Wo zum Kuckuck ist das Zebra?

Manche Dinge sind ganz einfach und doch erstaunlich schwierig: Wo habe ich noch mal meine Brille hingelegt? Was wollte ich eigentlich gerade aus dem Keller holen? Gestern hatte ich doch diese geniale Idee für einen neuen Roman - worum ging es da noch gleich? Wie hieß noch mal der Typ, der da zwei Plätze vor mir in der Supermarktschlange steht? Hoffentlich sieht er mich nicht, sonst wird es peinlich, wenn er mich mit Namen anspricht und ich seinen nicht kenne ...

 

Das Gedächtnis spielt uns oft genug Streiche - gerade dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. Und das ist keine Alterserscheinung, jedenfalls nicht nur: Aussetzer wie die oben beschriebenen hatte ich schon während meiner Studienzeit. Sie sind menschlich und doch außerordentlich lästig.

 

Zum Glück kann man dagegen etwas tun. Wie der ganze Körper ist auch unser Gehirn sehr wandlungsfähig und passt sich den jeweiligen Aufgaben an. Deshalb kann man Muskeln stärken, indem man sie regelmäßig anspannt, und das gilt auch für unsere "Gedächtnismuskeln". Je öfter wir sie benutzen, desto leichter fällt es uns, Dinge zu behalten.

 

Weil ich vermute, dass nicht nur ich hin und wieder leichte Gedächtnisaussetzer habe, habe ich ein kleines Trainingsprogramm für Alexa geschrieben. Es heißt "Wo ist das Zebra?". Alles, was man tun muss, ist sich die Tiere und ihre Aufenthaltsorte zu merken. Klingt ganz einfach, ist es auch. Jedenfalls zu Anfang. Denn irgendwann fangen die blöden Viecher an, herumzulaufen.

 

Beantwortet man Alexas Frage nach dem Aufenthaltsort eines Tieres richtig, kommt man in den nächsten "Level" und das Spiel wird ein bisschen schwieriger. Antwortet man falsch, fällt man wieder auf den vorherigen Level zurück. Auf diese Weise passt sich das Spiel automatisch den Fähigkeiten des Spielers an. Mein persönlicher "Highscore" ist übrigens Level sieben. Da kommt ihr doch wohl locker drüber, oder?

 

"Wo ist das Zebra?" kann man übrigens auch im Team spielen. Es wird einfacher, wenn jeder die Rolle eines Tieres übernimmt. Vorausgesetzt, man kann sich merken, welches Tier man war ...

 

Wie immer freue ich mich über Feedback und Bewertungen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 6
  • #1

    Heinrich (Mittwoch, 29 August 2018 20:33)

    Lieber Karl,
    bald hast Du mich soweit, dass ich mit Alexa anbandele ;)
    Welche Gerät empfiehlst Du?
    Fire HD 10-Tablet mit Alexa Hands-free
    oder
    Echo Show?
    Welches ist für Alexa Bedienung das "komfortabelste"?
    GRuß Heinrich

  • #2

    Karl Olsberg (Donnerstag, 30 August 2018 07:35)

    @Heinrich: Wir haben (noch) gar keine Geräte mit Bildschirm im Haus. Wir haben über den Echo Show nachgedacht, aber der kann nicht mal Youtube-Videos anzeigen, ist also klein Tablet-Ersatz. Mir persönlich reicht die "Standard-Alexa" bzw. der Echo Dot, der sich auch gut als Gegensprechanlage eignet (zum Musikhören aber untauglich, sofern man nicht einen externen Lautsprecher anschließt).

  • #3

    Heinrich (Donnerstag, 30 August 2018 11:33)

    Hauptsache, man kann mit allen Alexas das Zebra suchen! ;)
    Ich habe mal den Show bestellt und werde berichten, wie es funktioniert.

  • #4

    Karl Olsberg (Donnerstag, 30 August 2018 11:46)

    @Heinrich: Viel Spaß damit! :)

  • #5

    Heinrich (Freitag, 31 August 2018 22:25)

    Hallo Karl,
    ja, es macht Spaß!
    Leider bin ich heute nicht über Level 5 gekommen. Mein Hirn lässt doch schon mächtig nach. :(
    Frage: Kann man in solche Skills "Schalter" einbauen.
    Dass z.B. der User die Musik/Tonfolge zwischen den Aufgaben kürzen oder abschalten kann?
    Gruß Heinrich

  • #6

    Karl Olsberg (Samstag, 01 September 2018 10:13)

    @Heinrich: Technisch wäre es problemlos möglich, die Pause abschaltbar zu machen, allerdings ist die Usability problematisch - wie erkläre ich's dem Nutzer? Sprachbasierte Skills machen es einem ziemlich schwer, mit Optionen umzugehen, da es keine Menüs und keine Benutzeroberfläche gibt und man alle Optionen zum Start des Spiels erklären müsste (was vermutlich noch mehr nervt als die Pause).

    Außerdem habe ich die kurze musikalische Pause erst ganz zum Schluss eingebaut, als ich beim Testen merkte, dass es sonst viel schwieriger ist - das Gehirn (zumindest meines) braucht eine kurze "Verschnaufpause", sonst weiß man bald nicht mehr, ob der Tiger ind der letzten Runde ins Schwimmbad gegangen ist oder in der laufenden.