Ruunas Hütte

Ein Schriftsteller kann sich vieles vorstellen. Nur selten wird es Realität, und das ist meistens auch gut so. Aber manchmal geschieht es doch, dass jemand den Bildern in meinem Kopf eine Gestalt verleiht, und das ist jedes Mal etwas ganz Besonderes für mich.

 

Das erste Mal habe ich das erlebt, als ich das Cover der Geschichtensammlung "Ein Streifen Silberpapier" sah, in der meine Kurzgeschichte "Taubers Sammlung" veröffentlicht wurde. Dort hatte doch tatsächlich jemand das Regal nachgebaut, in dem Tauber das Glück anderer Leute sammelt! Ich war verblüfft, wie gut dieses Foto zu dem Bild passte, das ich mir selbst davon gemacht hatte.

 

Ein weiteres gelungenes Beispiel ist die virtuelle Welt zu meinen Mygnia-Romanen, die ein kleines Team mit großem Aufwand in der 3D-Welt Avination gestaltet hat. Eine faszinierende Vision einer fremdartigen und doch beeindruckend schönen Welt, in der ich sogar schon eine virtuelle Lesung durchgeführt habe!

 

In meinen Minecraft-Romanen rund um "Das Dorf" war eine solche Visualisierung eigentlich unnötig, denn in jedem Buch ist ja der nötige Seed enthalten, mit dem man sich die von mir beschriebenen Schauplätze im Spiel selber anschauen kann. Nur ein wichtiger Ort kann nicht auf diese Weise besichtigt werden, denn er existiert im Spiel nicht: Die Hütte von Einsiedler Willert und seiner Freundin, der chaotischen Hexe Ruuna.

 

Doch nun hat mir der kreative Minecraft-Baumeister Andre (aka Feuerninja323) die Freude gemacht, seine Vorstellung von Ruunas Hütte in Minecraft nachzubauen.  Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Auch, wenn man die Hütte nicht im Spiel besichtigen kann (man könnte sie höchstens selber nachbauen), vermitteln die Screenshots, die er mir geschickt hat, einen tollen Eindruck von den vielen liebevollen Details. Ich würde am liebsten gleich bei Ruuna und Willert einziehen!

 

Danke, Andre!

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Kommentare: 2
  • #1

    Felix (Dienstag, 14 August 2018 19:39)

    Sehr geehrter Herr Olsberg:
    Das ist wirklich eine sehr gelungene Visualisierung von Ruunas Hütte, wobei ich persönlich finde, das eine Visualisierung ihrer Bücher gänzlich unnötig währe, da sie Das, was sie ausdrücken möchten mit einer guten Wortwahl ohnehin perfekt "visualisieren". Das isr etwas, was nicht jeder Autor so gut hinbekommt.
    Außerdem ist mir gerade aufgefallen, dass ich zu ihrem Beitrag zum "Kala Experiment" noch gar keinen Kommentar abgeschickt habe. Eigentlich habe ich einen geschrieben, aber er würde scheinbar nicht abgeschickt, deshalb möchte ich das an dieser Stelle kurz nachholen:
    Ich werde mir das Buch vermutlich bald kaufen, aber vermutlich erst in den nächsten Ferien und dass ich die Thematik sehr interessant finde und denke, dass sie einem auch selbst zum Nachdenken bringen wird.

  • #2

    Karl Olsberg (Mittwoch, 15 August 2018 10:07)

    @Felix: Dankeschön für das Lob!