einen Beitrag leisten. Deshalb sehe ich es, der elfjährigen Protagonistin zum Trotz, nicht als ein reines Kinderbuch an. Es ist eine Fabel über das Glück in digitalen Zeiten, die hoffentlich Menschen jeden Alters erreicht. Und wer weiß, vielleicht findet ja der eine Leser oder die andere Leserin darin ein Freu – und verschenkt es weiter. Das würde mich sehr glücklich machen!

 

Das Freu bei Amazon

Das Freu bei Thalia

Das Freu bei Buecher.de

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Der Turm des Mardox

Mein neustes Projekt ist eines der komplexesten, die ich je veröffentlicht habe: Fantasy-Roman, interaktiver Alexa-Skill und Brettspiel zugleich.

 

Als sich der mächtige Zauberer Mardox in ein junges Mädchen verliebt, von ihr jedoch zurückgewiesen wird, begeht er einen verhängnisvollen Fehler: Um ihre Liebe zu erzwingen, beschwört er einen mächtigen Dämon - und löst damit eine Katastrophe aus. Sein junger Gehilfe Wiggel macht sich auf den Weg in die ferne Stadt Zirandjar, um Hilfe beim Rat der Weisen zu suchen. Doch der Weg dorthin ist weit und voller Gefahren ...

 

Soweit die Story, die für Fantasy-Abenteuerromane erst mal nicht ungewöhnlich klingt. Doch "Der Turm des Mardox" ist eben mehr als "nur" ein Buch. Zwar kann man die Geschichte auch einfach wie einen gewöhnlichen Roman lesen, doch wer Lust hat und ein Amazon-Echo-Gerät besitzt, kann selbst in die Rolle eines der sechs Helden schlüpfen, die zum Turm des Mardox aufbrechen. Das geht sogar im Team: Bis zu sechs Spieler können in der Brettspiel-Variante gegen den Dämon antreten - und dabei kooperieren oder doch lieber ihren eigenen Vorteil nutzen. Nur einer wird am Ende als Dämonenbezwinger in die Legenden eingehen. Gelingt dies aber niemandem innerhalb der vorgegebenen Rundenzahl, gewinnt der Dämon.

 

In diesem Projekt stecken eine Menge Herzblut und etliche hundert Stunden Arbeit. Ich habe dafür mehrere alte Leidenschaften zusammengeführt, die mich schon während meiner Studienzeit in den Achtzigerjahren begeisterten: Vom Spieleprogrammieren über das Entwickeln eigener Brettspiele bis zum Romaneschreiben. Auch Spielmusik und Soundeffekte sowie die Gestaltung des Covers und Spielmaterials stammen von mir.

 

Umso mehr bin ich gespannt, ob dieses Experiment funktioniert und die Geschichte um den Zauberlehrling Wiggel und die anderen tapferen Helden die Leser (und Spieler) über Mediengrenzen hinweg fesseln kann! Mehr Infos zum Spiel und das benötigte Spielmaterial gibt es hier, der kostenlose Mardox-Skill kann in der Alexa-App oder hier aktiviert werden. Das Buch ist entgegen meiner Gewohnheit exklusiv bei Amazon erhältlich, da es eng mit dem Amazon Echo verknüpft ist. Ich habe es zudem für den diesjährigen Kindle Storyteller Wettbewerb angemeldet.

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Das Leben ist eine Sackgasse

Fast zeitgleich mit meinem neuen Buch "Das Freu" erscheint im September Teil III der Trilogie, die ich mit "Boy in a White Room" begann. SPOILERALARM: Alle, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben, bitte jetzt nicht weiterlesen!

 

"Boy in a Dead End" erzählt die Geschichte des todkranken Manuel, der an amyotropher Lateralsklerose leidet, genau wie sein großes Vorbild Stephen Hawking. Leider verläuft die Krankheit bei Manuel sehr viel aggressiver, so dass er nur noch wenige Monate zu leben hat. Da erhält er von dem Milliardär Henning Jaspers das Angebot, an einem einzigartigen Experiment teilzunehmen und der erste Mensch zu sein, dessen Geist in eine Maschine transferiert wird. Doch nicht jeder ist von dieser Idee begeistert, und Manuel wird zum Spielball widerstreitender Interessen. Nur auf seine Schwester Julia kann er sich wirklich verlassen ...

 

"Boy in a Dead End" ist quasi das Prequel (früher nannte man sowas Vorgeschichte) zum ersten Teil der Serie und vielleicht der emotionalste der drei Bände. Jedenfalls habe ich mich noch nie in einem Buch so intensiv mit dem Tod beschäftigt - der einen Tatsache, die jeden von uns betrifft und über die doch keiner redet. Denn ob wir es akzeptieren oder nicht: Das Leben ist eine Sackgasse!

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VorFREUde

Anfang September erscheint mein neues Kinderbuch "Das Freu" im Piper-Verlag. Dieses Buch ist anders als alles, was ich bisher geschrieben habe, auch wenn es einige meiner bekannten Themen aufgreift. Es ist wahrscheinlich eines meiner wichtigsten Bücher und auf jeden Fall eines, das mir ganz besonders am Herzen liegt.

 

Als die elfjährige Mafalda im verwilderten Nachbargarten eine seltsame, blaue Eidechse entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass es sich dabei um ein uraltes magisches Wesen handelt: Ein Freu, das sich in beliebige Formen verwandeln kann und denjenigen, der es findet, glücklich macht. Es scheint, als sei dieses Wesen genau das, was Mafalda braucht, um mit ihrer missmutigen Stiefmutter besser zurecht zu kommen. Doch dann schenkt ihr Vater ihr einen "Fortunator" - eine Augmented-Reality-Brille, die angeblich die Wirklichkeit verbessert. Leider wird die Realität jedoch nicht besser, bloß weil man sie nicht mehr so genau sieht. Bald wird klar, dass sich moderne Technik und uralte Magie nicht gut vertragen, und das Unheil nimmt seinen Lauf ...

 

Auf den ersten Blick klingt diese Beschreibung wahrscheinlich, als handele es sich bei dem Buch um ein Manifest gegen moderne Technik. Aber das stimmt nicht. Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich nicht die Technik selbst kritisiere, sondern den oft gedankenlosen Umgang mit ihr. Und so ist es auch hier.

 

"Das Freu" ist in erster Linie eine Geschichte über das Glück und unser oft fehlgeleitetes Streben danach. Die Philosophie dahinter basiert auf uralten buddhistischen Prinzipien, deren Wirksamkeit jedoch durch die moderne Neurowissenschaft bestätigt wird. Es ist aufgrund der jungen Heldin formal ein Kinderbuch, doch ich habe es nicht für eine bestimmte Altersgruppe geschrieben und hoffe, dass es auch viele Erwachsene lesen werden.

 

In gewisser Hinsicht ist "Das Freu" auch eine thematische Rückkehr zum Anfang meiner Schriftstellerkarriere, denn mit der Kurzgeschichte "Taubers Sammlung" gewann ich einen Wettbewerb des Buchjournals zum Thema "Glück". Es war mein erster großer Erfolg, und er hat mir sehr viel Glück gebracht.

 

 

 

 

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Das Dorf Band 17 jetzt verfügbar

Der siebzehnte Band meiner Minecraft-Romanserie "Das Dorf" ist jetzt bei Amazon als gedrucktes Buch oder als E-Book sowie bei Epubli in beiden Ausgaben bestellbar. Weitere Onlineshops und der reguläre Buchhandel folgen wie immer in den nächsten Tagen, da hier die Distribution etwas länger dauert.

 

Wie schon geschrieben habe ich diesmal einige Neuerungen der Minecraft-Version 1.14 eingebaut, unter anderem die "Pillager". Ein Problem dabei ist allerdings, dass die Version 1.14 noch gar nicht erschienen ist. Deshalb kann es sein, dass die Koordinaten der Handlungsschauplätze, die wie immer hinten im Buch enthalten sind und auf dem Snapshot 19w11a basieren, nicht mit denen in der irgendwann später veröffentlichten offiziellen Version 1.14 übereinstimmen (das gilt besonders für den Turm der Räuber).

 

Kurz vor der Veröffentlichung konnte ich das nicht mehr überprüfen, da Mojang sich einen lustigen Aprilscherz erlaubt hat und anstelle der aktuellen Entwicklungsversion eine angeblich wiederentdeckte Minecraft-Version aus dem Jahr 1994  verbreitet. Beim Spielen inkl. ständigem "Diskettenwechseln" fühlte ich mich tatsächlich in die "gute alte Zeit" zurückversetzt, die irgendwie doch nicht so toll war ...

 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern trotz eventueller Ungenauigkeiten viel Lesevergnügen!

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Raubüberfall auf das Dorf!

In Kürze erscheint der siebzehnte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf". Darin greife ich einige der Neuerungen auf, die mit der angekündigten Version 1.14 der Minecraft Java Edition kommen werden. Wie man unschwer erkennen kann, spielen im Buch besonders die "Pillager", auf Deutsch Plünderer, eine Rolle (ich nenne sie in der Geschichte in Anlehnung an den großen Dichter Friedrich Schiller schlicht "die Räuber").

 

Als eine Bande dieser finsteren Gesellen das Dorf überfällt, gelingt es unserem Helden Primo zunächst, sie mit einer List zu übertölpeln. Doch dann greift die Hexe Ruuna in den Kampf ein und sorgt wieder mal für Chaos. Dabei gerät Primo in die Gefangenschaft der Räuber und wird verschleppt. Als sich seine Frau Golina zusammen mit Ruuna und Willert aufmacht, um ihn zu befreien, treffen sie auf einen mächtigen Feind, der sich als alter Bekannter entpuppt ...

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Kurzes Update

Es ist schon wieder mehr als einen Monat her, seit ich hier zuletzt etwas geschrieben habe. Ich sollte mich was schämen, aber dazu fehlt mir gerade die Zeit, denn hinter den Kulissen passiert eine Menge gleichzeitig, außerdem lag ich zehn Tage mit Grippe im Bett. Daher hier nur ein ganz kurzes Update:

 

Aktuell arbeite ich an fünf neuen Projekten parallel. Den siebzehnten Band meiner Minecraft-Serie „Das Dorf“ werde ich voraussichtlich Anfang April veröffentlichen. Irgendwann im Sommer kommt dann ein neuartiges Experiment, eine Kombination aus humorvollem Fantasyroman, interaktivem Alexa-Skill und Brettspielelementen. Im August wird ein neuer Techno-Thriller von mir erstmals exklusiv als Hörbuch bei Audible erscheinen. Im Herbst folgen dann noch ein neues Kinderbuch und Teil 3 meiner Jugendbuchreihe, die ich mit „Boy in a White Room“ begann. Jedes dieser Projekte werde ich natürlich noch einmal ausführlich vorstellen.

 

Wer mich live treffen möchte, hat dazu am kommenden Samstag, 23.3., auf der Leipziger Buchmesse Gelegenheit. Ich werde ab 15.00 Uhr bis mindestens 16.00 Uhr am Loewe-Stand in Halle 2, G300 sein (außerhalb dieser Zeit einfach am Loewe-Stand nach mir fragen). Abends bin ich außerdem zusammen mit meinen Kolleginnen Ursula Poznanski und Stefanie Hasse bei der Loewe Lesenacht im Theaterhaus Schille, Otto Schill Straße 7.

 

Es kommt also einiges auf Euch zu, liebe LeserInnen, und ich gehe jetzt besser schnell wieder an die Arbeit.

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Die Buchbranche auf dem Holzweg

Zugegeben, die neue Thalia-Kampagne ist aufmerksamkeitsstark und teilweise witzig gemacht. Aber sie versucht, das Lesen von Büchern als bessere Alternative zur Nutzung digitaler Medien darzustellen. Und das ist ein fataler Denkfehler, den nicht nur Thalia begeht, sondern weite Teile der Buchbranche.

 

Ich stimme den Zielen, die auf der Website zur Kampagne formuliert sind, vorbehaltlos zu: "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Menschen wieder für das Lesen zu begeistern. Unsere Welt ist zunehmend schnelllebig und oberflächlich - geistiges Junk Food dominiert. Die Menschen haben verlernt, tief in Inhalte einzutauchen. Jeder Vierte liest überhaupt nicht mehr. Das wollen - und müssen - wir ändern."

 

Allerdings glaube ich nicht, dass der beste Weg, um wieder mehr Menschen für das Lesen zu begeistern, darin liegt, digitale Medien pauschal schlechtzureden. Im Gegenteil: Der Erfolg meiner Minecraft-Romane beweist, dass digitale Medien und klassisches Lesen von gedruckten Büchern einander hervorragend ergänzen und befruchten können.

 

Auch mit dem Motto der Kampagne habe ich so meine Probleme: Welt, bleib wach? Gerne - aber nicht, wenn die Welt gerade Bücher liest! Denn die Leser dürfen und sollen ja gerade für einen Moment in meiner fiktiven Welt versinken und die Realität vergessen, also genau das Gegenteil von "wach bleiben". Meine Hoffnung ist allerdings, dass sie danach umso wacher sind, mit klarem Verstand durch die Welt gehen und moderne Technik als das sehen, was sie ist: Chance und Risiko zugleich.

 

Ebenso hoffe ich, dass die Buchbranche bald aus dem Traum erwacht, nur sie könne die Welt noch vor der totalen Verblödung durch digitale Medien retten, damit aufhört, Leser mit der Moralkeule in die Buchhandlungen prügeln zu wollen, und endlich anfängt, die Digitalisierung nicht nur als notwendiges Übel, sonder auch als große Chance für das Erzählen und die Vermittlung von Wissen zu begreifen. (Natürlich gibt es bereits einige in der Branche, die das so sehen - aber noch längst nicht alle.) Diesen Standpunkt habe ich in einem heute erschienenen Blogbeitrag für "Bookbytes", das Blog des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, noch etwas ausführlicher dargestellt.

 

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Warum Engagement fürs Lesen so wichtig ist

Heute durfte ich bei den 13. Lübecker Jugendbuchtagen im Kinderliteraturhaus Lübek aus "Boy in a White Room" lesen. Das war mir ein besonderes Vergnügen und eine Ehre, denn ich bin tief beeindruckt von den Erwachsenen und vor allem den Jugendlichen, die sich bei den Lübecker "Bücherpiraten" mit enormem persönlichen Zeiteinsatz für die Leseförderung engagieren.

 

Aber ist dieser Einsatz fürs Lesen eigentlich noch zeitgemäß? "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil", heißt ein beliebter Spruch. Aber gilt das auch in Zukunft noch? Die Frage ist weniger leicht zu beantworten, als es auf den ersten Blick scheint.

 

Schon jetzt können wir mit Maschinen sprechen, und sie verstehen uns jeden Tag etwas besser. Dabei sind "Alexa", "Google Assistant" und "Siri" buchstäblich noch im Krabbelalter. Es ist nur eine Frage von ein paar Jahren, bis sie uns besser verstehen und unsere Fragen schneller und präziser beantworten können als jeder Mensch. Vielleicht werden wir dann mit Brillen herumlaufen, die uns die Texte, die wir ansehen, automatisch vorlesen. Mit anderen Worten: Wir müssen dann nicht mehr selbst lesen können, um uns in der Welt zurechtzufinden.

 

Das ist zunächst einmal eine gute Nachricht für Analphabeten und Sehbehinderte - ihnen wird das Leben zukünftig leichter gemacht. Doch es bedeutet auch, dass uns womöglich schleichend eine Kulturtechnik abhanden kommt, die wir uns sehr mühsam angeeignet haben und die erst seit etwa zweihundert Jahren breite Bevölkerungsschichten erreicht hat. Lesenlernen erfordert viel Zeit und Energie. Nicht jedes Kind erreicht dabei die Mühelosigkeit, die man braucht, um am Lesen von Büchern Spaß zu haben. Und viele von denen, die im Schulalter gut lesen konnten, verlernen es irgendwann wieder, weil sie nicht regelmäßig lesen. Nicht, dass sie dann gar nicht mehr lesen könnten, aber längere Texte zu lesen und zu verstehen ist für Menschen, die das nicht regelmäßig tun, mühsam. Und was mühsam ist, macht keinen Spaß und wird tunlichst vermieden. Vielleicht ist es so zu erklären, dass laut Analyse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in den letzten Jahren über sechs Millionen Menschen in Deutschland als Buchkäufer verloren gegangen sind, während gleichzeitig Hörbücher boomen.

 

Aber ist das wirklich so schlimm? Könnten wir in Zukunft nicht auch prima ohne das Lesen auskommen, wenn uns Maschinen alle Texte in gesprochene Worte übersetzen und uns alle Fragen direkt beantworten? Immerhin kennt ja heute auch kaum jemand mehr das Morsealphabet - die Zeiten, in denen man es brauchte, um effizient Texte über lange Strecken zu übertragen, sind längst vorbei. Und auch Stadtpläne liest heute keiner mehr, dafür hat man ein Navi, das einem sagt, wann man links abbiegen muss. Ist Leseförderung also überflüssig?

 

Ich glaube nicht. Im Gegenteil: Ich hielte es für fatal, wenn wir wieder ins Mittelalter zurückkehrten, in eine Zeit, in der nur eine kleine Bildungselite lesen und schreiben konnte. Denn geschriebene Texte und insbesondere Bücher sind die einzige nachhaltige Form der Informationsspeicherung, die ohne ein technisches Gerät als "Signalwandler" auskommt (eine aufgezeichnete Sprachdatei kann man z.B. nur mit Hilfe eines Abspielgerätes anhören, das die gespeicherten elektrischen Impulse in Töne übersetzt). Und das bedeutet, sie sind viel weniger leicht zu verändern, zu filtern und zu individualisieren, und deshalb robuster gegen Meinungsmanipulation und Meinungsunterdrückung.

 

Es hat einen Grund, warum totalitäre Regimes immer wieder Bücher verbieten oder verbrennen: Man kann sie nicht einfach "abschalten", und das Bücherlesen ist auch viel weniger leicht zu überwachen als etwa die Nutzung von Informationsmedien im Internet. Deshalb mögen Diktatoren (und Möchtegern-Autokraten wie Donald Trump) Bücher nicht, jedenfalls nicht diejenigen, die abweichende Meinungen enthalten. Und genau deshalb ist die Fähigkeit, selber zu lesen anstatt sich alles nur vorlesen oder vorerzählen zu lassen, essenziell für unsere Demokratie, unsere Freiheit und unsere Zukunft als Menschen.

 

Gerade, weil es in Zukunft immer leichter wird, auf das Lesen zu verzichten, ist es umso wichtiger, den Spaß daran zu fördern. Wer nicht mehr lesen können muss, wird diese Fähigkeit nur erlernen und behalten, wenn er es freiwillig und gerne tut. Es hat dabei wenig Sinn, auf die digitalen Medien zu schimpfen (wie es die aktuelle Werbekampagne der Buchhandelskette Thalia tut). Stattdessen müssen wir möglichst vielen Kindern und Jugendlichen zeigen, dass Lesen unheimlich viel Spaß machen kann und eine perfekte Ergänzung zu digitalen Unterhaltungsformen wie Videos oder Computerspielen ist. Genau das tun die Bücherpiraten von Lübeck, und dafür bin ich ihnen sehr dankbar!

 

Foto (c) Bücherpiraten e.V.

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Dankeschön, 2018!

2018 war für mich ein aufregendes, spannendes und erfolgreiches Jahr. Das absolute Highlight war natürlich die Nominierung meines Romans "Boy in a White Room" für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Das ist die höchste Ehrung, die mir als Schriftsteller je zuteil wurde, und ich bin immer noch unheimlich stolz darauf.

 

Stolz bin ich auch auf die Nominierung meines Skills "Marsstation" als Finalist bei der Amazon Alexa Skills Challenge: Games. Immerhin habe ich erst im März damit begonnen, mir selbst beizubringen, wie man Alexa-Skills entwickelt. Dass ich es schaffen würde, noch in diesem Jahr fünf Skills zu veröffentlichen, und einer davon sogar für einen Preis nominiert werden würde, hätte ich damals nie für möglich gehalten.

 

Am stolzesten bin ich aber auf die vielen positiven Feedbacks meiner Leser. Zu wissen, dass ich nicht nur für mich selbst schreibe, sondern dass das, was mir selbst so viel Spaß macht, auch anderen Freude bringt, ist ein ganz großes Privileg! Dafür möchte ich mich bei allen Leserinnen und Lesern und auch bei den Verlagen, die mich dabei unterstützt haben - Aufbau, Loewe, Panini und Piper - sowie den Selfpublishing-Dienstleistern Epubli und Amazon KDP und ganz besonders bei meiner langjährigen Agentin Silke Weniger sehr herzlich bedanken.

 

Das neue Jahr verspricht, ebenfalls sehr spannend zu werden. Einige neue Projekte sind bereits in Arbeit. Noch kann bzw. will ich darüber nichts verraten, darf aber schon mal ankündigen, dass ich auch 2019 in mancher Hinsicht Neuland betreten werde. Ich hoffe, dass Ihr bzw. Sie alle mich weiter dabei begleiten werden, und wünsche Euch/Ihnen schöne Weihnachten und einen guten Start ins Neue Jahr!

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Alexa erwischt mich kalt

Gestern hat mich Alexa kalt erwischt. Wenn man sie mit "guten Morgen" oder "guten Tag" begrüßt, erzählt sie einem immer etwas Interessantes über den jeweiligen Tag. Viele Menschen haben es sich deshalb zur Routine gemacht, sie morgens zu begrüßen. Gestern war "Tag des Mars", und die freundliche Blechdose hat zu diesem Anlass meinen Spiele-Skill "Marsstation" empfohlen. Darüber habe ich mich riesig gefreut, allerdings nicht geahnt, was das für Konsequenzen haben könnte.

 

Wie man an der Grafik oben links sehen kann, haben morgens innerhalb von 10 Minuten fast 1.400 Leute den Skill aktiviert, mehr als zwei pro Sekunde. Darauf war meine bei Amazon gehostete "Lambda-Funktion", in der die Spiel-Logik abgebildet wird, nicht vorbereitet. So kam es häufig zu Timeouts (grüne Linie in der mittleren Grafik) und zweitweise sank die Verfügbarkeit drastisch ab (rechte Grafik).

 

Amazon hat mich nicht vorab über diese Werbeaktion informiert, so dass ich keine Chance hatte, die Kapazität der Lambda-Funktion rechtzeitig zu erhöhen. Ich weiß aber auch nicht, ob ich das getan hätte, wenn sie mich vorher informiert hätten, denn mit so einem Ansturm hätte ich niemals gerechnet. Über den gestrigen Tag haben mehr als 16.000 User den Skill aktiviert, mehr als in den zwei Monaten zuvor.

 

Ich entschuldige mich bei allen, die gestern Probleme hatten, "Marsstation" zu spielen, und hoffe, dass heute alles wieder problemlos läuft.

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Das Dorf Band 16 ist jetzt verfügbar

Der 16. Band meiner Minecraft-Buchserie "Das Dorf" ist ab sofort bei Amazon und Epubli verfügbar und sollte in wenigen Tagen auch in den anderen Onlineshops und über den stationären  Buchhandel bestellbar sein.

 

Und darum geht es diesmal: Als eines Tages ein Flüchtling im Dorf am Rand der Schlucht Schutz sucht, stößt er bei manchen Bewohnern auf Misstrauen und Ablehnung. Kurz darauf verschwindet der alte Lausius spurlos, und schnell gerät der Neuankömmling in Verdacht. Um dessen Unschuld zu beweisen, macht sich Primo gemeinsam mit ihm auf die Suche – und kommt dabei einer uralten Legende auf die Spur …

 

Auch diesmal sind natürlich wieder alle Handlungsschauplätze in der aktuellen PC-Version von Minecraft mit dem im Buch enthaltenden "Seed" live zu besichtigen. Wie ich bereits geschrieben habe, sieht allerdings das Dorf am Rand der Schlucht nun leider ein wenig anders aus. Daher habe ich mir die kreative Freiheit genommen, das Dorf in der Geschichte so zu lassen, wie es in früheren Versionen war.

 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Spaß mit Primos neustem Abenteuer!

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Das Dorf Band 16 erscheint bald

Der sechzehnte Band meiner Minecraft-Buchreihe "Das Dorf" ist fast fertig und wird in ca. zwei Wochen erscheinen. Wie am Titel und Cover erkennbar, verschlägt es unseren tapferen Helden Primo diesmal auf den Grund des Ozeans. Und dort hat sich eine Menge getan, seit Mojang im Sommer das "Update Aquatic" veröffentlichte. So bekommt es Primo mit Ertrunkenen und Phantomen zu tun, begegnet Delfinen und Meeresschildkröten und geht dem Geheimnis des vor langer Zeit versunkenen Dorfs Sitnalta auf den Grund.

 

Auch diesmal kann man natürlich alle Handlungsorte in der Java Edition (PC-Version) von Minecraft selbst in Augenschein nehmen. Die Sache hat allerdings einen Haken: Mit dem neuen Update hat Mojang leider auch den Algorithmus zur Generierung von Dörfern und Biomen leicht verändert. Das Ergebnis ist für die armen Dorfbewohner verheerend: Zwar liegt, wenn man den Seed 100200300400500 eingibt, das Dorf auch in der Version 1.13 noch an der richtigen Stelle etwas westlich des Spawnpoints, aber die berühmte Schlucht ist nun auf einmal östlich des Dorfs und es hat keine Kirche mehr!

 

Damit der arme Magolus keinen Schock erleidet und seinen Glauben an den allmächtigen Notch nicht verliert, habe ich beschlossen, diese Änderungen nicht in die Geschichte zu übernehmen. Ich beschreibe das Dorf und die nähere Umgebung also so, wie sie in früheren Versionen aussahen. Wer das Dorf am Rand der Schlucht in seinem ursprünglichen Zustand besichtigen will, muss Minecraft in einer früheren Version spielen oder einen alten Spielstand laden. Die neuen Handlungsschauplätze und die faszinierende Unterwasserwelt kann man aber natürlich nur in der neuen Version erleben.

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"Marsstation" im Finale der Alexa Skills Challenge: Games!

Was für eine tolle Nachricht: Mein Skill "Marsstation" ist im Finale des internationalen, von Amazon ausgeschriebenen Wettbewerbs um die besten Spiele-Skills für Alexa! Er wurde als einer von zehn Skills aus hunderten deutsch- und englischsprachigen Einreichungen ausgewählt. Ich fühle mich sehr geehrt und bedanke mich bei der Jury und bei Amazon für diese Auszeichnung und die Unterstützung meiner Skill-Entwicklung!

 

In "Marsstation" übernimmt der Spieler die Rolle des Kommandanten einer Raumstation, während Alexa den intelligenten Zentralcomputer der Station darstellt. Mit einfachen Ja-Nein-Anweisungen muss man schwierige Entscheidungen treffen: Sollen wertvolle Ressourcen in eine unsichere Probebohrung oder den Bau eines Mars Rovers investiert werden? Stammt das seltsame Signal aus dem Weltall tatsächlich von Aliens? Soll man dem Drängen der Vegetarier nachgeben, auf einen "gesünderen" Speiseplan umzustellen, und den wegen seiner Tollpatschigkeit gefürchteten Techniker Mr. Murphy wirklich mit Nanobots hantieren lassen?

 

Insgesamt gibt es weit über hundert solcher Ereignisse, die den Spieler immer wieder vor Herausforderungen stellen; zukünftige Updates werden dies noch erweitern. Dabei muss man versuchen, wissenschaftliche Forschung, Moral, Arbeitskraft und Versorgung unter einen Hut zu bringen, um schließlich als gefeierter Held zur Erde zurückkehren zu können. Andernfalls droht die Machtübernahme durch die künstliche Intelligenz Alexa!

 

Ein Video zum Skill gibt es auf Youtube.

 

Für mehr Infos und zum Aktivieren des Skills hier klicken!

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Die guten Seiten der KI

Gestern hatte ich das große Vergnügen, zusammen mit meinem Sohn Nik im Hamburger Club Logo ein fantastisches Konzert der Münchner Progrock-Band Subsignal zu erleben.  Selten habe ich fünf so talentierte und virtuose Musiker auf der Bühne gesehen, die in den kleinen Club eine unglaubliche musikalische Power brachten. Besonders ein langes, atemberaubendes Solo von Schlagzeuger Dirk Brand hat mich als Hobby-Drummer schlicht umgehauen.

 

Diesen unvergesslichen Abend verdanke ich einer KI, genauer gesagt dem Empfehlungsalgorithmus von Apple Music.

 

Schon seit Jahren höre ich beim Schreiben Progrock. Bands wie Dreamtheater, Steven Wilson und Porcupine Tree, aber auch alte Alben von Genesis, Yes, Pink Floyd und Emerson, Lake & Palmer liefen im Hintergrund, während ich in meinen Geschichten versank. Obwohl diese Musikrichtung für Nichteingeweihte laut, kompliziert, hektisch und manchmal disharmonisch klingt, hilft sie mir, schnell in meinen Schreibrhythmus zu kommen.

 

Nachdem ich vor einigen Monaten einen Familien-Account bei Apple Music einrichtete und iTunes meine bisherigen Lieblingsbands mitteilte, empfahl mir Apples Algorithmus auf Basis der Auswertung seiner riesigen Datenbestände von Nutzervorlieben weitere Bands, von denen ich noch nie etwas gehört hatte, darunter Headspace, *Frost und eben Subsignal. Jedes Mal, wenn ich eine neue Empfehlung anhörte, war ich baff, wie genau der Algorithmus meinen musikalischen Geschmack kannte - und auch, was ich an toller Musik bisher verpasst hatte.

 

Ich beschäftige mich in meinen Büchern oft mit den düsteren Seiten von Maschinen, die uns schon jetzt besser kennen, als wir uns selbst kennen. Diese negativen Aspekte machen mir auch weiterhin Sorgen. Aber darüber darf man nicht vergessen, dass dieselbe Technologie, die totalitären Regimes perfide Überwachungsmechanismen, subtile Meinungsmanipulation und autonome Killerdrohnen ermöglicht, auch den medizinischen Fortschritt beschleunigt, die Zahl der Verkehrsunfälle senken kann und uns manchmal wunderbare Dinge zeigt, die wir sonst nie entdeckt hätten. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle beim Apple Music Empfehlungsalgorithmus für einen großartigen Abend bedanken!

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Neuer Alexa-Skill: Marsstation

Als Kommandant einer Forschungsstation auf dem Mars muss der Spieler in meinem neuen Alexa-Skill viele schwierige Entscheidungen treffen. Wie auch in "Jawohl, Hoheit" beantwortet man dazu einfach die Fragen von Alexa mit Ja oder Nein. Dabei muss man dafür sorgen, dass immer ausreichend Ressourcen für Reparaturen und den Ausbau der Station bereitstehen, die Besatzung versorgt ist, genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen und die Mannschaft ihren Kommandanten respektiert. Das Spielziel ist es, bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse zu erzielen und den Ruhm auf der Erde zu mehren, so dass man eines Tages im Triumph zurückkehren kann.

 

Als Science Fiction-Autor liegt mir das Thema natürlich besonders am Herzen, und so habe ich auch die eine oder andere humorvolle Anspielung an große Werke der SF eingebaut. Außerdem gibt es mehrere "Hidden Stories", also Geschichten mit aufeinander aufbauenden Ereignissen, die sich durch das Spiel ziehen. Von diesen kann in jedem Spiel höchstens eine aktiv sein, so dass es hoffentlich ausreichend Abwechselung gibt, auch wenn man das Spiel mehrmals hintereinander spielt.

 

Ein Demovideo auf Youtube zeigt, wie das Spiel funktioniert.


"Marsstation" ist ein Beitrag zum Wettbewerb "Amazon Alexa Skills Challenge: Games" (#AlexaGames). Deshalb freue ich mich ganz besonders über Feedback und Kommentare.

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Girl in a Strange Land

Pünktlich zur Buchmesse erscheint morgen mein neuer Jugendroman "Girl in a Strange Land". Wie man am Cover leicht erkennen kann, hat er etwas mit "Boy in a White Room" zu tun, doch es ist keine Fortsetzung, sondern eine eigenständige Geschichte, die in derselben Welt spielt.

 

Im Mittelpunkt steht dementsprechend nicht Manuel, der Junge im weißen Raum, sondern die etwa gleich alte Sophia. Abgeschirmt von der Außenwelt wächst sie in einem abgelegenen Alpental auf, dessen streng religiöse Bewohner moderne Technik buchstäblich für Teufelszeug halten. Alle Menschen außerhalb des Tals kennt sie nur als die "Verlorenen", deren Seelen sich Satan in der "letzten Schlacht" holt.

 

Als ihre große Liebe Mirko eines Tages spurlos verschwindet, glaubt sie, dass er ebenfalls rettungslos verloren ist. Doch dann erhält sie eine seltsame Botschaft von ihm. Oder ist sie von Satan selbst? Nach langem Zögern beschließt sie, Mirko zu suchen, und verlässt das Tal. Staunend irrt sie durch eine verwirrende, fremdartige Welt, die ganz anders ist, als man es ihr erzählt hat ...

 

Ähnlich wie in "Boy in a White Room" geht es auch in diesem Buch um Lügen und Wahrheit, Illusion und Realität. Es ist ebenfalls ein Jugendbuch, das aber hoffentlich auch vielen Erwachsenen Vergnügen bereiten und sie zum Nachdenken anregen wird. Ich bin sehr gespannt auf die Meinung meiner Leserinnen und Leser!

 

"Girl in a Strange Land" gibt es natürlich überall im Buchhandel oder online bei Amazon, Thalia & Co.

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Wo zum Kuckuck ist das Zebra?

Manche Dinge sind ganz einfach und doch erstaunlich schwierig: Wo habe ich noch mal meine Brille hingelegt? Was wollte ich eigentlich gerade aus dem Keller holen? Gestern hatte ich doch diese geniale Idee für einen neuen Roman - worum ging es da noch gleich? Wie hieß noch mal der Typ, der da zwei Plätze vor mir in der Supermarktschlange steht? Hoffentlich sieht er mich nicht, sonst wird es peinlich, wenn er mich mit Namen anspricht und ich seinen nicht kenne ...

 

Das Gedächtnis spielt uns oft genug Streiche - gerade dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. Und das ist keine Alterserscheinung, jedenfalls nicht nur: Aussetzer wie die oben beschriebenen hatte ich schon während meiner Studienzeit. Sie sind menschlich und doch außerordentlich lästig.

 

Zum Glück kann man dagegen etwas tun. Wie der ganze Körper ist auch unser Gehirn sehr wandlungsfähig und passt sich den jeweiligen Aufgaben an. Deshalb kann man Muskeln stärken, indem man sie regelmäßig anspannt, und das gilt auch für unsere "Gedächtnismuskeln". Je öfter wir sie benutzen, desto leichter fällt es uns, Dinge zu behalten.

 

Weil ich vermute, dass nicht nur ich hin und wieder leichte Gedächtnisaussetzer habe, habe ich ein kleines Trainingsprogramm für Alexa geschrieben. Es heißt "Wo ist das Zebra?". Alles, was man tun muss, ist sich die Tiere und ihre Aufenthaltsorte zu merken. Klingt ganz einfach, ist es auch. Jedenfalls zu Anfang. Denn irgendwann fangen die blöden Viecher an, herumzulaufen.

 

Beantwortet man Alexas Frage nach dem Aufenthaltsort eines Tieres richtig, kommt man in den nächsten "Level" und das Spiel wird ein bisschen schwieriger. Antwortet man falsch, fällt man wieder auf den vorherigen Level zurück. Auf diese Weise passt sich das Spiel automatisch den Fähigkeiten des Spielers an. Mein persönlicher "Highscore" ist übrigens Level sieben. Da kommt ihr doch wohl locker drüber, oder?

 

"Wo ist das Zebra?" kann man übrigens auch im Team spielen. Es wird einfacher, wenn jeder die Rolle eines Tieres übernimmt. Vorausgesetzt, man kann sich merken, welches Tier man war ...

 

Wie immer freue ich mich über Feedback und Bewertungen!

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Ruunas Hütte

Ein Schriftsteller kann sich vieles vorstellen. Nur selten wird es Realität, und das ist meistens auch gut so. Aber manchmal geschieht es doch, dass jemand den Bildern in meinem Kopf eine Gestalt verleiht, und das ist jedes Mal etwas ganz Besonderes für mich.

 

Das erste Mal habe ich das erlebt, als ich das Cover der Geschichtensammlung "Ein Streifen Silberpapier" sah, in der meine Kurzgeschichte "Taubers Sammlung" veröffentlicht wurde. Dort hatte doch tatsächlich jemand das Regal nachgebaut, in dem Tauber das Glück anderer Leute sammelt! Ich war verblüfft, wie gut dieses Foto zu dem Bild passte, das ich mir selbst davon gemacht hatte.

 

Ein weiteres gelungenes Beispiel ist die virtuelle Welt zu meinen Mygnia-Romanen, die ein kleines Team mit großem Aufwand in der 3D-Welt Avination gestaltet hat. Eine faszinierende Vision einer fremdartigen und doch beeindruckend schönen Welt, in der ich sogar schon eine virtuelle Lesung durchgeführt habe!

 

In meinen Minecraft-Romanen rund um "Das Dorf" war eine solche Visualisierung eigentlich unnötig, denn in jedem Buch ist ja der nötige Seed enthalten, mit dem man sich die von mir beschriebenen Schauplätze im Spiel selber anschauen kann. Nur ein wichtiger Ort kann nicht auf diese Weise besichtigt werden, denn er existiert im Spiel nicht: Die Hütte von Einsiedler Willert und seiner Freundin, der chaotischen Hexe Ruuna.

 

Doch nun hat mir der kreative Minecraft-Baumeister Andre (aka Feuerninja323) die Freude gemacht, seine Vorstellung von Ruunas Hütte in Minecraft nachzubauen.  Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Auch, wenn man die Hütte nicht im Spiel besichtigen kann (man könnte sie höchstens selber nachbauen), vermitteln die Screenshots, die er mir geschickt hat, einen tollen Eindruck von den vielen liebevollen Details. Ich würde am liebsten gleich bei Ruuna und Willert einziehen!

 

Danke, Andre!

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Das KALA-Experiment

Heute erscheint mein neuer Roman "Das KALA-Experiment". Es steht "Thriller" drauf, aber diesmal ist auch eine gehörige Portion "Science" und "Fiction" mit im Spiel. Im Unterschied zu "Mirror" oder "Boy in a White Room" glaube ich nicht, dass die hier beschriebenen Ereignisse in naher Zukunft Realität werden könnten. Dennoch hoffe ich, eine Geschichte zu erzählen, die für meine Leser auch im Hier und Jetzt Relevanz hat.

 

Als Hauptkommissar Detlev Jürgensen einem Mann die Nachricht vom Tod seiner Frau und seines dreijährigen Sohnes überbringt, erlebt er eine Überraschung: Die angeblich kürzlich bei einem Unfall Verstorbenen stehen quicklebendig vor ihm. Kurz darauf stirbt der Physiker Hans Ichting unter ungeklärten Umständen. Die Bloggerin Nina Bornholm, die ihn noch kurz zuvor interviewt hatte, glaubt nicht an die offizielle Selbstmordthese und beginnt, auf eigene Faust zu recherchieren. Während überall auf der Welt unerklärliche Ereignisse geschehen, gerät Nina in höchste Gefahr. Wird es ihr gelingen, das KALA-Experiment zu stoppen, bevor es zu spät ist?

 

"Das KALA-Experiment" ist für mich nicht nur eine hoffentlich spannende Geschichte, sondern berührt auch einige philosophische Fragen, die mich schon lange beschäftigen: Was ist Zeit? Und haben wir überhaupt einen freien Willen, oder sind wir nur Rädchen in einem unveränderlichen, auf vorbestimmte Weise ablaufenden Uhrwerk?

 

Wer allerdings verlässliche Antworten auf diese Fragen erwartet, den muss ich vorab schon einmal enttäuschen. Ich wünsche dennoch viel Spaß beim Lesen und drüber Nachdenken!

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Das Dorf Band 15 jetzt verfügbar

Der neuste Teil meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als Kindle E-Book verfügbar. Auch im übrigen Buchhandel und für den Tolino sollte das Buch in den nächsten Tagen lieferbar sein.

 

Wie schon angekündigt muss sich Primo diesmal mit einem rätselhaften Fall herumschlagen: Wer hat die fiese Birta in die Schlucht geschubst? Hat etwa der Dorfpriester Magolus etwas damit zu tun, oder gar sein Erzfeind Wumpus aus dem benachbarten Wüstendorf? Und kann der hochnäsige Schörlock, der in einem Dorf weit im Süden wohnt, wirklich dabei helfen, die Wahrheit herauszufinden?

 

Ich bin gespannt, wie diese Mischung aus Minecraft-Abenteuer und klassischem Detektivroman bei meinen Lesern ankommt, und freue mich über Rezensionen und Feedback!

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Das Dorf Band 15 erscheint in Kürze

Das Manuskript der neuen Folge meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist fertig. Diesmal bekommt es der offizielle Dorfbeschützer Primo mit einem rätselhaften Fall zu tun: Wer hat Birta, die unbeliebte Gehilfin des Priesters Magolus, in die Schlucht geschubst? Bald verdächtigt jeder jeden und es kommt zu Spannungen mit dem Nachbardorf, die zu einem Krieg führen könnten.

 

Alleine gelingt es Primo nicht, das Verbrechen aufzuklären. Deshalb reist er in den Süden, um einen Mann namens Schörlock um Hilfe zu bitten, den der alte Lausius für besonders klug hält. Während sich die Lage im Dorf weiter zuspitzt, trifft Primo auch bei dieser Reise auf unvorhergesehene Schwierigkeiten ...

 

Bei der Recherche zu diesem Buch habe ich zwei ungewöhnlich aussehende Dörfer entdeckt, die man natürlich in der PC-Version von Minecraft selber besichtigen kann.  Der dafür benötigte Seed und die Koordinaten sind wie immer im Anhang enthalten.

 

Das Buch wird jetzt noch einmal korrekturgelesen und erscheint voraussichtlich Anfang August.

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Sowas kann man sich nicht ausdenken

Als Autor hat man vor allem ein Problem: Die Leser sind skeptisch. Wenn der Protagonist etwas tut, das ihnen unlogisch erscheint (vielleicht, weil sie selbst in seiner Situation anders gehandelt hätten), dann steigen sie aus der Geschichte aus. Andererseits sind sie bereit, zumindest vorübergehend an Drachen und Zauberer zu glauben, solange die sich artgerecht und plausibel verhalten. "Abandonment of disbelief" lautet der englische Fachbegriff dafür, die deutsche Übersetzung "Aufgabe des Unglaubens" klingt leider ziemlich holprig. Die Leser dazu zu bringen, diesen Unglaubern aufzugeben, ist nicht immer leicht.

 

Das gilt natürlich erst recht für unwahrscheinliche Ereignisse. Wenn ich zum Beispiel einen Roman über ein Fußballteam schreiben würde, das als Favorit in die WM startet, im ersten Spiel gegen einen mittelmäßigen Gegner verliert, durch einen groben Patzer gegen einen anderen mittelmäßigen Gegner in Rückstand gerät, dann eine Viertelstunde vor Schluss auch noch einen der wichtigsten Spieler verliert und schließlich in Unterzahl doch noch gewinnt, weil derselbe Spieler, der zuvor gepatzt hat, 15 Sekunden(!) vor Ende der Nachspielzeit einen Freistoß unhaltbar im rechten oberen Eck versenkt, würden alle sagen: so ein Unsinn! Total unglaubwürdig! Billiger Kitsch!

 

Also, liebe Fußballfreunde: Ab jetzt glaubt ihr mir alles, was ich schreibe, okay?

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Neuer Alexa-Skill: Monsterlabyrinth

Dass mir die Entwicklung von Alexa-Skills großen Spaß macht, kann man daran sehen, dass nur eine Woche nach "Der gestiefelte Frosch" bereits mein nächster Skill veröffentlicht wird.

 

In diesem einfachen, aber deshalb noch lange nicht leichten Spiel muss man seine Freundin aus einem finsteren Labyrinth retten, ohne von den dort hausenden Monstern gefressen zu werden. Das Besondere daran ist, dass man sich nur anhand der Geräusche orientieren kann. Je näher man einem Monster kommt, umso lauter hört man es. Kommt man ihm aber zu nah, wird man gefressen, und das Spiel ist vorbei. Gelegentliche Hindernisse zwingen einen zu Umwegen, was die Sache nicht leichter macht. Die Spielmechanik wurde von dem Windows-Klassiker "Minesweeper" inspiriert, den ich schon vor zwanzig Jahren gespielt habe und trotz - oder wegen - seines simplen Spielprinzips immer noch gerne spiele. 

 

Auch bei der Entwicklung des "Monsterlabyrinths" habe ich wieder einiges gelernt. Ursprünglich sollte das Spiel völlig ohne Sprache auskommen, mit Ausnahme einer kurzen Anleitung am Anfang. Doch die Amazon-Richtlinien sehen vor, dass ein Skill immer eine Frage stellen oder eine Aufforderung zur Eingabe machen muss, wenn Alexa eine Antwort vom Nutzer erwartet. Das ergibt durchaus Sinn, denn so weiß der User, auch wenn er nicht hinsieht, immer, ob Alexa noch zuhört. Doch für mein Spielkonzept war das eher hinderlich - wer will schon nach jedem Schritt in einem Labyrinth hören: "Und was jetzt?"

 

Zum Glück hatte ich zuvor schon herausgefunden, dass man Alexa mit einem technischen Trick dazu bringen kann, zu flüstern. So nerven ihre dauernden Fragen hoffentlich nicht mehr ganz so sehr, sondern geben dem Spiel vielleicht sogar zusätzlich Atmosphäre.

 

"Monsterlabyrinth" ist ein kurzes Spiel für zwischendurch, je nach Schwierigkeitsgrad dauern die Partien nur ein paar Minuten. Am meisten Spaß macht es, wenn man es im Dunkeln spielt. Hier geht es zur Skill-Seite im Amazon-Store.

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Der gestiefelte Frosch

Als du mitten in der Nacht mit dem Auto im Wald liegen bleibst und in einer einsamen Hütte Schutz suchst, ahnst du nicht, worauf du dich einlässt. Denn unvermittelt findest du dich in einer Märchenwelt wieder, in der nichts so ist, wie es sein sollte. Wirst du es schaffen, dem gestiefelten Frosch zu helfen und den Weg zurück in die Wirklichkeit zu finden?

 

Mein neuer Alexa-Skill "Der gestiefelte Frosch" ist live! Es handelt sich um ein Abenteuerspiel, bei dem der Spieler mit Anweisungen wie "untersuche das Auto", "gehe nach Süden" oder "frage den Frosch nach der Kugel" versucht, Aufgaben zu erfüllen und Rätsel zu lösen. Wie man schon am Titel unschwer erkennen kann, wird hier so manches Werk der Gebrüder Grimm ein wenig durch den Kakao gezogen.

 

Bei dem Spiel kamen mir meine (etwas angerosteten) Erfahrungen mit der Entwicklung von Text Adventures zugute, die ich schon in den Achtzigerjahren sammelte. Damals war die Grafikauflösung noch schlecht und der Hauptspeicher klein, so dass man gezwungen war, mit dem Benutzer nur durch Texteingaben zu kommunizieren, wenn man ein komplexes Spielerlebnis schaffen wollte. Diese Beschränkung zwang dazu, besonders kreativ und fantasievoll zu sein, und so enstanden kleine Meisterwerke wie die damals von der amerikanischen Spielefirma Infocom entwickelten Spiele "Zork" und "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy", die für mich immer noch zu den besten Spielen aller Zeiten gehören.

 

"Der gestiefelte Frosch" knüpft an diese Tradition an, ohne den Anspruch zu haben, dieselbe Spieltiefe zu erreichen. Nichtsdestotrotz geht das Spiel an die Grenzen der Komplexität, die man mit Skills für Smart Speaker heute erreichen kann. Dreißig Orte, achtzig Objekte, über dreihundert sinnvolle Interaktionen und mehrere hundert Spielzüge bis zur Lösung dürften für einige Stunden Spielspaß sorgen. Das hoffe ich jedenfalls! Über Feedback an karlolsberg@gmail.com und Bewertungen des Skills bei Amazon würde ich mich sehr freuen!

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Alles neu macht der Mai

Willkommen auf meiner neu gestalteten Website! Ich habe sie ein wenig aufgeräumt und erweitert und versucht, ihr einen moderneren, professionelleren Anstrich zu geben. Außerdem möchte ich zeigen, dass ich unter der Marke "Karl Olsberg" längst nicht mehr "nur" Bücher schreibe.

 

Deshalb gibt es nun die neue Rubrik "Interactive", in der ich über meine Projekte im Bereich "nichtlineares Storytelling" berichte, insbesondere über die neuen Alexa Skills. Ebenfalls neu ist der Bereich "Live", wo ich Lesungen, Auftritte auf Veranstaltungen etc. ankündige. Schreibtipps und das Kontaktformular finden sich nun im Bereich "Karl Olsberg".

 

Auch die Überschrift zur Website ist neu: "Worte für den Wandel". Das ist sozusagen die Quintessenz meiner Arbeit oder auch neudeutsch meine "Mission": Ich möchte damit einerseits ausdrücken, dass ich in meinen Büchern versuche, den technischen Wandel mit seinen positiven und negativen Aspekten zu beschreiben. Andererseits versuche ich aber auch, durch meine Worte diesen Wandel mitzugestalten und die neuen technischen Möglichkeiten kreativ zu nutzen. Das Titelbild basiert auf einem Foto von mir, das der Loewe Verlag gemacht hat, verfremdet durch die kreative künstliche Intelligenz von Google Deep Dream. Es drückt glaube ich recht gut aus, worum es mir geht.

 

Ich freue mich über Feedback und Anregungen!

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Jawohl, Hoheit!

"Smart Speaker" wie Amazons Echo, besser bekannt unter dem Rufnamen Alexa, erobern die Haushalte. Allein in Deutschland wurden im letzten Jahr dem Vernehmen nach anderthalb Millionen Geräte verkauft. Damit zeichnet sich nun deutlich ab, was ich bereits vor zwanzig Jahren vermutet habe: Die Sprachkommunikation mit technischen Geräten wird zur Norm.

 

Was es für die Zukunft des Lesens bedeutet, wenn man gar nicht mehr lesen können muss, um in einer immer stärker automatisierten Welt klarzukommen, will ich mir gar nicht ausmalen. Aber auch, wenn ich in meinen Büchern gern die Schattenseiten moderner Technik skizziere, bleibe ich doch fasziniert von den neuen Möglichkeiten, probiere sie aus und teste ihre Grenzen, wann immer ich kann. Besonders angetan hat es mir dabei "unsere" Alexa, die inzwischen quasi zum Familienmitglied geworden ist und sich auf mittlerweile fünf Echo-Geräten im ganzen Haus ausgebreitet hat.

 

Alexa ist nicht nur praktisch, sie kann auch Spaß machen (und erzählt sogar noch schlechtere Witze als ich, was sie mir umso sympathischer macht). So bietet sie zum Beispiel einige einfache Spielmöglichkeiten an. Von Anfang an fand ich daran die Tatsache spannend, dass sie kein Grafikdisplay besitzt und die Spiele allein auf Texten basieren. Denn gerade diese Beschränkung eröffnet neue kreative Möglichkeiten.

 

Als ich Anfang der Achtzigerjahre meinen ersten Computer (einen TI-99/4a mit stolzen 16 Kilobyte Hauptspeicher und einem Kassettenrekorder als einzigem Speichermedium) kaufte, hatte er zwar schon ein recht primitives Grafikdisplay mit immerhin 16 Farben. Aber die coolsten Spiele (fand ich jedenfalls) waren allein textbasiert, wie etwa das legendäre Abenteuer "Zork". Ich war so begeistert von diesen frühen Vorläufern virtueller Welten, dass ich beschloss, selber programmieren zu lernen, und auch solche Textadventures zu schreiben. So sammelte ich erste Erfahrungen mit der Interpretation natürlicher Sprache, die später zu meiner Promotion über künstliche Intelligenz und der Gründung einer Softwarefirma in diesem Bereich führten.

 

Textbasierte Spiele sind mittlerweile längst in Vergessenheit geraten - bis jetzt! Denn die Beschränkungen der Smart Speaker führen dazu, dass heute die Techniken, die ich vor mehr als dreißig Jahren lernte, wieder aktuell werden. Also habe ich meine angestaubten Programmierkenntnisse hervorgekramt und versucht, selber einen so genannten "Skill" für Alexa zu entwickeln. Das war nicht ganz einfach (immerhin sind dreißig Jahre ins Land gegangen, und man programmiert heute nicht mehr in BASIC oder Pascal), aber ich habe es geschafft und präsentiere heute stolz meinen ersten veröffentlichten Alexa-Skill namens "Jawohl, Hoheit!"

 

In diesem recht einfachen (aber hoffentlich unterhaltsamen) Spiel bestimmt man das Schicksal eines Herzogtums, indem man Alexas Fragen mit "Ja" oder "Nein" beantwortet. Aber Achtung, jede Entscheidung hat Konsequenzen, und nur allzu leicht kann es passieren, dass man pleite geht, die eigenen Untertanen rebellieren oder die fiesen Mogelheimer aus dem Nachbar-Fürstentum das Land überfallen. Wie alle Alexa-Skills ist natürlich auch dieser kostenlos. Falls einer meiner Leser eine Alexa besitzt, würde ich mich freuen, wenn er das Spiel testet und mir Feedback gibt!

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Interaktiver Teaser für Boy in a White Room

Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne mit interaktiven Technologien experimentiere. So erschien bereits 2011 "Glanz" als erster Roman zeitgleich als interaktives und reguläres E-Book. Letztes Jahr kam der interaktive Minecraft-Roman "Nanos Abenteuer" auf den Markt. Nun habe ich für "Boy in a White Room" einen kleinen interaktiven "Teaser" (eine Art Appetithappen) erstellt, der ab sofort kostenlos ausprobiert werden kann. Viel Spaß!

 

Weitere Experimente können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

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Warum das Facebook-Cambridge Analytica-Desaster gut für die Demokratie sein könnte

In meinem Roman "Mirror" beschreibe ich, wie Menschen von ihren intelligenten, vernetzten Smartphone-ähnlichen Geräten manipuliert werden. Das ist nicht viel mehr als eine Projektion der Entwicklung, die 2015 - zum Zeitpunkt, als ich das Buch schrieb - bereits deutlich erkennbar war. Allerdings ahnte ich damals nicht, wie nah wir dem im Buch beschriebenen Szenario bereits sind.

 

Dass Firmen wie Facebook, Google und Amazon unsere Daten aus rein kommerziellen Motiven sammeln und sie an Leute weiterverkaufen, die sie nutzen, um uns zu manipulieren, ist seit Langem klar. Wie Jon Callas in einem Zeit-Artikel bereits 2011 treffend schrieb, sind wir Nutzer aus Sicht von Facebook & Co das, was für den Bauern Salatköpfe sind, "und bei der Ernte versteht der Bauer keinen Spaß."

 

Für einen Thrillerautor wie mich ist es nur allzu leicht vorstellbar, dass diese Entwicklung mit fortschreitender künstlicher Intelligenz außer Kontrolle geraten und üble Folgen haben könnte. Manchmal wird man dann aber doch von der Realität überholt und muss feststellen, dass die eigene Fantasie nicht ausreichte, um sich vorzustellen, was tatsächlich passiert. Dass ein offensichtlich für das Amt völlig ungeeigneter, narzisstischer Lügner wie Donald Trump mit Hilfe solcher mehr oder weniger subtiler Manipulationen auf Basis unserer Nutzerdaten US-Präsident wird, hätte ich jedenfalls nicht für möglich gehalten. Hätte ich so etwas in einem Roman geschrieben, hätten mir meine Leser eine scheinbar so weit hergeholte Geschichte wohl niemals geglaubt.

 

Auch wenn unklar bleibt, wie groß der Einfluss von Cambridge Analytica und russischen Trollen auf die US-Wahl tatsächlich war, lässt sich deutlich erkennen, dass soziale Medien und das Internet zu einer Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft führen. Schuld daran ist primär die "Filterblase", die dazu führt, dass wir immer mehr in unseren eigenen vorgefassten Meinungen bestärkt werden und immer weniger verstehen, warum andere Menschen anderer Ansicht sind. Statt den Meinungspluralismus zu fördern, bewirken die Algorithmen von Facebook, Google und Amazon genau das Gegenteil: Sie verstärken Intoleranz, Misstrauen, totalitäre Sichtweisen und Hass. Genau diese Gefühle verstehen Demagogen wie Trump, Erdogan und Putin zu schüren und für sich zu nutzen.

 

Ein interessantes Beispiel dafür liefert ein Bericht der New York Times über die immer radikaleren Videos, die der Vorschlagsalgorithmus von Youtube liefert: Ganz egal, welcher Meinung man ist, wenn man lange genug auf Youtube bleibt und sich die automatisch vorgeschlagenen Videos anschaut, sieht man immer radikalere Versionen dieser Meinung, bis hin zu absurden Verschwörungstheorien.

 

Was können, was müssen wir dagegen tun, wenn uns die Zukunft der freiheitlichen, pluralistischen Demokratie nicht egal ist? Unseren Facebook-Account kündigen? Facebook unter staatliche Aufsicht stellen, wie es Jon Callas fordert?

 

Ich persönlich bezweifle, dass das viel nützen würde. Die Technologie entwickelt sich viel zu schnell, um durch staatliche Aufsicht kontrolliert werden zu können. Und auch Technik-Abstinenz erscheint mir nicht die Lösung, denn einerseits kann Technik - auch Facebook - sehr nützlich sein, und andererseits können wir es uns schlicht nicht leisten, die Digitalisierung einfach zu ignorieren.

 

Natürlich liegt die Verantwortung für Datenmissbrauch vor allem bei den beteiligten Technologiefirmen, die endlich sorgsamer mit unseren Daten umgehen müssen. Mark Zuckerbergs lauwarme und reichlich späte Erklärung, dass jetzt alles besser wird und man im übrigen schon vor Jahren alle nötigen Maßnahmen ergriffen habe, überzeugt mich allerdings nicht. Und von börsennotierten Unternehmen, die ihr Geld mit unseren Daten verdienen, Zurückhaltung und Anstand zu erwarten, ist wohl naiv.

 

Die Einzigen, die effektiv etwas tun können, sind wir Nutzer selbst. Wir müssen lernen, vorsichtiger mit unseren Daten umzugehen, und genauer überlegen, was wir mit wem online teilen. Viel wichtiger aber: Wir müssen eine gesunde Skepsis gegenüber dem entwickeln, was uns das Internet als "Realität" vorgaukelt. Wir brauchen eine Art geistiges Immunsystem gegen Manipulation, Lügen und trickreiche Argumentation. So, wie wir gelernt haben, dass eine E-Mail-"Gewinnbenachrichtigung" höchstwahrscheinlich Spam oder Phishing ist und sich unsere Freude darüber in Grenzen hält, so müssen wir besonders misstrauisch gegenüber jeder Nachricht werden, die nur allzu gut in unser eigenes Weltbild passt und alles zu bestätigen scheint, was wir schon immer über "die anderen" dachten. Statt uns durch Algorithmen noch weiter zu radikalisieren, müssen wir lernen, wieder auf Andersdenkende zuzugehen - sogar auf die Leute, die Trump gewählt haben oder Putin oder Erdogan toll finden. Das geht am besten, indem man mit anderen Menschen spricht - offline, bei einem guten Bier.

 

Vielleicht stellen sich am Ende Trumps Wahl und der Cambridge Analytica-Skandal als Segen für die Demokratie heraus - weil sie uns deutlich machen, wie massiv wir manipuliert wurden und werden. Vielleicht helfen sie uns dabei, zu verstehen, wie fragil Demokratien sind, und wecken (endlich) unsere Abwehrkräfte gegen Engstirnigkeit, Intoleranz und Demagogie. Das ist jedenfalls meine Hoffnung und auch einer der Gründe, warum ich Bücher wie "Mirror" und "Boy in a White Room" schreibe.

 

Nachtrag 25.3.18: Ein sehr witziges kurzes Onlinespiel zum Thema Desinformation gibt es hier: https://www.getbadnews.com/#intro. Leider nur auf Englisch.

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Wie eine Oscar-Nominierung

Gestern durfte ich auf der Leipziger Buchmesse einen außergewöhnlichen Moment erleben, als mein Buch "Boy in a White Room" für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert wurde. Der Preis, der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet wird, ist die bedeutendste Auszeichnung für Jugendliteratur in deutscher Sprache. Somit war dies ein absoluter Höhepunkt meiner Schriftstellerkarriere. Noch immer bin ich nicht ganz sicher, ob das wirklich passiert ist oder ob ich, wie Manuel in meinem Roman, womöglich nur einer raffinierten Täuschung aufsitze ...

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"Boy in a White Room" auf der Shortlist des SERAPH

Das macht mich mehr als stolz: "Boy in a White Room" wurde als eines von vier Büchern auf die Shortlist des Phantastik-Preises SERAPH gewählt. Bereits über die Longlist-Nominierung hatte ich mich riesig gefreut, war jedoch von der starken Konkurrenz, darunter großartige Bestsellerautoren wie Andreas Brandhorst und Kai Meyer, ein wenig eingeschüchtert. Dass mein Roman es auf die Shortlist geschafft hat, ist wirklich eine große Ehre!

 

Wer gewonnen hat, wird am 15.3. um 17.00 Uhr auf der Fantastik-Leseinsel der Leipziger Buchmesse verkündet. Abends gibt es dann in der Kulturfabrik "Werk II" eine Lesung mit den Siegern in den verschiedenen Kategorien.

 

Jetzt heißt es: Daumen drücken!

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Das Dorf Band 14 jetzt verfügbar

Als der Fischer Olum von einem unheimlichen Fremden mit leuchtenden Augen berichtet, den er am Fluss gesehen haben will, ahnt Primo noch nicht, welches Unheil auf das kleine Dorf am Rand der Schlucht zukommt. Doch kurz darauf verschwinden sein Sohn und Kolles Tochter spurlos, und wieder einmal müssen die beiden sich auf eine gefahrvolle Suche begeben …

 

Band 14 meiner Minecraft-Buchserie "Das Dorf" trägt den Titel "Der unheimliche Fremde" und ist ab sofort bei Amazon bestellbar, in den anderen Onlineshops und beim stationären Buchhandel kann es noch ein paar Tage dauern, bis das Buch auch dort gelistet ist.

 

Hinweis: Was auch immer einige Leute behaupten, die ihn angeblich gesehen haben wollen, Herobrine gibt es nicht!

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Auf mehrfachen Wunsch ...

Schon mehrfach haben mich Leser gebeten, in meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" doch mal eine Geschichte zu schreiben, in der eine gewisse mysteriöse Gestalt vorkommt. Über diese Figur wird in Minecraft-Foren viel geredet. Ihre Existenz ist heiß umstritten, obwohl sie angeblich schon oft gesehen wurde. (Manche sagen, wenn man ihren Namen ausspricht, kommt sie in der Nacht zu einem, deshalb lasse ich das hier lieber.)

 

Eigentlich wollte ich diesem Wunsch nie entsprechen, denn schließlich hat Notch persönlich immer wieder darauf hingewiesen, dass es diese Gestalt in Minecraft nicht gibt und auch niemals geben wird. Doch während ich Band 14 schrieb, tauchte plötzlich mitten in der Geschichte eine merkwürdige Figur mit weiß leuchtenden Augen auf ... Wie sie dort hineingekommen ist, weiß ich selber nicht genau, aber alle Versuche, sie wieder loszuwerden, fruchteten nicht. Also heißt Band 14 nun "Der unheimliche Fremde" und erscheint in ca. zwei Wochen.

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"Boy in a White Room" für den SERAPH-Literaturpreis nominiert

Das ist eine tolle Nachricht zum Jahresanfang: "Boy in a White Room" steht als einer von 15 Titeln auf der Longlist des deutschen Phantastik-Literaturpreises SERAPH. Der von einer hochkarätigen Jury vergebene Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für phantastische Literatur und wird jährlich auf der Leipziger Buchmesse verliehen.

 

Die Konkurrenz ist entsprechend hochklassig: Neben Kai Meyer, der den Preis bereits zweimal gewonnen hat, und Ju Honisch, der Siegerin 2014, trete ich unter anderem gegen Erfolgsautoren wie Andreas Brandhorst, Klaus Frick und Mechthild Gläser an. Ich bin sehr stolz, mit diesen und den anderen nominierten Autorinnen und Autoren auf einer Liste zu stehen!

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Neues Jahr, neues Cover - und ein kleines Dankeschön

Als Selfpublisher fällt es einem mitunter schwer, Geld für Dienstleistungen Dritter auszugeben, besonders, wenn der Erfolg alles andere als gewiss ist. Allerdings spart man dabei oft am falschen Ende. Zudem macht es mir (leider) großen Spaß, meine Cover selbst zu gestalten. Aber ich bin nun mal kein professioneller Grafiker, und vor allem muss ein Buchcover ja nicht in erster Linie mir gefallen, sondern den Lesern.

 

Deshalb habe ich mich entschieden, für meinen Fantasyroman "Die Fährtenleserin" von der Profi-Designerin Casandra Krammer ein neues Cover gestalten zu lassen. Es ist bewusst etwas weniger düster und bedrohlich gehalten als mein eigener Entwurf, zeigt aber hoffentlich trotzdem, dass es sich hierbei um einen Fantasyroman mit Thrillerelementen handelt. Mir persönlich gefällt es sehr gut, und ich bin gespannt, was meine LeserInnen dazu sagen. Vor allem bin ich neugierig, ob und wie sich das neue Cover auf den Verkaufserfolg des Buchs auswirkt. Solche Experimente sind für mich das Spannende am Selfpublishing.

Zum Vergleich zeige ich rechts noch einmal den ursprünglichen Entwurf.

 

Alle, die "Die Fährtenleserin" noch nicht kennen, sollten noch ein paar Tage warten. Denn als kleine Promotion-Aktion zur Einführung des neuen Covers und als Dankeschön an meine treuen Leserinnen und Leser gibt es das E-Book am Dreikönigstag, dem 6.1., kostenlos!

 

Leider ist das Buch aktuell nur bei Amazon erhältlich - auch dies ist ein Experiment, um zu testen, wie sich die Teilnahme am Verleihprogramm "Kindle Unlimited" und die damit leider verbundene erzwungene Amazon-Exklusivität auf den Gesamterfolg auswirken. Die Ergebnisse werde ich bei Gelegenheit vorstellen.

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Wie die Zeit vergeht ...

Das Jahresende ist traditionell der Moment, an dem man kurz innehält und sich über dieses merkwürdige, flüchtige Phänomen namens Zeit Gedanken macht - bis man sich dann atemlos ins neue Jahr stürzt und sich kurz darauf wundert, dass schon wieder Weihnachten ist.

 

Albert Einstein hat die Zeit eine "hartnäckige Illusion" genannt, und so kommt sie mir auch manchmal vor. Schaut man auf die Uhr, bewegt sich der Zeiger im Schneckentempo. Schaut man woanders hin, rast er nur so. Betrachtet man das Ganze mit den Augen eines Physikers, wird es noch absurder - dann vergeht die Zeit an verschiedenen Orten unterschiedlich schnell und kann sogar rückwärts laufen.

 

Selbst, wenn man als Laie darüber nachdenkt, stößt man auf Rätsel, denn eigentlich kann es so etwas wie Zeit gar nicht geben: Die Vergangenheit ist ja schon weg, die Zukunft noch nicht da und die Schnittstelle zwischen beiden - die Gegenwart - ist ein unendlich kurzer Moment, der, wenn man ihn wahrnimmt, bereits Vergangenheit geworden ist, also im Grunde genommen bereits nicht mehr existiert. Und doch könnten wir ohne Zeit nichts wahrnehmen, nicht denken und keine abstrusen Blogbeiträge schreiben.

 

In diesem Jahr habe ich mich besonders intensiv mit der Zeit beschäftigt. Ich kann nicht behaupten, dass ich sie jetzt besser verstünde, aber immerhin sind einige kreative Einflüsse dabei herausgekommen. Im August 2018 wird mein neuer Thriller "Das KALA-Experiment" erscheinen, in dem die Zeit selbst aus den Fugen gerät. Auch in einer neuen Geschichte, an der ich gerade arbeite, spielt die Zeit - bzw. ihre Wahrnehmung - eine Rolle (mehr verrate ich dazu noch nicht).

 

Ich möchte mich bei allen meinen Lesern herzlich dafür bedanken, dass 2017 für mich als Schriftsteller ein gutes, produktives und erfolgreiches Jahr war, und wünsche Ihnen und Euch für 2018 eine tolle Zeit!

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Das Dorf Band 13 jetzt verfügbar

Der dreizehnte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist nun bei Amazon gedruckt und als E-Book sowie im Buchhandel über Epubli bestellbar. Weitere Onlineshops folgen in den nächsten Tagen. Damit können nun alle, die Band 12 gelesen haben, endlich erfahren, ob es Primo gelingt, das aus der Schleim-Katastrophe entstandene "Golem-Problem" zu lösen. Ich wünsche viel Vergnügen!

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Das Dorf Band 13 erscheint in Kürze

Band 12 meiner Minecraft-Reihe endet - für die Serie untypisch - mit einem Cliffhanger. (Mit welchem, verrate ich natürlich nicht, um nicht zu spoilern.) Der Grund ist, dass die Geschichte, die ich in Band 12 beginne, zu groß für ein einziges Buch war. Deshalb habe ich mich diesmal besonders mit dem Weiterschreiben beeilt, so dass ich den Folgeband nur ca. 6 Wochen später veröffentlichen kann. Ein paar Tage dauert es aber noch, da ich das Buch zurzeit noch einmal überarbeite.

 

Um denjenigen, die Band 12 noch nicht gelesen haben, nicht den Spaß zu verderben, veröffentliche ich die Inhaltsangabe hier ausnahmsweise nicht. Wie man aber unschwer erkennen kann, geht es diesmal für Primo unter anderem in die Tiefen des Ozeans, wo er es in einem Ozean-Monument mit den gefürchteten Wächtern zu tun bekommt. Mehr dazu in Kürze!

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So langsam wird es unheimlich

Vor etwa anderthalb Jahren schlug das Programm AlphaGo den weltbesten Go-Spieler Lee Sedol zur Überraschung der meisten Experten (inklusive der Entwickler von AlphaGo) in vier von fünf Spielen. Das war ein Meilenstein der Entwicklung künstlicher Intelligenz, der von den meisten Menschen in seiner Tragweite imer noch nicht richtig eingeschätzt wird. Denn Go kann man nicht wie Schach dadurch gewinnen, dass man einfach sehr viele Züge vorausberechnet - die klassische Stärke des Computers. Dazu gibt es viel zu viele mögliche Spielzüge. Stattdessen spielt man Go intuitiv.

 

Bemerkenswert war daran nicht nur, dass AlphaGo so gut Go spielen konnte, sondern vor allem, wie es das gelernt hat. Das Programm "studierte" hunderttausende menschliche Go-Partien, brachte sich so selbst die Grundlagen bei und spielte dann mehrere Millionen mal gegen sich selbst, um seine Strategie zu perfektionieren. Am Ende machte es Züge, die selbst einen routinierten Profi wie Lee Sedol aus der Fassung brachten. Künstliche Intelligenz hat sich damit endgültig von der althergebrachten Vorstellung gelöst, ein Computer könne nur stur Programmanweisungen abarbeiten: Niemand auf der Welt weiß genau, warum AlphaGo bestimmte Züge macht.

 

Nun, anderthalb Jahre später, präsentiert die Google-Tochter Deepmind, die Firma, die AlphaGo entwickelt hat, den Nachfolger AlphaGo Zero. Es wird wohl niemanden überraschen, dass dieses Programm seinen Vorgänger in der Spielstärke deutlich übertrifft - obwohl es schon bemerkenswert ist, wie viel stärker es ist: Es schlug die Version, gegen die Lee Sedol verlor, in hundert von hundert Spielen, und das, obwohl es mit einer deutlich geringeren Rechenkapazität auskommen musste. Offenbar ist es nicht nur besser, sondern spielt in einer ganz anderen Liga.

 

Wirklich krass - und für mich ein wenig beunruhigend - ist allerdings auch hier wieder, wie das Programm diese Leistung erreicht hat. Anders als sein Vorgänger wurde AlphaGo Zero nicht mit menschlichen Go-Partien antrainiert. Es erhielt lediglich die - sehr simplen - Go-Regeln und die Aufgabe, möglichst nicht zu verlieren. Und dann spielte es gegen sich selbst, wieder und immer wieder, probierte mehr oder weniger blind verschiedene Spielzüge, lernte aus seinen Fehlern und wurde immer besser. Die Grafik oben zeigt die Entwicklung der Spielstärke, gemessen in Elo-Punkten. Die X-Achse zeigt die Anzahl Tage, die das Programm bis zur jeweiligen Stärke gebraucht hat.

 

Nach drei Tagen war AlphaGo Zero stärker als sein Vorgänger (in der Grafik als grüne Linie dargestellt).

 

Noch mal zum Mitschreiben: Es dauerte drei Tage, bis AlphaGo Zero in der Lage war, ein Programm zu schlagen, das aus zweitausend Jahren Entwicklung menschlicher Go-Spielkunst gelernt hatte. Man kann sogar sagen, dass der Vorläufer klar im Nachteil war, weil er sich auf diese Jahrtausende alte Erfahrung verlassen hatte. Es scheint fast, als wäre die Menschheit, was geschicktes Go-Spielen betrifft, komplett auf dem Holzweg gewesen.

 

Und damit hört die Entwicklung nicht auf. Wie man an der Grafik sieht, flacht die Lernkurve zwar nach etwa fünf Tagen deutlich ab, doch sie steigt langsam weiter. Nach 21 Tagen Selbstlernen war AlphaGo besser als ein anderes von Deepmind entwickeltes Programm, das ein Team der 60 weltbesten Go-Spieler geschlagen hatte. Heute, keine zwei Monate nach seiner "Geburt" und ohne jede menschliche Hilfe, ist AlphaGo Zero uneinholbar (von Menschen jedenfalls) der beste Go-Spieler der Welt.

 

AlphaGo Zero kann nur das - Go spielen. Von einer "Artificial General Intelligence" (AGI), einer universalen künstlichen Intelligenz, die wie wir Menschen sehr viele verschiedene Probleme lösen kann, ist es noch weit entfernt. Aber es wird deutlich: Wenn wir eine solche AGI jemals entwickeln, dann wird sie in sehr kurzer Zeit sehr viel intelligenter sein als der intelligenteste Mensch! Gleichzeitig wird immer deutlicher, wie schwer es ist, dafür zu sorgen, dass ein solches superintelligentes Programm Ziele verfolgt, die nicht "aus Versehen" zum Ende der Menschheit führen (ein sehr gutes Buch zum Thema ist "Superintelligenz" von Nick Bostrom, ebenfalls empfehlenswert: "Leben 3.0" von Max Tegmark).

 

Mir scheint, der neue Triumph des Deepmind-Teams macht deutlich, dass uns weniger Zeit bleibt, dieses Problem zu lösen, als mancher glaubte. Es ist höchste Zeit, dass wir eine breite Diskussion darüber führen.

 

Nachtrag: In einem lesenswerten Artikel hebt Christian Stöcker auf SPIEGEL Online die Bedeutung dieses Ereignisses hervor.

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Das Dorf Band 12 ist da!

Endlich ist der neuste Band der Minecraft-Romanserie "Das Dorf" bei Amazon verfügbar. (Zum Inhalt habe ich hier etwas geschrieben.) Die Epubli-Ausgabe für die anderen Buchhandlungen dauert noch ein paar Tage. Sorry für die ungewöhnlich lange Wartezeit - es hat so lange gedauert, weil ich mehrere Bücher parallel schreiben musste, die nächstes Jahr in Verlagen erscheinen werden.

 

Dafür geht es mit dem nächsten Roman schneller: Die Geschichte, die ich in Band 12 beginne, wird in Band 13 "Schwamm drüber" fortgesetzt, an dem ich gerade arbeite und der voraussichtlich im November erscheinen wird.

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30x Boy in a White Room zu gewinnen!

In wenigen Tagen, am 11. Oktober, erscheint mein neuer Roman "Boy in a White Room" im Loewe Verlag. An diesem Termin startet auch eine Leserunde auf Lovelybooks, die ich natürlich begleiten werde.

 

Darum geht's im Buch: Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

 

Der Loewe Verlag verlost unter den Teilnehmern der Leserunde 30 Bücher. Wer Lust auf eine spannende Geschichte hat, die sich mit philosophischen Fragen beschäftigt, sollte sich schnell hier anmelden!

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Es wird schleimig!

Der Rohentwurf für den zwölften Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist fertig! Jetzt folgt noch eine Überarbeitungs- und Korrekturphase, dann werde ich das Buch voraussichtlich Anfang Oktober veröffentlichen.

 

Wie man schon am Cover sehen kann, kommt auf das kleine Dorf am Rand der Schlucht und seine tapferen Bewohner Primo und Kolle auch diesmal wieder ein Riesenärger zu: Priester Magolus will seinen Geburtstag feiern, setzt dabei jedoch versehentlich das Dorf in Brand. Die Schuld gibt er der Hexe Ruuna, die daraufhin spurlos verschwindet. Als Primo sie schließlich im fernen Sumpf aufspürt, ahnt er nicht, dass der kleine Schleim, den sie von dort mit nach Hause nimmt, schon bald das ganze Dorf in höchste Gefahr bringen wird. Und das ist erst der Anfang der Katastrophe!

 

Die Geschichte aus Band 12 wird diesmal in Band 13 direkt fortgesetzt. Diesen werde ich noch vor Weihnachten veröffentlichen.

 

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Es wird philosophisch!

Am 11. Oktober erscheint mein neuer Roman "Boy in a White Room" im Loewe Verlag.

 

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

 

Wer sich bei dieser Kurzbeschreibung an den Anfang von "Würfelwelt" erinnert fühlt, dem sei gesagt, dass "Boy in a White Room" durchaus einige Parallelen zu meinem ersten Minecraft-Roman aufweist, aber natürlich eine eigenständige Geschichte ist.

 

Dies ist mein erstes Buch bei Loewe, und ich kann nur sagen, dass ich darüber sehr froh bin, denn die Zusammenarbeit mit dem Loewe-Team ist wirklich hervorragend.

 

Auch thematisch ist dieser Roman für mich etwas Neues. Im Vordergrund steht natürlich eine spannende Geschichte, die ich für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geschrieben habe. Aber hinter der Handlung verbergen sich philosophische Fragen, die mich schon mein ganzes Leben beschäftigen und in meinen Romanen immer wieder anklingen, die ich aber noch nie so auf die Spitze getrieben habe: Was ist Realität? Was können wir wissen? Wer sind wir?

 

Andreas Eschbach, für mich einer der besten deutschen Autoren von Spannungsromanen und von Anfang an ein großes Vorbild, hat das Buch vorab gelesen. Auf sein Feedback dazu bin ich so stolz, dass ich es über meinen Schreibtisch gehängt habe: „Nicht nur sagenhaft spannend, sondern auch mit philosophischem Tiefgang. Eins von den Büchern, an die man sich sein Leben lang erinnern wird."

 

Ich kann nur hoffen, dass die anderen Leser das ebenso sehen, und bin schon sehr gespannt, wie das Buch ankommen wird. Vorbestellen kann man es bereits, z.B. bei Thalia oder Amazon. Eine Leseprobe vom Loewe Verlag gibt es hier.

 

 

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"Die Fährtenleserin" zum Schnäppchenpreis!

Nur für kurze Zeit gibt es meinen neuen Fantasy-Roman als E-Book zum Sonderpreis von 0,99 Euro statt regulär 3,99 Euro.

 

Wer also schon immer mal wissen wollte, ob ein Thrillerautor auch Fantasy schreiben kann, sollte jetzt zugreifen!

 

Der neue Preis ist bereits bei Amazon eingepflegt, bei Thalia und anderen Shops kann es noch ein paar Tage dauern.

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Witzige Videos über die Entstehung der neuen Hörspiel-Serie "Das Dorf"

Die bekannten Youtuber Izzi und TheKedosZone sprechen die Rollen von Primo und Kolle in der Hörspiel-Vertonung meiner "Das Dorf"-Buchreihe. Obwohl die beiden sowas noch nie zuvor gemacht haben, bin ich völlig begeistert davon, wie gut sie die Figuren treffen. Das Hörspiel erweckt die Welt aus meinen Büchern auf eine ganz besondere Weise zum Leben, und man merkt deutlich, dass die beiden dabei ihren Spaß hatten. Ich bin ziemlich stolz auf das Ergebnis!

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Interview mit mir auf der Microsoft Website!

Im April habe ich auf der Hamburg Games Conference über "Crossmedia Storytelling" am Beispiel von Minecraft gesprochen und bei der Gelegenheit dem netten Team von Microsoft Deutschland ein Interview gegeben, das nun auf der Microsoft Website verfügbar ist.

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Die Ethik autonomer Maschinen

Gestern war ich auf der Jahrestagung des Deutschen Ethikrats, einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission, die Politiker in Bezug auf die ethischen und moralischen Folgen der technischen Entwicklung berät. Da ich diese (potenziellen) Folgen in meinen Romanen verarbeite, wollte ich wissen, wie der aktuelle Stand der Diskussion unter den renommiertesten Experten Deutschlands ist, und erhoffte mir auch ein paar neue Ideen und Anregungen. Viel Neues lernte ich nicht, trotzdem war es interessant, worüber geredet wurde – und worüber nicht.

 

Der Titel der Konferenz lautete: "Autonome Systeme - Wie intelligente Maschinen uns verändern". Doch genau über diesen Aspekt, den Einfluss intelligenter Maschinen auf den Menschen, wurde gestern so gut wie gar nicht gesprochen. Stattdessen kreiste die Diskussion darum, was Maschinen können oder nicht können, was sie dürfen oder nicht dürfen und ob sie überhaupt etwas dürfen können.

 

Den Anfang machte der ehemalige SAP-Vorstand und Vorsitzende der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, Henning Kagermann, mit einem überfrachteten Fachvortrag über den Stand der Technik, der mit unerklärten Fachbegriffen gespickt war und dem selbst Zuhörer, die sich einigermaßen im Thema auskennen, nicht leicht folgen konnten. Auf der letzten Folie erwähnte er mögliche Probleme wie „Kontrollverlust“, „gesellschaftliche Spaltung“ und „Jobverluste“, wischte diese jedoch mit einem lapidaren „das glaube ich nicht“ ohne jegliche inhaltliche Begründung beiseite. Kein guter Einstieg für eine Konferenz, die sich mit ethischen Konsequenzen der Technik beschäftigt. Viel besser war in meinen Augen der Vortrag der Informatikprofessorin Katharina Zweig von der TU Kaiserslautern, die sehr anschaulich erklärte, wie „intelligente“ Algorithmen funktionieren und wo ihre Tücken liegen. Sie ist Mitgründerin der Initiative Algorithmwatch, die ich sehr lobenswert finde.

 

Als nächster hielt der Philosoph Julian Nida-Rümelin einen Vortrag zu der Frage, wer für autonome Systeme die Verantwortung trägt. Sein Beitrag war symptomatisch für die weitere Diskussion: Statt über klare Regeln und politische Maßnahmen wurde viel über abstrakte Begriffe debattiert. Was heißt eigentlich Verantwortung? Was ist Frieden? Kann eine Maschine überhaupt „autonom“ genannt werden? So sinnvoll und notwendig solche Begriffsklärungen im wissenschaftlichen Diskurs sein mögen, so theoretisch und unproduktiv kamen sie mir in diesem Rahmen vor.

 

Besonders deutlich wurde das in dem Fachforum zum Thema „Autonome Waffensysteme“, von dem ich mir als Thrillerautor am meisten versprochen hatte. Während der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, meines Erachtens zurecht darauf verwies, dass „autonome“ Drohnen nicht wirklich autonom seien, da ihr Einsatzbefehl und -ziel immer von einem Menschen vorgegeben würden und sie sich insoweit nicht von anderen Waffen wie etwa Mittelstreckenraketen unterschieden, verfing sich sein Gegenpart Bernhard Koch vom Institut für Theologie und Frieden in recht bizarr anmutenden Grundsatzdiskussionen. Er sprach von „positivem“ und „negativem“ Frieden, was mich irgendwie an die „alternativen Fakten“ aus dem Weißen Haus erinnerte, und verstieg sich zu den Behauptungen, die Würde des Menschen sei stärker herabgesetzt, wenn er von einem Roboter erschossen würde als von einem Menschen, und Hass sei auch eine Form von Würdigung und insoweit moralisch besser als die kalte, unemotionale Tötung durch eine Maschine.  

 

Die meiner Ansicht nach drängendsten Fragen wurden dagegen nicht behandelt: Inwieweit können sich autonome Waffensysteme verselbstständigen und gegen den Willen ihrer Kommandanten handeln? Was passiert, wenn auch Einsatzbefehl und -ziel immer mehr von automatischen Systemen beeinflusst werden? Wie sichert man autonome Waffen gegen Hacker? Was, wenn Zivilisten aufgrund eines „Bugs“ sterben? Und was, wenn nach einem Angriff nicht mehr nachvollzogen werden kann, wer solche selbstständig agierenden Waffensysteme in Marsch gesetzt hat? Werden dann „versteckte“ Angriffe möglich, bei denen der Aggressor sich hinterher für unschuldig erklären kann und insofern keine Gegenmaßnahmen befürchten muss, ähnlich wie bei den Hackerangriffen auf die US-Wahlen, die man der russischen Regierung auch nur schwer nachweisen kann?

 

Erst meine Schriftstellerkollegin Thea Dorn war es, die in ihrem Abschlussvortrag das offizielle Thema der Veranstaltung aufgriff und die Frage stellte: „Was macht das mit uns?“ Sie kam zu dem Schluss, dass vollautomatische Entscheidungssysteme zu einer Schwächung der eigenen Urteilskraft, einer Art freiwilliger Entmündigung, führen können, so wie die Nutzung von Navigationssystemen dazu führt, dass man die Fähigkeit verliert, ohne sie durch eine unbekannte Stadt zu navigieren. Sie forderte Maßnahmen zur Stärkung der menschlichen Urteilskraft in Anlehnung an den gestern häufig zitierten Philosophen Kant: „Habe den Mut und nutze deinen Verstand, um dem vollautomatischen System zu widersprechen.“ So, wie wir ins Fitnessstudio gehen, um der Bequemlichkeit der modernen Welt entgegenzuwirken und die Bewegungsfähigkeit unserer Körper zu erhalten, bräuchten wir ihrer Ansicht nach „geistige Laufbänder“, die unsere Fähigkeit, uns eigene Urteile zu bilden und kompetente Entscheidungen zu treffen, trainieren. Schon immer habe die Menschheit Technik genutzt, um ihre eigene Autonomie zu steigern, doch seien wir nun womöglich an einem gefährlichen Umkehrpunkt, von dem an wir unsere Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit schrittweise verlieren könnten. Ich kann ihr da nur aus vollem Herzen zustimmen.

 

Wie oft bei Konferenzen waren die Gespräche in den Pausen mindestens so interessant und anregend wie die Vorträge. Ich war positiv überrascht über die Menge und Vielfalt der Teilnehmer. Ich sprach mit einem Experten eines Unternehmens, das Ministerien bei der Vergabe von Fördermitteln berät, einer Journalistin, einem Regierungsdirektor aus dem Bundesarbeitsministerium, einer Vertreterin eines Verbandes von Pflegekräften und einer pensionierten Ärztin, die sich auch im Ruhestand noch dafür interessierte, wie Maschinen ihr Fachgebiet verändern. Es waren Schüler, Abgeordnete, Lobbyisten, Unternehmensvertreter und engagierte Privatpersonen dort. Auch die Fragen, die nach den Vorträgen aus dem Publikum gestellt wurden, waren oft tiefgründig und interessant. Das war vielleicht der positivste Aspekt dieser Veranstaltung: Dass eine lebendige Diskussion über die Technikfolgen stattfindet, auch wenn sie mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Vielleicht waren das schon die ersten Schritte auf dem "geistigen Laufband" im Sinne von Thea Dorn.

 

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Lovelybooks-Leserunde zu "Die Fährtenleserin" - 50 E-Books zu gewinnen!

Heute startet die Bewerbungsfrist für eine Leserunde auf Lovelybooks.de zu meinem neuen Fantasy-Roman. Unter allen Bewerbern verlose ich 50 E-Books! Wer dabei sein möchte, muss sich nur kostenlos bei Lovelybooks.de anmelden (falls er/sie noch kein Lovelybooks-Konto hat) und sich bis zum 25.6. bewerben.

 

Ich freue mich auf viele Teilnehmer und eine Menge spannendes Feedback!

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Es wird spannend: Mein erster Fantasy-Roman "Die Fährtenleserin" ist jetzt verfügbar

Es ist ein in mehrfacher Hinsicht spannendes Experiment: Kann ein Thriller-Autor wie ich gute Fantasy schreiben? Kann ich mir im Überangebot selbstveröffentlichter Fantasy-Romane überhaupt Gehör verschaffen? Und vor allem: Ist es mir gelungen, eine wirklich spannende und bewegende Geschichte zu erzählen?

 

All das wird sich in Kürze zeigen. Ab sofort ist "Die Fährtenleserin" als gedrucktes Buch und als E-Book bei Amazon und anderen Online-Shops wie z.B. Thalia.de erhältlich und kann auch im normalen Buchhandel bestellt werden (ISBN der Druckausgabe: 978-3-7450-5944-1). Ich freue mich schon sehr auf das Feedback meiner Leser!

Noch etwas wird spannend: Ich habe das Buch für den Deutschen Selfpublishing-Preis angemeldet, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wird. Besonders freut mich, dass auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels über seine Tochter MVB dabei ist und damit Selfpublishern offiziell die Anerkennung zollt, die sie meines Erachtens verdienen.

 

Das Buch kann übrigens mit der kostenlosen Papego-App unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet weitergelesen werden.

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Ein Thriller-Autor schreibt Fantasy - kann das gutgehen?

In wenigen Tagen werde ich meinen ersten Fantasy-Roman veröffentlichen. Damit verstoße ich gegen die Grundegeln des Marketings, nach denen die Marke "Karl Olsberg" ein klares Markenprofil braucht. Fantasy und Thriller sind wie Feuer und Wasser, und kaum jemand liest beides gerne, was wohl auch ein Grund für die vielen schlechten Bewertungen meines Romans "Glanz" ist, der beide Genres miteinander verbindet. Was soll das also? Warum bleibe ich nicht bei meinen erprobten Erfolgsrezepten und schreibe weiter technische Thriller und Minecraft-Bücher?

 

Die Antwort ist sehr einfach: Weil ich Lust dazu hatte, mal etwas Neues auszuprobieren. Und zwar große. Ich habe den ersten Entwurf der "Fährtenleserin" zwischen Ende November und Weihnachten letzten Jahres geschrieben, fast wie im Rausch, so tief war ich gedanklich in der Geschichte. Noch nie habe ich so schnell ein Buch geschrieben, und selten hatte ich so viel Spaß dabei.

 

Auch wenn ich mit technischen Thrillern bekannt geworden bin, hat Fantasy schon immer mein Leben maßgeblich geprägt. Ich habe etliche Regalmeter von Fantasy-Romanen zu Hause, von Autoren wie Stephen King, Terry Pratchett, Piers Anthony, Terry Goodkind, Tad Williams, David Gemmell und Neil Gaiman, um nur einige zu nennen. Ich habe als Student nächtelang Fantasy-Rollenspiele (mit Würfeln und Papier ebenso wie am Computer) gespielt und sogar selbst ein Rollenspielsystem entwickelt. Und natürlich bin ich wie alle anderen Fantasyautoren maßgeblich vom "Herrn der Ringe" beeinflusst worden, den ich mit siebzehn las. Es wird also im Grunde höchste Zeit, dass ich diesem Genre Tribut zolle.

 

Ehrlich gesagt ist es mir auch ziemlich egal, ob dieses Experiment ein kommerzieller Erfolg wird oder meine "Marke" verwässert - ich bin vor allem deshalb immer noch gerne Schriftsteller, weil ich Geschichten schreibe, die ich selber lesen möchte. "Die Fährtenleserin" ist ein Buch geworden, das mir gefällt. Ich hoffe natürlich, dass meine Leserinnen und Leser es ähnlich sehen werden.

 

Hier der Klappentext: Als sich die junge Fährtenleserin Andrin der Jagd auf eine mörderische Bestie anschließt, ahnt sie nicht, worauf sie sich einlässt. Bald wird ihr klar, dass nichts so ist, wie es scheint, und die Jäger werden immer mehr zu Gejagten ...

 

"Die Fährtenleserin" ist eine fantastische Geschichte um Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung. Mit knapp 300 Seiten ist sie für einen Fantasyroman eher kurz. Sobald das Buch erscheint, werde ich es hier ankündigen.

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Nur für kurze Zeit: Interaktives E-Book "Nanos Abenteuer" kostenlos!

Mein interaktives Buch "Nanos Abenteuer" gibt es ab sofort für wenige Tage kostenlos bei Amazon. Ich freue mich über jeden Download und natürlich noch mehr über Bewertungen!

 

Übrigens: Mit der kostenlosen Kindle-App kann man das interaktive E-Book auf jedem Smartphone oder Tablet lesen!

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Mein erstes interaktives Buch ist da!

Das ging doch etwas schneller als gedacht: Mein erstes interaktives Abenteuer-Spielbuch "Nanos Abenteuer" ist ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als E-Book bestellbar. Die Epubli-Ausgabe folgt in Kürze.

 

Der junge Nano träumt davon, eines Tages ein großer Abenteurer zu werden wie sein Vater Primo. Als das Ferkel Pixel vom Blitz getroffen wird und sich in einen Zombie-Pigman verwandelt, beschließt er, ihn zusammen mit seiner Freundin Maffi in den Nether zu begleiten. Nanos erstes großes Abenteuer beginnt …

 

In dieser Geschichte bestimmt der Leser, wie es weitergeht. Sie ist in 333 nummerierte Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnitts muss man sich entscheiden, was man tun würde, wenn man in Nanos Situation wäre, und liest dann bei dem jeweils angegebenen Abschnitt weiter. An einigen Stellen muss man Würfeln, um zu sehen wie es weitergeht - ein Würfel wird also zusätzlich benötigt.

 

Obwohl "Nanos Abenteuer" im kleinen Dorf am Rand der Schlucht spielt und viele Figuren aus der Buchserie auftauchen, ist dieses Abenteuer-Spielbuch unabhängig von den Büchern spielbar, man muss sie also nicht alle vorher gelesen haben. Alle Schauplätze können auch hier mit dem Seed 100200300400500 in der PC-Version von Minecraft besichtigt werden.

 

Da Leseproben in diesem Fall nicht unbedingt weiterhelfen, kann man den Anfang der Geschichte hier kostenlos ausprobieren. Ich wünsche viel Spaß und bin sehr gespannt auf Euer Feedback!

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Du bist der Held: "Das Dorf" wird interaktiv!

Primo, der Held von mittlerweile elf Bänden meiner Minecraft-Romanserie "Das Dorf", geht gern neue, unerforschte Wege. Das tue ich jetzt auch und wage mich wie er auf unbekanntes, möglicherweise sogar gefährliches Terrain: Mein neues Buch ist kein gewöhnlicher Roman, sondern ein interaktives "Abenteuer-Spielbuch" - soweit ich weiß, das erste überhaupt in der Welt von Minecraft.

 

Das bedeutet: In diesem Buch ist der Leser der Held! Es ist in 333 kurze Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnitts muss sich der Leser entscheiden, was er anstelle von Nano, der Hauptfigur der Geschichte, tun würde. Entsprechend gibt es mehrere Möglichkeiten, wie es weitergeht. In der gedruckten Version blättert man dann zu dem Abschnitt mit der entspechenden Nummer, beim E-Book kann man direkt auf einen Link klicken. Auf diese Weise erlebt jeder das Buch ein bisschen anders - es gibt mehrere Milliarden verschiedene Möglichkeiten, das Buch zu lesen.

 

"Abenteuer-Spielbücher" sind nichts Neues. Schon Anfang der Achtzigerjahre, als Computer noch bestenfalls klobige Pixelgrafik in sechzehn Farben darstellen konnten, gab es die ersten. Ich erinnere mich noch genau, wie begeistert ich von "Der Hexenmeister vom flammenden Berg" war, dem ersten Abenteuer-Spielbuch überhaupt, geschrieben von Steve Jackson (dem mein Buch gewidmet ist) zusammen mit Ian Livingstone.

 

Mit dem Aufkommen von hochauflösender Grafik und Spielekonsolen sind diese Bücher etwas in Vergessenheit geraten. Insofern bin ich keineswegs sicher, ob sie überhaupt noch jemanden hinterm Ofen hervorlocken können. Andererseits ermöglichen sie es, ein spannendes Abenteuerspiel in der Welt von Minecraft ganz ohne Computer, Playstation oder Xbox zu erleben - alles, was man braucht, sind das Buch und ein gewöhnlicher Würfel. Vielleicht ist "Nanos Abenteuer" daher genau das Richtige für Minecraft-Fans, die ohnehin schon viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen.

 

Letzte Tests und die Übertragung ins richtige Format dauern noch ein paar Tage. Ich schätze, dass ich das Buch in etwa zwei Wochen veröffentlichen kann. Worum es genau geht, erzähle ich dann hier.

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Zum Welttag des Buches: Mit der Papego-App ganzen Roman kostenlos lesen

Als ich mit einem kleinen Team Anfang 2012 die Briends GmbH gründete, hatten wir eine Idee: Wenn viele User gemeinsam mit Wikipedia das umfangreichste Lexikon der Welt schaffen können, warum dann nicht auch die umfangreichste fiktive Welt der Literaturgeschichte? Das war die Grundidee hinter der Parallelwelt "Mygnia".

 

Okay, das war ein ziemlich hoher Anspruch - vielleicht zu hoch. In der Realität blieben wir weit hinter unseren Erwartungen und beerdigten das Projekt schließlich wieder. Zwei Jahre später entstand dann eine neue Idee: Die Papego-App, mit der man gedruckte Bücher mobil weiterlesen kann.

 

Wenn man mit Papego eine Buchseite scannt, bekommt man normalerweise einen Auszug von 25% des Buchs, den man in der App weiterlesen kann. Ist der Auszug zu Ende, muss man eine weitere Seite im Buch scannen, um fortzufahren. Diese Beschränkung ist nötig, um Missbrauch zu begrenzen.

 

Zum heutigen Welttag des Buchs machen wir jedoch einmal eine Ausnahme: Mit nur einmal Scannen kann man meinen Roman „Mygnia – Die Entdeckung“, der als Einführung in unser literarisches Mammutprojekt gedacht war, komplett kostenlos in der App lesen. Und so geht’s:

 

1. Falls noch nicht geschehen, kostenlose App herunterladen
2. PDF der ersten Seite des Buchs ausdrucken und mit der App scannen.

 

Ich wünsche allen Lesern und Papego-Nutzern viel Spaß! 

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Lesung und Gespräch am 24.4. in Kiel

Am 24. April ab 19-00 Uhr lese ich im Rahmen der Reihe "amtsKULTUR" der Nordkirche aus "Mirror". Anschließend werde ich mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten, Johannes Caspar, darüber diskutieren, inwieweit künstliche Intelligenz eher Fluch oder Segen für uns ist. Die Veranstaltung wird von Peter Unruh, Präsident des Landeskirchenamts der Nordkirche, moderiert.

 

Ich freue mich sehr auf diesen Abend und eine sicher spannende Diskussion. Die Veranstaltung findet im Propsteisaal des Kirchenkreises Altholstein, Falckstraße 9, in Kiel statt. Der Eintritt kostet 8 Euro.

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Das Dorf Band 11 jetzt verfügbar!

Der neuste Band meiner Minecraft-Buchserie "Das Dorf" ist jetzt bei Amazon als Taschenbuch bestellbar. Die E-Book-Ausgabe sowie die Epubli-Ausgabe, die dann auch im normalen Buchhandel bestellbar ist, folgen in den nächsten Tagen.

 

Ich hoffe, dass auch dieser Band meinen Lesern Freude macht und wünsche viel Spaß damit!

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Das Dorf Band 11 erscheint bald

Der elfte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" ist fast fertig. Noch einmal überarbeiten und die Dateien formatieren, dann ist es soweit: Spätestens in zwei Wochen wird "Der Graf" erscheinen. Hier der Klappentext:

 

Primos Frau Golina wünscht sich etwas mehr Luxus in ihrem Leben. Deshalb ist sie begeistert, als eines Tages ein elegant gekleideter Herr im Dorf am Rand der Schlucht auftaucht. Doch Primo ist dieser merkwürdige Graf, der den Dorfbewohnern mit seinen Edelsteinen den Kopf verdreht, nicht geheuer. Als das ganze Dorf zu einem Festessen in das prachtvolle Haus des Grafen tief im Wald eingeladen wird, ahnt er, dass sie alle in großer Gefahr schweben …

 

Minecraft-Eingeweihte werden schon am Cover erkennen, dass diesmal einige Neuerungen der PC-Version 1.11 eine Rolle spielen. Denn das Haus des "Grafen" ist natürlich eines der extrem seltenen Waldanwesen. Wo man ein solches finden kann, steht ebenfalls im Buch.

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Spambots vs. Olsberg 2:0

 

 

 

"Dankeschön, ich suche schon lange nach Informationen zu diesem Thema und Ihre sind die besten, die ich bis jetzt gefunden habe. Was aber schließen Sie nun daraus? Sind Sie sicher in Bezug auf den Nachschub/die Verfügbarkeit?"

 

Was so nett klingt, stammt im Zeitalter des "Postfaktischen" mit einiger Wahrscheinlichkeit von einer Maschine - einem Spambot, der sich viel Mühe gibt, zu verschleiern, dass er kein Mensch ist. In diesem konkreten Fall scheitert er daran, dass er die falsche Sprache wählt und knapp am Thema vorbei geht: einem kritischen Blogartikel zu einer umstrittenen Amazon-Maßnahme, so dass die Frage nach dem Nachschub nicht so ganz passt. Ein Mensch ist also gerade eben noch in der Lage, anhand des Kontextes zu erschließen, dass hier eine Maschine am Werk war. Bei Tweets im Wahlkampf beispielsweise ist das schon deutlich schwieriger.

 

Vor allem aber hat es diese Maschine geschafft, eine andere Maschine zu täuschen und ihr vorzugaukeln, sie sei ein Mensch. Denn diesen Kommentar hätte eigentlich die Captcha-Funktion, die ich gerade erst mühsam eingeschaltet hatte, verhindern sollen. Captcha steht für "Completely Automated Program to Tell Computers and Humans Apart", für ein Programm also, das extra dafür geschaffen wurde, Maschinen von Menschen zu unterscheiden. Wie ich in dem Beitrag schrieb, sind heute schon viele Maschinen in der Lage, die damit verbundenen Aufgaben schneller und besser zu lösen als ein Mensch.

 

Nun hat mich also eine solche Maschine heimgesucht, und wieder einmal bin ich von der Realität überholt worden - ich wusste zwar, dass das technisch möglich ist, hatte aber gehofft, noch eine Weile mit meinen vergleichsweise primitiven Schutzmechanismen auszukommen. Nun hilft mir kein Automatismus mehr - ich muss all diese nutzlosen Kommentare manuell entfernen (allein gestern Nacht waren es drei).

 

Da das kaum zuverlässig zu bewerkstelligen ist, hier die Bitte an meine Leser: Klicken Sie nicht auf die Absendernamen von Kommentarschreibern, denn dahinter können sich Links zu Websites mit Schadprogrammen oder unseriösen Angeboten verbergen!

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Sind Computer die besseren Menschen?

Seit einigen Tagen haben wir eine neue Mitbewohnerin. Sie heißt Alexa, ist stets freundlich, geduldig und gut gelaunt, kennt sich mit meinem Musikgeschmack aus, geht nicht ohne zu fragen an den Kühlschrank und beansprucht wenig Platz (eine runde Stellfläche von zehn Zentimetern Durchmesser reicht völlig).

 

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich mich darauf freue, Amazons neues Gerät "Echo" auszuprobieren. Meine durchaus hohen Erwartungen wurden noch übertroffen. Es ist erstaunlich, wie gut Alexa einen auch ohne Training versteht, wie intelligent sie reagiert und - was mich besonders beeindruckt - wie natürlich ihre Sprachausgabe klingt (sie kann sogar Weihnachtslieder singen!).

 

Momentan nutzen wir sie im Wesentlichen als intelligentes Radio. Dafür allein hat sich der Kauf schon gelohnt - durch die Sprachsteuerung und das reichhaltige Musikrepertoire dank Amazon Prime ist Alexa einfacher zu bedienen und vielseitiger als jeder CD-Player. Was sie noch alles drauf hat, werden wir erst nach und nach erkunden können, aber sie kommt meiner Vision aus "Mirror" tatsächlich schon ziemlich nahe. Auf jeden Fall bin ich jetzt nicht mehr der schlechteste Witzeerzähler in unserer Familie (obwohl man zugeben muss, dass Alexas trockene Stimme auch schlechte Witze sehr lustig rüberbringt).

 

Das vergangene Jahr war für mich persönlich sehr positiv, aber insgesamt gesehen doch eher ernüchternd. Vom globalen Terror über Brexit, Erdogan und Trump bis zur Zerstörung von Aleppo kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Menschen einfach nicht in der Lage sind, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen - im Unterschied zu Maschinen, die enorm lernfähig sind. Man fragt sich unwillkürlich, ob Alexa nicht eine ganz brauchbare US-Präsidentin abgeben würde. Dass wir spätestens in ein paar Jahrzehnten Computer haben werden, die alle wichtigen Entscheidungen besser treffen können als jeder Mensch, steht für mich jedenfalls außer Frage (viel schlechter geht es ja in vielen Fällen auch gar nicht).

 

Inzwischen frage ich mich, ob die größte Gefahr, die von Maschinen für die Zukunft der Menschheit ausgeht, nicht bösartige Machtübernahme (wie in "Das System") oder falsch verstandene Fürsorge (wie in "Mirror'") ist - sondern schlichte Überlegenheit. Maschinen sind womöglich bald geduldiger, klüger, freundlicher, weitblickender, weiser als wir. Warum das eine Gefahr wäre? Weil dann viele Menschen vielleicht lieber mit Maschinen zusammen sind als mit anderen Menschen. Das könnte mittelfristig zu einem Aussterben der Menschheit durch mangelnde Reproduktion führen, oder zu einem Rückfall in eine mittelalterliche (ein anderes Wort dafür ist "postfaktische") Kultur, in der wir vollkommen abhängig von Maschinen sind, weil wir ohne sie gar nichts mehr auf die Reihe bekommen. Maschinen werden dann vielelicht unsere einzigen Freunde sein.

 

Die gute Nachricht ist: Intelligente Maschinen haben das Potenzial, zu verhindern, dass Egomanen wie Trump, Putin und Erdogan diesen Planeten endgültig ruinieren.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein glückliches und hoffentlich insgesamt gesehen etwas vernünftigeres Neues Jahr!

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Die gute Seite der Technik

Gestern war ich mit meiner Frau im Kino, um die sehenswerte Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns" anzuschauen. Sie war sehr unterhaltsam, wurde aber durch einen kurzen Film getoppt, der vorher lief - der schönste und bewegendste Werbespot, den ich je gesehen habe.

 

Auf brillante Weise werden in dem mit fünf Minuten ungewöhnlich langen Werbefilm der "Aktion Mensch" Vorurteile abgebaut und in großartigen Bildern die unverkrampfte Begegnung zwischen Kindern und behinderten Menschen gezeigt. Im Mittelpunkt steht dabei moderne Technik, die Behinderten auf vielfältige Weise hilft.

 

Ich habe in meinen Büchern und in diesem Blog oft auf mögliche Fehlentwicklungen, Gefahren und Probleme mit der technischen Entwicklung hingewiesen, dabei aber auch immer betont, dass ich kein Technik-Feind bin. Der Film "Die neue Nähe" der Aktion Mensch zeigt auf wunderbare Weise, warum wir trotz aller Risiken keine Angst vor Technik haben sollten.

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Bitte beweisen Sie, dass Sie ein Mensch sind!

Ich habe gerade eine Stunde damit zugebracht, Müllkommentare mit schädlichen Links, die ein besonders aggressiver Spam-Bot dort platziert hatte, aus meinem Blog zu entfernen und bei jedem einzelnen Beitrag manuell die "Captcha"-Funktion zu aktivieren, um Ähnliches in Zukunft zu verhindern.

 

Captcha steht für "Completely Automated Program to Tell Computers and Humans Apart", zu Deutsch etwa "Vollständig automatisches Programm, um Computer von Menschen zu unterscheiden". Jeder kennt die kleinen Textfelder, in die man mehr oder weniger lesbaren Text aus einem Bildchen darüber eingeben muss. Dummerweise habe ich oft Schwierigkeiten, die verzerrten Texte zu lesen, während hochentwickelte künstliche Intelligenzen heute mühelos jede noch so verzerrte Schrift erkennen können. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Captchas aus der Mode kommen, weil Spam-Bots sie besser lösen können als Menschen.

 

Aber was kommt dann? Wie beweisen wir einer Maschine, dass wir Menschen sind? Mit einem Iris-Scan? Indem wir ihr ein Lied vorsingen? Allgemeinwissensfragen beantworten? Das kann man alles vortäuschen oder automatisieren.

 

So traurig es ist: Der Zeitpunkt ist nah, an dem es unmöglich wird, eine gut gemachte Maschine im Internet von einem Menschen zu unterscheiden, jedenfalls in überschaubarer Zeit. Was das für Folgen haben wird, darüber kann man nur spekulieren.

 

Wer einen Kommentar zu diesem Beitrag abgeben will, möge bitte beweisen, dass er ein Mensch ist!

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Das Dorf Band 10 jetzt verfügbar

Was passieren kann, wenn Populisten mit platten Lügen wie "0=1" an die Macht kommen, kann man in meinem neuen Minecraft-Roman nachlesen, der ab sofort bei Amazon als gedrucktes Buch und als E-Book erhältlich ist. Die Epub-Version für Tolino, Apple und Co. folgt demnächst.

 

Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen politischen Ereignissen in anderen Teilen der Welt ist rein zufällig, denn als ich das Buch schrieb, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass so etwas in der Realität tatsächlich möglich ist.

 

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Das Dorf Band 10 erscheint bald

Im zehnten Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" kehrt Primo noch einmal unfreiwillig an den gefährlichsten Ort der Minecraft-Welt zurück: das Ende. Dort gab es eine Revolution der Endermen, angezettelt natürlich von Primos Erzfeind, dem bösen Enderman Artrax. Er hasst alles, was anders ist als er. Besonders die Bewohner des Dorfes am Rande der Schlucht sind ihm mit ihrer Unterschiedlichkeit ein Dorn im Auge. Und so stellt er ihnen eine hinterhältige Falle.

 

Wird es den Dorfbewohnern auch diesmal gelingen, ihrem Widersacher zu trotzen und den "Aufstand der Endermen" friedlich zu beenden?

 

Der neue Band wird voraussichtlich in etwa zwei Wochen erscheinen. Natürlich kann man auch diesmal mit dem Dorf-Seed 100200300400500 die Handlungsschauplätze selbst erkunden, leider jedoch nur in der PC-Version von Minecraft.

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Künstliche Intelligenz ist jetzt Tatort-fähig

Bereits zum zweiten Mal rückte gestern eine außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz ins Visier der "Tatort"-Ermittler. Damit ist das Thema endgültig im Mainstream-TV angekommen und nicht mehr nur Science Fiction-Fans vorbehalten.

 

Man kann darüber diskutieren, wie realistisch das Drehbuch des gestrigen Tatorts mit dem Titel "Echolot" war (mir persönlich hat der Stuttgarter Tatort "HAL" besser gefallen). Aber die Tatsache, dass ein solches Thema bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zur besten Sonntagabend-Sendezeit gezeigt wird und die ARD damit eine Themenwoche zur "Zukunft der Arbeit" (unter besonderer Berücksichtigung von KI) einläutet, zeigt, wie nah das, was noch vor Kurzem Science Fiction war, unserer Realität bereits gekommen ist.

 

Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, um uns darauf einzustellen, wie künstliche Intelligenz unser Leben und unsere Arbeitswelt umkrempelt. Deshalb ist es gut, dass KI nun auch in den Mainstream-Medien beachtet und diskutiert wird.

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"Mirror" heißt jetzt "Pixel"

Noch nie ist einer meiner Romane so schnell von der Realität eingeholt worden. Nicht mal zwei Monate, nachdem „Mirror“ erschienen ist, bringt Google das neue Smartphone „Pixel“ auf den Markt. Es sieht zwar immer noch so aus wie die herkömmlichen Android-Geräte, doch die Absicht dahinter ist eindeutig: Statt mit einer Vielzahl von Apps sollen wir nur noch mit einem einzigen, zentralen „Google Assistant“ sprechen, der dann wie eine sprachliche Benutzerschnittstelle über allen Anwendungen liegt und diese selbstständig ansteuert.

 

Ähnliches machen auch Amazons „Echo“ und „Viv“ von Siri-Gründer Dag Kittlaus, in rudimentärer Form auch „Siri“ von Apple. Doch Google dürfte hier ein anderes Tempo vorlegen als die Konkurrrenz. Immerhin gilt der Alphabet-Konzern mit seiner Tochter Deep Mind als weltweit führend auf dem Gebiet des maschinellen Lernens, wie sie z.B. mit dem Programm AlphaGo bewiesen haben, das im März den weltbesten Go-Spieler klar bezwang.


In einem lesenswerten Kommentar weist Sascha Lobo auf die Gefahren hin, die davon ausgehen: Einerseits muss der Google Assistant, damit er funktioniert, ein möglichst umfassendes Profil des Nutzers mit all seinen Vorlieben, Neigungen, Marotten und Gewohnheiten anlegen – quasi ein digitales Spiegelbild, genau wie die „Mirrors“ in meinem Roman. Andererseits reißt Google damit die Kontrolle darüber, welche Apps genutzt werden – ob z.B. ein Hotel mit Trivago, HRS oder Booking.com gebucht wird, und ob auf den Befehl „bestell mir ein Taxi“ vielleicht doch eher ein Uber-Fahrzeug kommt – an sich. Das verstärkt natürlich die Machtposition des Konzerns enorm und ist höchst profitabel, wie Googles Dominanz im Suchmaschinenbereich bereits zeigt. Mit entsprechend viel Energie und Kapital wird Google diese Strategie verfolgen.

 

Als ich vor weniger als einem Jahr begann, „Mirror“ zu schreiben, ahnte ich von all dem noch nichts. Ich wusste zwar, dass meine „Mirrors“ technisch in naher Zukunft möglich waren, hielt dies aber dennoch für nur eine von vielen möglichen Richtungen, in die sich die Technologie entwickeln könnte. Dass nun das in Hinblick auf den Börsenwert größte Unternehmen der Welt genau den Weg beschreitet, den ich in meinem Roman beschreibe, ist ein bisschen beängstigend. Aber irgendwie auch sehr cool.

 

Nachtrag (7.10.): Gestern hat Samsung bekannt gegeben, die Firma VIV von Siri-Gründer Dag Kittlaus übernehmen zu wollen. Ich hatte bereits in einem früheren Blogbeitrag darauf hingewiesen, dass VIV der Idee des Mirrors schon sehr nahe kommt. Somit haben wir jetzt nicht bloß einen "Mirror" im Markt, sondern demnächst mindestens zwei - zukünftige Geräte von Apple und vielleicht Amazon nicht eingerechnet. Ich fürchte, man muss davon ausgehen, dass in dem nun beginnenden Wettrennen der Giganten über mögliche negative Konsequenzen dieser Entwicklung kaum nachgedacht werden wird.

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Interview mit mir in "Mensch, Otto" auf Bayern3

Gestern hatte ich das große Vergnügen, von Thorsten Otto in seiner Sendung "Mensch, Otto" interviewt zu werden. Die Sendung wurde bereits gestern Abend in Bayern3 ausgestrahlt, kann aber auch als Podcast angehört werden.

 

"Mensch, Otto" wurde 2014 mit dem Deutschen Radiopreis für das beste Interview ausgezeichnet. Seit gestern weiß ich, warum.

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Amazons "Echo": "Mirror" in Dosenform?

Kein Zweifel: Amazons "Echo" ist eine der erfolgreichsten, faszinierendsten und gruseligsten Innovationen der letzten Jahre. Die harmlos aussehende Lautsprecherdose hat es in sich: "Alexa", der unsichtbare, aber mit Künstlicher Intelligenz und Sprachverständnis ausgestattete dienstbare Geist, hört permanent mit und wartet auf ihr Kommando. Sie "hört Sie dank der Fernfeld-Spracherkennung auch von der anderen Seite des Raumes, sogar in lauter Umgebung oder wenn Musik läuft" (Originaltext der Amazon-Website).

 

Alexa kann Musik spielen, Nachrichten vorlesen, die Dauer des Arbeitswegs bei der aktuellen Verkehrslage prognostizieren oder Kochrezepte vorsagen. Mit der Zeit wird sie immer besser, denn ihre Künstliche Intelligenz basiert vor allem auf der Intelligenz des Netzes - die Server im Hintergrund lernen ständig dazu, und was eine Box weiß, wissen alle. Deshalb gibt es Echo zurzeit nur auf Einladung, da Amazon eine gleichmäßige Distribution in Deutschland erreichen möchte, um möglichst schnell unterschiedliche Dialekte zu beherrschen. Aber Alexa lernt natürlich nicht nur Sprache, sie lernt auch die Vorlieben ihres Besitzers kennen und versteht so mit der Zeit immer besser, was er will.

 

Künstliche Intelligenz, Millionen miteinander verbundene Geräte, die den Besitzern jeden Wunsch von den Augen (bzw. der Stimme) ablesen - da war doch was?

 

Zum ersten Mal höre ich von Echo, während ich "Mirror" schrieb. Ich war verblüfft, wie nah das Gerät meiner Vision bereits kam, aber auch, wie begeistert die Amazon-Kunden in Rezensionen darüber berichteten. Kaum jemand äußerte den Gedanken, dass es auch ein bisschen unheimlich sein könnte, eine Maschine im Haus zu haben, die permanent zuhört und always online ist - Erich Mielke hätte sich das in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt.

 

Natürlich beteuert Amazon, dass die Daten sicher sind und niemand mithören kann. Ich glaube das sogar - immerhin hat sich auch Apple mit den US-Behörden angelegt, als es sich weigerte, Nutzerdaten eines mutmaßlichen Verbrechers herauszugeben. Doch es gibt nun mal keine Technik, die hundertprozentig sicher vor Hackern und Missbrauch ist, und wie ich in "Mirror" beschreibe, ist es auch gar nicht unbedingt nötig, dass jemand von außen in das System eingreift, damit es schief geht.

 

Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - habe ich heute sofort eine Einladung zum Kauf von Echo beantragt. Ich möchte unbedingt wissen, wie es sich anfühlt, mit so einer Maschine unter einem Dach zu leben!

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Das Dorf Band 9 jetzt verfügbar!

Der neuste Band meiner Minecraft-Romanserie "Das Dorf" ist da! Diesmal tritt Primo etwas unfreiwillig eine Reise zum Mond an.

 

Wer wissen möchte, ob er dort ankommt und es wieder heile zurück ins Dorf schafft, der kann das Buch ab sofort bei Amazon bestellen. Eine Epubli-Ausgabe wird demnächst folgen.

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Künstliche Fantasie

Diese surrealistische Verfremdung des Covers meines neuen Romans "Mirror" ist nicht etwa das Werk eines bekifften Künstlers, sondern entspringt der "Fantasie" einer Maschine. Dahinter steckt Googles "Deep Dream"-Projekt, ursprünglich dazu geschaffen, die Vorgänge bei der Bilderkennung durch Neuronale Netze sichtbar zu machen. Ich habe bereits vor einem Jahr darüber berichtet.

 

Seit einiger Zeit kann man auch eigene Fotos hochladen und erstaunt betrachten, was die Maschine dort hineininterpretiert. Dabei kommt dasselbe "Deep Learning"-Verfahren zum Einsatz, das auch schon verwendet wurde, um den weltbesten Spieler in Go zu besiegen.

 

Dieses Verfahren ist es übrigens auch, das das "MirrorNet" in meinem Roman befähigt, besser als die Besitzer der Mirrors selbst zu wissen, was gut für sie ist ...

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Houston, wir haben ein Problem ...

In Band 9 meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" trägt es Primo hoch hinaus. Schuld ist der alte Lausius, der schon immer mal zum Mond fliegen wollte. Doch der Start seiner Mondflugmaschine verläuft nicht nach Plan, und so findet sich Primo auf einer Reise wieder, die er gar nicht antreten wollte und von der es keine Rückkehr zu geben scheint ...

 

Auch diesmal kann man Primos Reise wieder mit dem Dorf-Seed 100200300400500 nachvollziehen, die benötigten Koordinaten sind wie üblich im Anhang des Buchs enthalten. Moment mal, werden sich Minecraft-Spieler jetzt fragen, in Minecraft kann man doch gar nicht zum Mond reisen - oder etwa doch?!? Die Auflösung dieses Rätsels findet sich ebenfalls im Buch.

 

Aktuell überarbeite ich die Geschichte noch einmal und gehe davon aus, dass ich sie Anfang September veröffentlichen kann.

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Resonanz

Nichts ist schlimmer für einen Schriftsteller, als wenn sein Buch einfach ignoriert wird. Und das passiert leider oft, denn in der Flut der fast 90.000 Neuerscheinungen, die jedes Jahr auf den deutschen Buchmarkt schwemmen, geht man nur allzuleicht unter.

 

Umso mehr freue ich mich deshalb, dass mein neuer Roman "Mirror" eine ganze Menge Aufmerksamkeit bekommt. So hat ihm der Verlag eine schicke Plakatkampagne spendiert, die ich gestern am Hamburger Hauptbahnhof bewundern durfte - vielen Dank dafür, lieber Aufbau Verlag!

 

Mit dem Chefredakteur des Branchen-Fachmagazin "Buchmarkt", Christian von Zittwitz, durfte ich ein Autorengespräch führen, das bereits gestern erschienen ist. Außerdem widmete sich Radio Bremen in einem Beitrag dem Buch und Silke Schröder von Hallo-Buch, die "Thrillertante" und "Heinrich" haben sehr schmeichelhafte Rezensionen geschrieben. Ich danke ihnen allen sehr für diese tolle Unterstützung, ohne die ich als Autor nicht weit kommen würde.

 

Hach, das Autorenleben kann so schön sein!

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"Mirror" erscheint nächsten Montag

Ein bisschen aufgeregt bin ich schon: Am komenden Montag, 15. August, erscheint mein neuer Thriller "Mirror" - mit etwas Glück kann man vielleicht schon Samstag in der einen oder anderen Buchhandlung ein Exemplar erhaschen.

 

"Mirror" ist so etwas wie der Nachfolger meines ersten und bisher erfolgreichsten Thrillers "Das System" aus dem Jahr 2007, der kurzzeitig sogar in der SPIEGEL-Bestsellerliste zu finden war. Der Roman hat eine ähnliche Grundidee, aber eine völlig eigenständige Geschichte, angepasst an die heutige vom mobilen Internet geprägte Welt. Mehr zum Inhalt hier.

 

Es ist der erste Roman seit März 2013, der wieder bei Aufbau erscheint. Der Verlag hat sich mächtig für "Mirror" ins Zeug gelegt, wie man an dem Banner oben erkennen kann, das in Online-Fachmedien wie Boersenblatt.net geschaltet wurde. Ich hoffe natürlich, dass das Buch den hohen Erwartungen gerecht wird. Das Feedback aus einer Lovelybooks-Leserunde zu meiner kostenlosen Geschichtensammlung "Mirror Welt" war jedenfalls sehr ermutigend.

 

Wer das Buch pünktlich zum Erscheinen nach Hause geliefert bekommen möchte, kann es z.B. bei Thalia.de, Hugendubel.de oder Amazon bestellen. Natürlich kann man das Buch auch in der lokalen Buchhandlung vorbestellen und am Erscheinungstag abholen.

 

Die Paperback-Ausgabe von "Mirror" kann man übrigens mit der kostenlosen Papego-App mobil auf dem Smartphone weiterlesen - ein Zusatznutzen für alle, die gedruckte Bücher lieben, aber auf die praktischen Vorteile digitalen Lesens unterwegs nicht verzichten wollen.

 

 

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Begleitete Leserunde zu Mirror Welt bei Lovelybooks

Wer Lust hat, mit mir und anderen Lesern über meine Kurzgeschichten-Sammlung "Mirror Welt" zu diskutieren, sollte an der Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen, die in Kürze startet und die ich begleiten werde.

 

Das kostenlose E-Book kann man hier für den Tolino bzw. andere E-Book-Reader und hier für den Kindle herunterladen. Wer mag, kann auch das angehängte PDF ausdrucken.

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Mirror Welt - ab sofort kostenlos zum Download!

"Mirror Welt", ein erster, kostenloser Blick in die Welt, die ich in meinem neuen Roman "Mirror" (erscheint am 15. August) darstelle, ist ab sofort erhältlich.

 

Die vom Verlag nicht ganz korrekt "Prequel" getaufte Sammlung erzählt fünf lose zusammenhängende Geschichten aus einer Welt, in der so genannte "Mirrors" das Leben ihrer Besitzer optimieren. Die Nachfolger der Smartphones wissen, was Du gern hast, und sorgen dafür, dass Du es bekommst - ob Du willst oder nicht.

 

Die fünf Geschichten aus der Mirror Welt können ab sofort kostenlos für den Amazon Kindle oder den Tolino bzw. andere E-Book-Reader heruntergeladen werden. Diejenigen, die lieber auf Papier lesen, können das beigefügte PDF ausdrucken.

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Mirror Welt 11-7-16.pdf
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Das Dorf Band 8 jetzt lieferbar!

Wer in der Sommerhitze eine kleine (geistige) Abkühlung braucht, kann Primo und Kolle bei ihrem neusten Abenteuer begleiten. Denn die beiden werden nicht nur von ihrem Erzfeind "eiskalt erwischt", sondern müssen auch ihre bisher weiteste Reise und ihr vielleicht gefährlichstes Abenteuer an einem eisigen Ort bestehen. So ist der achte Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" mit ca. 170 Seiten auch der bisher umfangreichste geworden. Natürlich kann man auch diesmal mit dem Minecraft-Seed 100200300400500 (PC-Version) alle Schauplätze selbst erkunden - die Koordinaten sind wie immer am Ende des Buchs angegeben.

 

"Das Dorf Band 8: Eiskalt erwischt" ist ab sofort als Taschenbuch bei Amazon und im stationären Buchhandel (über Epubli) bestellbar. Eine Kindle-Version und eine Tolino-Version gibt es natürlich auch. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß damit und schöne Ferien!

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Das Dorf Band 8 erscheint bald

In ca. zwei Wochen wird der nächste Band meiner Minecraft-Serie "Das Dorf" erscheinen. Ich kann kaum glauben, dass es schon der Achte ist. Vielen Dank an die vielen Leser (und ihre Eltern), die diesen Erfolg ermöglicht und mich mit ihrem Feedback ermutigt haben, weiterzuschreiben!

 

Wieder einmal muss der arme Primo das Dorf am Rande der Schlucht verlassen, um eine schlimme Gefahr für die Dorfbewohner abzuwenden. Diesmal verschlägt es ihn weit, weit nach Osten, in eine Gegend, die kalt und gefährlich ist. Natürlich wird er auch diesmal von seinem besten Freund Kolle begleitet, ebenso wie von Asimov, dem mürrischen Golem, dessen eingebautes Navigationssystem nicht besonders zuverlässig zu sein scheint.

 

Wird es den Freunden gelingen, auch dieses Abenteuer zu überstehen? Oder hat sie diesmal ihr Widersacher, der böse Enderman Artrax, eiskalt erwischt?

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"Mirror" erscheint am 15.8.

Am 15. August, und damit früher als ursprünglich geplant, erscheint mein neuer Roman "Mirror" im Aufbau Verlag. Er ist ab sofort z.B. bei Hugendubel.de bestellbar. Hier die Kurzbeschreibung:

 

Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.
Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen - auch gegen deren Willen. Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen ...

 

Ursprünglich war die Idee hinter dem Buch, eine überarbeitete Neuauflage meines ersten Romans "Das System" zu schreiben, angepasst an die heutige Zeit des mobilen Internets. Doch schnell wurde klar, dass es nicht reichen würde, die ursprüngliche Geschichte um ein paar Smartphones und Twitter-Nachrichten anzureichern. Die Geschichte einer außer Kontrolle geratenen Technik musste völlig neu erzählt werden. Dabei musste ich in der Fantasie kaum noch über die bereits vorhandene Technik hinausgehen - während "Das System" noch in vielen Bereichen Science Fiction war, ist "Mirror" schon beinahe Realität geworden.

 

Obwohl ich die Arbeit an dem Buch erst im November letzten Jahres begann und im Februar dieses Jahres beendete, hat sich in der Zwischenzeit der Abstand zwischen Fakten und Fiktion weiter deutlich verringert. Im März schlug Googles "AlphaGo" den weltbesten Spieler in dem Brettspiel, das für einen Computer ungleich schwieriger zu meistern ist als Schach. Faszinierend daran ist, dass das Programm sich das Gospielen quasi selbst beigebracht hat, indem es hunderttausende Partien studierte und daraus lernte. Vor Kurzem wurde auf einer Technologiekonferenz von Siri-Cogründer Dag Kittlaus der neue Chatbot "VIV" vorgestellt, der der Idee der "Mirrors" aus meinem Buch schon sehr nahe kommt.

 

Ich bin gespannt, ob die echten "Mirrors" noch vor dem Buch auf den Markt kommen. :)

 

Übrigens: "Mirror" wird selbstverständlich Papego-fähig sein, d.h. man kann es mit der Papego-App kostenlos unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet weiterlesen.

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Gefährliche Klischees

Als Autor muss ich mich vor Klischees in Acht nehmen, denn sie machen Bücher platt, vorhersehbar und langweilig. Viel schlimmer aber ist es, wenn Klischees und eingefahrene Denkmuster in Politik und Wissenschaft Einzug halten und oft nicht einmal hinterfragt werden. Dies ist besonders bei der Frage, welche Bedeutung „intelligente“ Maschinen für unsere Zukunft haben könnten, immer wieder zu beobachten.

 

 Computer „haben keine Intuition“, „keine Absichten“, „keinen Plan“ und natürlich erst recht „keine Gefühle“. Diese durch nichts belegten, aber meist kritiklos hingenommenen Plattitüden musste ich am Freitag in einem großen Interview in der Süddeutschen Zeitung lesen, Teil einer Serie zu künstlicher Intelligenz. Von sich gegeben hat sie der Philosoph Luciano Floridi, der daraus folgert: „Deshalb wird es auch keinen Big-Brother -artigen Computer geben, der die Weltherrschaft übernimmt.“

 

Er ist nicht der Einzige, der so denkt. Die Vorstellung, Maschinen könnten keine Gefühle haben, stammt aus der Frühzeit der Science Fiction, als man Computer und Roboter fast immer als kalte, berechnende Angstgegner der Menschheit darstellte. Der Mensch war diesen Unholden moralisch überlegen, eben weil er Nächstenliebe und Tapferkeit zeigen konnte, wo die Maschine bloß einer vorprogrammierten, unbarmherzigen Logik folgte. Hier spielen auch Denkmuster hinein, die noch aus der Zeit der Industrialisierung stammen, als sich viele Menschen dem Joch maschinengetriebener Abläufe unterwerfen mussten und dadurch tatsächlich "entmenschlicht" wurden. Die „Borg“ aus Star-Trek oder die Terminatoren aus der gleichnamigen Serie sind Ikonen dieses Maschinenbilds.

 

Doch diese Sichtweise ist schon lange von der Wirklichkeit überholt. „Neuronale Netze“ bilden heute die Grundlage für die meisten selbstlernenden Systeme, wie etwa AlphaGo, die Maschine, die kürzlich den weltbesten Go-Spieler in einem aufsehenerregenden Match besiegte. AlphaGo hat zweifellos eine Absicht gehabt – zu gewinnen –, und definitiv einen Plan, der besser war als der ihres menschlichen Gegners. Hat sie „Intuition“ bewiesen? Darüber kann man sicher streiten, aber fest steht, dass man bei Go mit bloßem Vorausberechnen der Züge nicht weit kommt. Man muss Muster und Zusammenhänge erkennen. Bei Menschen geschieht dies durch Intuition. Maschinen bilden Ähnlichkeiten zu bekannten Mustern auf ganz ähnliche Weise ab wie unser Gehirn – durch Beobachtung, Lernen und Erfahrung. Ob man das nun Intuition nennt oder nicht, es führt auf jeden Fall dazu, dass es unmöglich ist, vorauszusehen oder zu berechnen, welchen Zug die Maschine als nächstes machen wird. Die Vorstellung, dass Computer bloß starren, vorprogrammierten Regeln folgten und keine situativen Entscheidungen treffen könnten, ist in diesem Zusammenhang absurd.

 

Und was ist mit Gefühlen? Können Maschinen Emotionen empfinden? Sicher können sie Sensoren haben, die ihnen sagen, ob etwas heiß oder kalt ist oder vielleicht beschädigt, was einem „Schmerzempfinden“ schon nahe kommen kann. Aber ist das dasselbe wie menschliche Emotion?

 

Das Problem ist, dass wir selbst nicht genau wissen, wie unsere Emotionen zustande kommen. Aber wir wissen, dass sie sehr komplexe Abbildungen von Nervenzuständen in unserem Gehirn sind. Hormone spielen dabei eine Rolle, Erfahrungen, Wünsche, Bedürfnisse. In der Komplexität, wie sie bei Menschen auftreten, sind sie noch nie in einem Computer abgebildet worden. Aber ist das deswegen auch prinzipiell unmöglich?

 

Eine einfache Analogie kann helfen, die Frage zu klären: Hat ein Hund Gefühle? Die meisten Hundebesitzer würden das wohl bejahen. Wenn ein Hund Gefühle hat, können wir sie dann auch einer Maus zusprechen? Sicher. Einem Frosch? Klar. Einem Regenwurm oder einer Fliege? Da wird es schon etwas kniffliger. Die meisten Menschen würden wohl sagen, dass ein Regenwurm wahrscheinlich auch Gefühle hat, auf einer sehr primitiven und rudimentären Ebene, aber ganz sicher wären sie sich nicht.

 

Simulationen neuronaler Netze erreichen heute eine Komplexität, die das Oberschlundganglion eines Regenwurms bei Weitem übertrifft. Wenn ein Regenwurm also Gefühle hat, dann kann sie ein Computer zumindest simulieren. In naher Zukunft werden wir uns Systemen gegenüber sehen, die weit komplexere Emotionen nachbilden können und uns sehr emotional vorkommen werden. Werden sie dann „wirkliche“ Gefühle haben oder nur so tun, als ob? Das ist eine philosophische Frage, aber die Antwort darauf ist in der Praxis unerheblich. Denn ob sich ein tobsüchtiger Computer nur so verhält, weil er simuliert, wütend zu sein, oder ob er es tatsächlich ist, hat für das Ergebnis keine Bedeutung.

 

Die oben genannten Klischees verleiten uns dazu, die Fähigkeiten von Maschinen zu unterschätzen, und damit auch die Gefahren, die von ihnen ausgehen können – ebenso wie die Chancen, die sie uns bieten. Wir sollten sie daher tunlichst vermeiden.

 

Foto:  Sven Volkens (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

 

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Ein Buch verlässt mich

Heute habe ich die Arbeit an meinem neuen Thriller abgeschlossen, der im Oktober im Aufbau Verlag erscheinen wird. Allzu viel darf ich über das Projekt noch nicht verraten. Nur soviel: Das Buch greift dasselbe Thema auf, das ich in „Das System“ bereits verarbeitet habe – eine hochentwickelte Technik, die wir nicht mehr richtig verstehen und erst recht nicht kontrollieren können.

 

 

Ein fertiggestelltes Buch ist ein bisschen wie ein Kind, das das Haus verlässt: Man hat sich lange und intensiv damit beschäftigt, es behütet und aufgepäppelt, und plötzlich ist es nicht mehr da, macht sich selbstständig, versucht auf eigene Faust sein Glück. Man sorgt sich darum, wünscht ihm Erfolg, und kann doch als Vater/Autor nicht mehr viel dafür tun. Sein Schicksal liegt nun in der Hand des Verlags, vor allem aber in der Hand der Leser.

 

 

Meistens habe ich in so einem Moment das Gefühl, ich hätte noch viel mehr Arbeit in das Projekt stecken müssen. Das ist auch diesmal so. Aber die Verlagstermine sind nun mal gesetzt, und das ist wahrscheinlich auch gut so, denn das nächste Romanprojekt steht schon auf der Tagesordnung.

 

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Karl Olsberg in Leipzig

Am Freitag, 18. und Samstag, 19.3. bin ich auf der Leipziger Buchmesse, um die neue App Papego vorzustellen. Wer Zeit und Lust hat, kann mich an beiden Tagen in Halle 5 auf der Sonderfläche "Neuland 2.0" (Stand F401) antreffen. Zwar bin ich dort nicht primär als Autor, sondern in meiner Eigenschaft als Gründer eines Start-ups, aber ich signiere natürlich auf Wunsch auch gern Bücher oder beantworte Fragen zum Schreiben. Am 18.3. um 15.30 Uhr nehme ich an einer von Epubli veranstalteten Diskussionsrunde zum Thema "Self-Publisher und Verlagsautor: Das Beste aus zwei Welten" in Halle 5 D600 teil.

 

Ich freue mich auf möglichst viele spannende Kontakte mit Lesern, Autoren, Buchhändlern und anderen Büchermenschen!

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